Serafin von Roon, FfE: „Die Magie passiert erst, wenn ich Flexibilität habe und erschließe.“

Shownotes

Mit dem Ausbau von Wind- und Solarenergie verändert sich der Strommarkt grundlegend: Auf negative Preise und günstigen Solarstrom folgen teure Stunden und Preisspitzen. Für Unternehmen kann diese Volatilität vom Risiko zur wirtschaftlichen Chance werden. Vorausgesetzt, sie können ihren Verbrauch flexibilisieren und bekommen die Preissignale des Marktes tatsächlich weitergereicht.

Dr.Ing. Serafin von Roon ist Geschäftsführer der Forschungsstelle für Energiewirtschaft (FfE) in München und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Strommarkt und Marktdesign. Im Gespräch mit dem Host Jan Liepold erklärt er, warum dynamische Stromtarife allein noch keinen Mehrwert schaffen: Entscheidend sind flexible Produktionsprozesse, Wärme, Elektromobilität oder Batteriespeicher, verbunden mit Daten, Prognosen und automatisierter Steuerung. Gerade für Industrieunternehmen können dabei auch vorhandene Netzanschlusskapazitäten zu einem wertvollen Asset werden.

Von Roon sieht die Energiewende deshalb an einem neuen Punkt: Nach dem starken Ausbau der Erneuerbaren müssen nun Wärme und Verkehr stärker elektrifiziert und die daraus entstehenden Flexibilitäten erschlossen werden. Dafür braucht es intelligente Netze, Digitalisierung und Markt- und Netzsignale, die automatisiert beim Verbraucher ankommen. Unternehmen empfiehlt er, mit einem Transformationsplan zu starten, Erzeugung und Verbrauch gemeinsam zu betrachten und Flexibilität gezielt zu nutzen, um teure Stromstunden zu vermeiden.

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00:00:01: Megawatt & Friends –

00:00:03: Energie Neudenken.

00:00:05: Willkommen bei megawatt and friends, dem Podcast von Maestro in dem wir Energie neu denken.

00:00:10: Hier sprechen wir mit Profis die die Energiewende gestalten.

00:00:13: Es geht um Strom, Wärme, Speicher und Netze Aber vor allem um die Frage Wie gelingt nachhaltige Energieversorgung für Unternehmen?

00:00:22: Schön dass Sie dabei sind.

00:00:25: Hallo und herzlich willkommen liebe Freundinnen und Freunde der Energiewände bei megawattenfriends.

00:00:30: Und heute sage ich herzlich willkommen auch Dr.

00:00:32: Seraphine von Ron, Seraphin wir haben uns geeinigt für duzen und es freut mich sehr dass Du bei uns im Podcast bist und ich sag erstmal Hallo!

00:00:41: Ja freue mich auch.

00:00:42: total habe schon ein paar Folgen bei euch reingehört.

00:00:45: super spannende Themen Gäste.

00:00:46: also ich glaube das passt perfekt

00:00:48: Sehr schön.

00:00:49: Ich möchte mal ein bisschen einführen, wo ich hier bin im Münchner Norden nämlich bei der Forschungsstelle für Energiewirtschaft.

00:00:56: das ist ein Verein.

00:00:57: ihr seid glaube ich schon auch so ein bisschen angegliedert an die TUM hier in München.

00:01:02: zumindest sind viele Post-Doc Leute glaube ich die hier energiewirtschaftlich forschen und das Spannende finde ich dass über hundert der renommierten Unternehmen Player der Energiewirtschaft hier Vereinsmitglieds sind.

00:01:17: Ich habe eigentlich alle großen oder fast alle namenhaften Unternehmen gesehen.

00:01:21: Meistro fehlt noch, deswegen das nämlich auf jeden Fall auch mit nach Ingolstadt dass sich hier alle großen zusammengeschlossen haben Und allerdings machen diese Mitgliedsbeiträge nur fünf Prozent eurer Finanzierung aus.

00:01:33: Das heißt, den Großteil eures Budgets erwirtschaftet ihr mit eurer Expertise als Berater und vor allem auch wissenschaftliche Studien die ihr im Auftrag von Unternehmen staatlichen Institutionen weitererstellt.

00:01:45: habe ich das so ganz grob richtig erklärt was das FFE macht?

00:01:50: doch hat fast alles zu hundert prozent gestimmt?

00:01:53: vielleicht noch ergänzen genau wir wurden neunzehn und vierzig gegründet.

00:01:56: gemeinnütziger verein somit eins der ersten institute die sowohl den systemischen anspruch hatten hier das energiesystem zu verstehen zu erklären und weiterzuentwickeln genauso aber auch diese Praxisnähe und deswegen sind uns diese Mitglieder auch so wichtig, die wir aus der gesamten Energiewirtschaft, aus der Industrie haben.

00:02:15: Die neuen Player also da sind die ÖNBs dabei kleine Stadtwerk, Octopus als neuer Player aber auch Verbände weil wir sozusagen hier immer in den Austausch kommen mit denen Menschen mit den Unternehmen die am Ende die Transformation gestalten müssen und uns dann dabei auch helfen die richtigen Fragen zu stellen, die Wir dann mit wissenschaftlichen Methoden und den Partnern aus der Praxis versuchen zu beantworten.

00:02:37: Wo es nicht ganz genau gestimmt hat, wir haben zwar über hundert Mitglieder.

00:02:40: Aber kooperative Mitglieder sind's nur siebzig.

00:02:43: Das heißt, es gibt auch noch ein paar private Mitglieder, aber die sozusagen die starken Player das sind dann die Siebzig Unternehmen, die uns hier in unserer Arbeit unterstützen.

00:02:52: Früher hätte man euch wahrscheinlich wissenschaftliches Institut genannt.

00:02:56: würde heute vielleicht auch der Begriff Fink Tank für die Energiewirtschaft auf euch zutreffen?

00:03:01: Ich denke von der Arbeitsweise in der Art wie wir kommunizieren trifft gut.

00:03:07: Aber wir haben keine Agenda in dem Sinne, sozusagen dass wir für etwas bestimmtes stehen also wie wir immer so schön sagen Energieträger neutral.

00:03:17: Wir versuchen wirklich mit wissenschaftlichen Methoden und auch vor allen Dingen großen geförderten Forschungsprojekten mit der Industrie zusammen hier Antworten zu finden Orientierungswissen bereitzustellen.

00:03:30: deswegen ist es hier eine Mischung aus Forschungsinstitut, das sind wir weiterhin hin.

00:03:35: Aber was machen?

00:03:36: Wir nehmen die Modelle und Daten aus diesen Projekten entstehen und versuchen damit konkret akute Fragestellungen zu beantworten in der Form von wissenschaftlicher Beratung.

00:03:47: Und diese Frageställungen können technische Fragestallungen sein, wie entwickelt sich das Szenario für den Smart Meter Rollout?

00:03:58: Was sind Flexibilitäten, die sich künftig am Markt platzieren oder vermarkten lassen?

00:04:02: Aber es können auch so Strommarktdesign-Themen sein und ich glaube speziell du bist ja einer der renommierten Experten für das ganze Thema Markt, Marktdesign, Marktentwicklung.

00:04:14: Genau also wir haben hier absolute technische Expertise im Haus.

00:04:18: die meisten die bei uns nach der Uni anfangen sind Ingenieure sind auch Physiker dabei.

00:04:24: aber dass ist der Rumpf in Prinzip mit dem wir arbeiten.

00:04:29: Wir beantworten auch komplett marktliche Fragen, so wie du gerade gesagt hast.

00:04:33: Marktdesign haben ja Marktmodelle und häufig passiert ja gerade dort die Magie wo diese verschiedenen Disziplinen zusammenkommen und man sozusagen diese verschiedenen Perspektiven dann auf eine Fragestellung richtet und dann irgendwie gemeinsame neue Lösungen entwickelt.

00:04:49: Teilweise kommt es dann aus unserem Haus.

00:04:51: Rechtsexpektiv sind holen wir meistens noch dazu also es kommt immer aufs Projekt

00:04:55: an.

00:04:55: Wir wollen uns heute mal schwerpunktmäßig damit beschäftigen,

00:04:59: was

00:05:00: die aktuellen Entwicklungen am Strommarkt für eben speziell für Unternehmen bedeuten.

00:05:05: und mich würde da mal interessieren.

00:05:06: Eben von einem Marktexperten, da tut sich ja gerade einiges.

00:05:10: also ich meine letztlich ist der Energiemarkt seit der Liberalisierung komplett in Bewegung.

00:05:14: aber jetzt in letzter Zeit nimmt die Volatilität extrem zu.

00:05:18: wir haben jetzt Spotmarkpreise von bis zu hundertzwanzig Euro was natürlich mit externen Faktoren zusammenhängt, aber auch mit der Struktur des Marktes.

00:05:27: Wenn du jetzt mal so ein Unternehmer, der hier zuhört in zwei Minuten erklären müsstest, wie verändert sich denn der Markt gerade und was bedeutet es vielleicht auch für mich als Unternehmen?

00:05:37: Was würdest du da sagen oder was würdest Du dem erklären?

00:05:39: Genau ich glaube es gibt zwei Dinge die fundamental sichtbar werden.

00:05:44: zum einen das was alle jetzt unmittelbar spüren was in den Zeitungen steht Das ist diese Preisschocks, die plötzlich auftreten.

00:05:54: Im erster Preis Schock durch Russland, also Invasion in die Ukraine und jetzt sozusagen durch den Iran Krieg der nächste Preissschock, der ausgelöst wurde.

00:06:03: Das heißt dieses preisniveau als solches kann extremes Sprünge nach oben machen und dann die entsprechenden Konsequenzen auch bei den Verbrauchen insbesondere bei der Industrie verursachen.

00:06:13: das hat auch etwas damit zu tun dass wir deutlich stärker an den Weltmärkten des Gases hängen.

00:06:22: Früher sozusagen relative Langfristverträge mit Russland, jetzt werden wir über LNG vorrangig gespeist.

00:06:29: und das heißt, was in der Welt gerade abgeht bezüglich Gasmärkte, das sehen wir am Ende auf der Gasrechnung aber auch auf der Stromrechnungen weil die Gaskraftwerke häufig das letzte Kraftwerk sind, das wir gerade brauchen um diese hohen Stromnachfragen zu decken.

00:06:45: Der zweite Punkt, der sich jetzt über die letzten Jahre fundamental verändert hat ist ausgelöst durch den Ausbau der erneuerbaren Energien.

00:06:55: Das heißt früher konnte man wirklich sagen ich kann ja ziemlich genau sagen wie der Preisverlauf in vier Wochen an einem Dienstag von Null Uhr bis Vierundzwanzig Uhr ist und man hätte es ziemlich genau getroffen.

00:07:10: Warum?

00:07:11: Weil damals allein Die Nachfrage bestimmt hat, wie die Kraftwerke laufen.

00:07:17: Die Kraftwerken waren dann immer mehr oder weniger die gleichen.

00:07:20: zu jeder Uhrzeit beziehungsweise je nach Lastniveau und je nachdem welches zum Tragen kam wurde der Preis bestimmt und somit konnte ich ziemlich genau sagen wie der Preisverlauf war und er sah am Montag und am Dienst auch in der Mittwoch ziemlich gleich aus.

00:07:33: Und das ist heute komplett anders weil heute bestimmt die Einspeisung der Erneuerbaren Energien am Ende dieses Zusammenfinden zwischen Erzeugung und Verbrauch.

00:07:44: Und das ist wetterabhängig, das ändert sich von Stunde zu Stunde von Tag zu Tag und deswegen kann ich dir heute nicht sagen wie die Preise in vier Wochen am Dienstag um sechzehn Uhr sein werden.

00:07:55: Das wiederum führt zu dieser extremen Volatilität.

00:07:58: also bisschen kann auch mal eben sehr niedrige preise sein bis hin zu negativen preisen die wir jetzt im Sommer auch gesehen haben.

00:08:04: da frage ich mich als Unternehmer Ist es für mich eine Bedrohung?

00:08:08: Oder ist es vielleicht eben auch eine Chance, wenn ich mich... wie muss ich mich aufstellen?

00:08:12: Dass das vielleicht eher eine Chance als eine Bedrohung ist.

00:08:14: Dass sich von diesen Volatilitäten und letztlich vielleicht auch Flexibilität, die ich als Unternehmen bieten kann profitiere.

00:08:21: Genau!

00:08:21: Wir müssten hier erstmal einen Punkt klar stellen über das was wir gerade reden, dass der Strom groß handelt.

00:08:26: Das ist die Strombörse.

00:08:28: mit dem Preisverlauf hat bislang ein normaler Kunde eigentlich fast nichts zu tun.

00:08:34: Also du zu Hause hast einen Stromvertrag abgeschlossen, ich weiß nur, du schaust schon so vielleicht hast du einen flexiblen Stromverbrauch, einen dynamischen Stromtarif aber normalerweise zahlt man zu jeder Zeit das Gleiche und deswegen ist das was an der Börse passiert für viele gar nicht so relevant.

00:08:48: Aber du hast es richtig gesagt, was jetzt passiert ist dass wir Stunden haben wo's den Strom umsonst an der Bürse gibt.

00:08:56: Manchmal kriegt man sogar Geld, wenn man dann verbraucht.

00:08:58: Negative Strompreise und in Abendspitzen dann extrem hoch wird.

00:09:03: also da hat man dann plötzlich siebzig Cent pro KWH allein was sich sozusagen an der Stromverse nur für den Strom als solches zahlen muss.

00:09:10: Jetzt die Frage Was bedeutet das Für Die Unternehmen?

00:09:13: Chance oder Risiko?

00:09:15: Genau Also.

00:09:16: Da ist natürlich die Frage Wie Ist Der Stromliefervertrag Gestaltet?

00:09:19: Wenn Der Kunde Hier auch Erst Mal Nur Den Arbeitspreis sieht Und Der Fix Im Vertrag steht bedeutet das erstmal nichts, dann kann ihm das egal sein.

00:09:29: Aber das ist die alte Welt aus der bewegen wir uns raus und da werden auch zukünftig immer mehr Unternehmen rausfallen bzw.

00:09:35: reingehen in den dynamischen Stromtarife.

00:09:37: Und dann klar!

00:09:39: Dann ist entscheidend wann verbrauche ich?

00:09:41: Es macht einen riesen Unterschied ob ich mittags viel verbrache oder an den frühen Abendstunden oder morgens um acht und je nachdem man nicht verbrauchte es dann Chance oder Risiko?

00:09:50: Ich habe gerade so ein bisschen erwartungsvoll oder froh geschaut, weil ich eben zwei drei Beispiele jetzt schon aus früheren Interviews habe.

00:09:57: Wo Unternehmen tatsächlich auch nicht mehr die langfristigen Verträge laufen hat, sondern selbst am Spotmarkt traded sich über seinen Netzbetreiber oder letztlich teilweise auch über sein Energieversorger Zugang zu diesem... selbst zum Trading an der Börse, an der Strombörse verschafft und damit eben auch von diesen Volatilitäten sehr stark profitieren kann.

00:10:18: Erst recht – das wäre mein Punkt – wenn er die Möglichkeit hat in Front- oder Behind-the-Meter selber zu speichern.

00:10:25: Und da sind doch nochmal ganz neue unternehmerische Chancen entweder indem ich selbst speichere kann oder indem ich Lastverschiebungen hinbekomme und darüber Flexibilität am Markt platzieren

00:10:38: kann.".

00:10:38: Genau!

00:10:39: Da hast du zwei Punkte zusammengebracht, die total wichtig sind.

00:10:43: Aber die man sozusagen in zwei Stufen auch betrachten muss.

00:10:47: Der erste Punkt ist ich krieg überhaupt dieses dynamische Preissignal von der Börse in irgendeiner Weise durchgereicht.

00:10:53: da kann noch jemand dazwischen setzen.

00:10:55: oder ich bin dann als Großunternehmen selber an der Böse tätig.

00:10:59: das heißt Ich habe für jede Viertelstunde einen eigenen Preis.

00:11:02: je nachdem wenn ich verbrauche zahle ich etwas anderes.

00:11:05: jetzt ist aber der punkt Wenn ich dann nicht flexibilisiere und das war dein zweiter Punkt, dann ändert sich erstmal gar nichts.

00:11:12: Ob ich dynamische Tarife habe oder einfach jemanden findet der sagt Ich beliefe dich nächstes Jahr zu dem und dem Preis Warum?

00:11:19: Alte Welt ist so, ich nehme meinen Lastgang Das Verbrauchsprofil aus der Vergangenheit Und übergebe das meinem Lieferanten oder üblicherweise Meeren.

00:11:30: Ich mache eine Ausschreibung, die sehen alle diesen Lastgang und machen mir ein Angebot weil sie sagen okay das wird nächstes Jahr ungefähr genauso sein.

00:11:37: und der geht genau hin mit seiner Erwartung was in jeder Viertelstunde der Strom kaufsten wird.

00:11:41: und dann schlägt er noch ein bisschen drauf ein bisschen Risikomanagement etc.. Das heißt diese die Magie die dort drin steckt die passiert erst wenn ich Flexibilität habe und erschließe.

00:11:52: Und das ist nicht nur Speicher, wie du gesagt hast.

00:11:56: Sondern natürlich auch Flexibilität in den Prozessen Querschnitts-Technologien sofern ich welche habe.

00:12:01: Können wir da vielleicht mal ein bisschen einsteigen was das sein kann?

00:12:04: Also ich nenne mal die, die ich im Kopf hab mit denen wir schon gesprochen haben.

00:12:08: Das war einerseits zum Beispiel die Terme Bad Würeshofen.

00:12:11: Super smarter technischer Leiter der einfach Riesenverbrauch hat aber selbst auch produziert überdachte Carports ebenen Speicher.

00:12:19: Aber er kann so ein bisschen seine Saunen hoch und runter temperieren.

00:12:24: Da bietet er dann eben Flexibilitäten, so wie ich es verstanden habe in dem er einfach die Neunzig-Grad-Sauna mal auf Achtzig Grad runter kommen lässt und erst wieder, wenn's günstiger ist, sie dann wieder auf neunzig Grad hochheizt als Laie formuliert.

00:12:39: Das andere ist hier diese Jochen.

00:12:41: Schweizer Arena, die auch eine eigene Direkt... also einen PV Park mit per Direkteleitung angeschlossen hat, großer Speicher Aber der eben auch über den Mittagstunden kannst du da deutlich günstiger surfen, weil er einfach seine Energie deutlich günster bekommt.

00:12:58: Also insofern ist das jetzt keine Lastverschiebung.

00:13:00: aber zumindest reicht er diesen günstigen Preis, den er sich auch über seinen Energieversorger direkt an der Börse besorgt, einfach eins zu eins weiter und ist oder schafft es auch über die Ladesäulen an seinem Kundenparkplatz darüber Strom abzunehmen, wenn er besonders günstig ist.

00:13:19: Also das sind für mich so gar nicht so riesengroß gedacht.

00:13:22: aber doch sind kleine Flexibilitäten die direkt am Markt platzieren und da glaube ich da muss man kein Großunternehmen sein sondern es können auch die Mittelständler darüber nachzudenken was mache ich mit meinen Mitarbeiter Fahrzeugen?

00:13:36: Was biete ich da vielleicht als Insentif an um solche mittags preis flauten weiterzugeben?

00:13:42: genau Das waren super Beispiele weil sie eben zeigen, dass ich irgendwo eine Art Flexibilität brauche oder ein Speicher.

00:13:51: Auch in Bad Böreshofen war zwar kein Stromspeicher vielleicht haben die auch noch einen aber es ist als erstes sozusagen dieser thermische Speicher.

00:13:57: Ich nutze die Speicherkapazitäten der Sauna oder von wahrscheinlich auch im Wasser das ich sage okay hier man ein zwei Grad Hochheizen im Wasser Das ist energetisch relativ viel fällt keinem auf und dafür spare ich zu anderen Zeiten.

00:14:11: Also auch hier nutze ich einen sehr günstigen Speicher, ein E-Darspeicher und kann da natürlich sehr günster die Flexibilität erschließen.

00:14:19: genauso mit den Elektroautos.

00:14:21: Klar habe ich diese kleinen Speicher oder aber dadurch dass sich dann einfach gesteuertes Laden mache das ich zu den Zeitpunkten mache wenn es günstig ist Dann sind das Flexibilitäten Die nicht erst teuer investiert werden müssen die sowieso schon da sind die einfach mit ein bisschen Intelligenz erschlossen werden können.

00:14:37: Das ist auch sehr wichtig, weil im Sinne des Erwartungsmanagement muss man schon sagen die so großen Spreads, die wir dort gerade beschrieben haben.

00:14:46: Die in einem Stromgroßhandel auftreten sind in Relation dann beim Kunden häufig gar nicht so groß, weil man muss ja sagen da kommt ja noch viel dazu und Netznutzungsohn gelte

00:14:56: etc.,

00:14:57: das heißt dieser Sockelbetrag bleibt gleich und oben drüber schwankt dann sozusagen diese Börsenpreis.

00:15:04: aber wenn man einfach erschlossen werden kann das mitzunehmen, dann sollte man es tun.

00:15:08: Und es kommt ja auch immer darauf an welche Menge ich verbrauche.

00:15:10: aber völlig richtig wahrscheinlich sind sechzig Prozent die Fixkosten die sich nicht ändern oder weiß ich nicht ob du die Zahl parat hast aber ansonsten also gerade in Bad Würsthofen da sind übrigens schwerpunktmäßig auch großwärme Pumpen soweit mit denen die das dann eben aufheizen und weniger heizen Dann denke ich, dann ist das schon.

00:15:30: Wenn man immer davon spricht, Energie und Energiekosten sind ein Standortfaktor, dann habe ich doch einen relativ starken Einfluss, die nach oben oder unten zu beeinflussen?

00:15:39: Absolut!

00:15:40: Und wenn wir auf die Strompreise schauen, dann schauen wir uns ja immer mittlere Preise an – mittlere preise aktuell nächstes Jahr.

00:15:46: Da muss man sagen da wird sich schon eine Riesenchance wie du gesagt hast für Unternehmen auftun, wenn ich eine gewisse Grundfleksibilität habe dass ich so diese Preisspitzen die auftreten.

00:15:58: Wie wir sie jetzt aktuell auch schon wieder sehen, wo dann irgendwie siebenhundert Euro Promengerat-Stunde an den Börsen gezahlt werden?

00:16:04: Wenn ich die so gut wie es geht vermeiden kann, dann zahle ich im Mittel über das ganze Jahr deutlich weniger weil ein großer Teil des Tages da gibt's den Strom umsonst immer dann wenn die Sonne intensiv scheint und dass wird auch in Zukunft zu bleiben vor allen Dingen im Frühjahr und im Sommer.

00:16:19: Bisher war ja das klassische Vorgehen für Unternehmen, wenn Sie Energieversorgung gedacht haben Preis abschließen, danach verhandeln über eine Ausstreibung wie auch immer die Einkauf da läuft.

00:16:31: Dann eben diesen klassischen Liefervertrag abschliessen Preise auch absichern und dann letztlich verbrauchen.

00:16:37: Jetzt zukünftig, wenn ich eben meine eigenen Flexibilität oder Flexibilitäten arbeiten möchte sind ja auch das Energiemanagement- und Echtzeitdaten ein wichtiger Faktor.

00:16:47: Deswegen meine Frage wie wichtig ist es denn dann tatsächlich solche Echtzeidaten über smarten Mieter oder automatische Steuerungen vielleicht auch eigene Erzeugung und Speicher in mein System zu integrieren?

00:16:59: Also absolut wichtig!

00:17:00: ohne dem geht es gar nicht.

00:17:01: Also das heißt, ich muss diese Daten im ersten Schritt erfassen um hier überhaupt mir... klar zu machen, welche Flexibilität habe ich?

00:17:10: Weil wie gesagt nur digitalisieren.

00:17:12: Nur einen dynamischen Stromtarif bringt gar nichts solange nicht am Ende irgendeinerweise flexibilitätspotenziale Hebe.

00:17:18: Dafür brauche ich Daten und muss meine Anlagen kennen.

00:17:20: Ich muss wissen was passiert wenn ich dann entsprechend Steuer in die Flexibilitäten hebe.

00:17:25: Ich musste das Ganze abrechnen gegenüber auch dem Lieferanten.

00:17:30: Ich muß im Bilanzkreis betreiben als diese Dinge Und ich brauche möglichst guten Vorkast.

00:17:36: Ich brauch eine gewisse Intelligenz, es reicht nicht nur dass ich weiß wo stehe ich jetzt sondern ich muss auch wissen was kommt jetzt wahrscheinlich in den nächsten ein zwei drei vier Stunden?

00:17:46: kann ich überhaupt verschieben?

00:17:47: ist die Flexibilität da?

00:17:48: also wird die Sauna zu heiß oder zu kalt?

00:17:52: weiß auch immer da werde in der Sauna wahrscheinlich dann noch entsprechend einen KI-Vorkast.

00:17:57: wie viele Personen kommen denn die nächste Zeit?

00:17:58: Ist das jetzt im Bereich wo typischerweise Aufgüsse durchgeführt werden und Das ist jetzt sozusagen klein, aber das Ganze kann ich ja auf Produktionsprozesse übertragen und wenn ich all diese Informationen habe dann kann ich auch das Maximale aus diesem Potenzial rausholen.

00:18:11: Und wie schätzt du ein?

00:18:12: Wie weit sind da die Unternehmen der typischen Mittelständler?

00:18:15: Ich vermute mal die BRSF ist schon relativ weit ihre Prozesse zu elektrifizieren.

00:18:20: Aber wie weit ist denn so der typische Mittelständler?

00:18:23: Die Galvanikfabrik?

00:18:24: oder stellen wir uns einfach hier so einen Mittelständer aus Feld Moching vor Aber fangen die anderen darüber nachzudenken oder sind sie tatsächlich schon relativ weit so diese Flexibilitäten tatsächlich strategisch auch mit einzuplanen in ihren Einkaufsmanagement?

00:18:40: Ich würde sagen, es geht los.

00:18:41: Also das ist so dass die meisten dieses Potenzial noch nicht heben.

00:18:45: Das ist so, dass auch in den Unternehmen das Themen sind, die in unterschiedlichen Abteilungen bis jetzt liegen.

00:18:51: Das eine ist der Einkauf, das andere ist der Facility Manager, der sich um das Thema Energie kümmert sehr technisch rausschaut und der Andere mehr vertraut.

00:18:59: Und manchmal gibt es auch sogar Zielkonflikte zwischen den zwei Abteilungen.

00:19:02: und dann gibt's noch das Thema Eigenerzeuger, irgendwie eine Liebhaberanlage mit der PV-Anlage die jetzt aus der Vergütung fällt.

00:19:09: Da kommen all diese Themen.

00:19:11: dass man sich stärker damit beschäftigt.

00:19:14: Man muss aber sagen ist ja nicht das Kerngeschäft.

00:19:18: also das Kern geschäft bleibt gut zu produzieren und die Energiekosten möglichst gering zu halten und diese Flexibilität kann da einen Beitrag liefern und er wird in Zukunft Bedeutsammer.

00:19:29: Aber klassisch in solchen Unternehmen schaut man vor allen Dingen dann auf das Thema Energieeffizienz.

00:19:35: und du hast es gerade mit dem Beispiel ASF gesagt, ja wie komme ich weg von den fossilen Energieträgern?

00:19:40: Und das wäre erst mal elektrifizierend im nächsten Schritt zum Beispiel die Großwärmepumpe dort zu installieren wie ein Bad Möreshofen.

00:19:47: Das heißt so dass sind so die Dinge die da sind und das andere schaut man interessiert drauf.

00:19:52: aber häufig ist auch einfach der Vertrag dafür noch nicht da.

00:19:55: Aber ja, das waren jetzt die wie du gesagt typischen Mittelständler.

00:19:58: Die Großverbraucher sind natürlich da schon sehr viel weiter... ...die sind da voll drin im Börsenhandel das zu nutzen,... ...die haben aber häufig auch nicht diese große Flexibilität weil es Prozesse sind einfach... ...Achtausendsehntiehstunden im Jahr durchlaufen, hohe Investitionen... Da muss das ganze Laufen.

00:20:16: der Prozess soll nicht unterbrochen werden.

00:20:17: und da schaut man natürlich auf was geht von der Flexibilität... ...aber es ist zumindest relativ gesehen nicht so riesig.

00:20:24: Und von der anderen Seite her, also verstanden Mittelstand fängt an aber ist auch dran an den Thema wie würde es zu sagen ist die Infrastruktur unseres Energiesystems darauf ausgerichtet Smart-Meter Rollout zum Beispiel.

00:20:37: da hakt ja so ein bisschen also seit zwölf dreizehn Jahren.

00:20:40: jetzt ich höre immer wieder Jetzt sind wir bald soweit.

00:20:43: oder Wie schätzt du sowohl die Netz Situation als auch die Digitalisierung Situationen um solche Flexibilitäten zu vermarkten?

00:20:50: Genau, da müssen wir auch wieder nach den Verbrauchergruppen unterscheiden.

00:20:53: Das heißt bei dem privaten Haushalten, da kommt der Smartmeter hin, muss dann kommen... genau war ja diese Woche eine Meldung das ist jetzt doch scheinbar so ein bisschen anzieht aber genau sind wir gut bei guten fünf Prozent.

00:21:06: Aber dort ist es ja vor allen Dingen wichtig dass die Haushalte einen Smartmeter bekommen, die wirklich diese Flexibilitäten haben d.h.

00:21:13: Elektroautowärmepumpe oder auch Heimspeicher.

00:21:15: zukünftig In der Industrie muss man sagen gibt's diesen Smart-Meter quasi schon.

00:21:21: Das sind leistungsgemessene Kunden, dort wird fiddle stündig der Lastgang erfasst und da ist das Thema Lastmanagement.

00:21:28: so heißt das Ganze eigentlich Flexibilität im Unternehmen.

00:21:32: auch nichts Neues.

00:21:33: es ist nur aus der Vergangenheit mit einer anderen Logik passiert.

00:21:36: Dort ging's immer darum zu vermeiden eine Büsse anders hohe Lassspitze zu erzeugen weil dafür muss ich mein Leistungpreis zahlen als Industriekunde dass der Leistungspreis absolut relevant als Kostengröße und so ein MW mehr oder weniger bei einem großen Unternehmen.

00:21:51: Dann halt mal auch mal hundertfünfzigtausend Euro, die ich dann im Jahr mehr zahle.

00:21:54: Also da schaut man schon drauf und deswegen gab es auch in der Vergangenheit das, dass sich schauen was habe für flexible Verbraucher schalte ich irgendein Aufheizprozess etwas später zu damit nicht diese Lassspitze erzeugen?

00:22:05: Was neu ist, dass ich sage okay weg von dieser betrieblichen Sicht Netzbezugsleistung optimieren Jetzt vielleicht auch noch dann dieses Know-how nutzen, diese Fähigkeit um sozusagen günstig Strom einzukaufen.

00:22:19: Und jetzt ja auch die Möglichkeit eigene Speicher noch mitzudenken.

00:22:23: Sehr häufig haben solche Großverbraucher auch noch nicht genutzte Netzanschlusskapazitäten.

00:22:28: Wenn man so ein Gold Nugget bei sich im Asset Portfolio entdeckt, dann macht es doch Sinn sowas jetzt mit zu denken.

00:22:36: und wenn ich schon investiere in einen größeren Speicher Wie vermagte ich das ganze zukünftig?

00:22:44: Absolut, also die Speicherprojekte, die überall jetzt realisiert werden über die man in der Zeitung liest.

00:22:49: Das sind natürlich speicher Projekte im Markt!

00:22:52: die wirklich von diesen großen Preisunterschieden an der Börse, von denen wir vorhin gesprochen haben profitieren.

00:22:58: Dann noch viel stärker davon.

00:23:00: das ist dann nochmal ein kurzfristigen Markt gibt diesen Intro den Markt wo nochmal Preisschwankungen da sind weil irgendwie die Sonne doch nicht so scheint wie alle gedacht haben.

00:23:09: und dann gibt es noch diesem Balancing Market also Regelleistung wo ich auch nochmal anbieten kann um ganz kurzfristige Schwanken auszugleichen.

00:23:16: Also da spielt momentan die Musik.

00:23:19: Aber ein Unrestriebetrieb, gerade einen größeren, wie du sagst mit ungenutzter Netzkapazität kann hier mitspielen.

00:23:26: Und dann gibt es uns an einem weiteren Einsatzbereich.

00:23:29: neben den eben genannten Märkten kann ich natürlich lokal auch nochmal die Bezugsspitze runterfahren.

00:23:36: Ich kann auch vielleicht, wenn ich eine besonders hohe Eigenerzeugung installiert habe ... Die meisten Industriebetriebe haben ja inzwischen ihre Dächer voll mit PV-Anlagen oder vielleicht auch wir kennen auch einige, die haben ne kleine Freiflächenanlage auf dem Gelände oder sogar eine PPA wo dann sozusagen Kabel rübergelegt wurde.

00:23:52: also hier sozusagen dieses Gesamtspiel zu optimieren.

00:23:56: und was jetzt noch als treibende Größe hinzukommt, ist natürlich die Elektromobilität.

00:24:00: Alle bauen jetzt sozusagen die Ladesäuleninfrastruktur aus.

00:24:03: das kann natürlich auch eine Leistungsspitze generieren der hilft ne Batterie und was man nicht vergessen darf logistik.

00:24:09: viele diese Unternehmen haben ja hier eine entsprechende Logistik vor Ort.

00:24:14: LKWs die hier beladen oder entladen werden wollen, in Zukunft auch elektrifizieren.

00:24:20: und das stellt sich natürlich auch die Frage.

00:24:21: Inwiefern integriere ich das hier auf mein Gelände?

00:24:24: Wie bin ich das ein?

00:24:25: wie rechne ich es ab?

00:24:26: wie nutze ich hier die Flexibilitäten?

00:24:28: Ich habe gelernt dass großer Teil eurer Kollegen jetzt eben so in der Postdoc Phase sind und würdest du denen empfehlen so eine Art Energiemanager für Unternehmen zu werden?

00:24:40: oder siehst du das als ein zukünftiges Berufsprofil?

00:24:43: Menschen die mit dem Know-how, was Sie hier oder an der TUM eben mitgenommen haben dann zukünftig als Energiestrategie für mittelgroße große Unternehmen unterwegs sind.

00:24:54: Oder gibt es das sogar schon nicht mehr?

00:24:55: ist es nur noch nicht untergekommen?

00:24:56: Genau also das ist so würde ich empfehlen auf jeden Fall und wir haben auch ehemalige Exkollegen, die solche Funktionen jetzt bei BMW oder so ausfüllen.

00:25:05: Ich glaube, das was wir hier lernen wird auch von der Unternehmensseite immer wichtiger.

00:25:10: Das ist eben ein bisschen Energiemarkt verstehen die langfristperspektive.

00:25:14: Wir müssen hohe Investitionen tätigen das ganze Thema Transformation hinsichtlich technischer Aspekte Elektrifizieren Hybridisierung Flex Potenziale heben und das Ganze dann sozusagen marklich zu verorten Hier diese Potenziale zu nutzen.

00:25:32: Ganz ganz viel hängt damit regulatorisch zusammen.

00:25:34: Damit müssen wir uns leider auch sehr intensiv auseinandersetzen.

00:25:37: Ich sag nur Agnes-Prozess, Mispel alles was jetzt von der Bnetz A kommt das hat direkte Rückwirkungen auf die Geschäftsmodelle.

00:25:45: Die haben auch auf Unternehmensseite gedacht und umgesetzt werden.

00:25:48: Und wo es dann am Ende Daumen hoch oder daum runter heißt wenn eine Investition ansteht Das heißt vom Skillset würde ich sagen ist das absolut ein Gute Positionen die du gerade beschrieben hast.

00:26:00: Was mir sehen ist dass diese Position in der Vergangenheit Jetzt ein bisschen getrennt war, da gibt's den Energiemanager.

00:26:07: Die Guten denken das schon mit die machen auch viel Fortbildung und gehen da voll rein.

00:26:11: also kennen wir viele.

00:26:13: aber dann gibts irgendwie so ein bisschen mehr die Strategie Abteilung und dann gibt es noch die Einkaufsabteilungen oder sogar bei den ganz großen die Energiemarkt Abteilungen und ich glaube wichtig ist dass sie so gut zusammenarbeiten oder eine Person genau diese Schnittstelle besetzt.

00:26:28: Und jetzt nochmal wieder zum Strommarkt Design was siehst du denn an Sinnvollen Anreizen, die die Regulatorik und eben auch die Marktpreis-Signale wie sie mit dem aufnehmen.

00:26:40: Und was da beim Unternehmen ankommt?

00:26:43: oder wo siehst du die großen Hemmschwellen?

00:26:45: Warum das Ganze dann doch noch immer relativ träge anläuft, warum es nicht die ganz grossen Verschiebepotenziale aktuell noch sind, die aufs Lastmanagement reagieren.

00:26:55: Genau der erste wichtige Punkt und den hatten wir ja gerade auch schon erwähnt ist dass dieses Preissignal wirklich beim Kunden ankommt.

00:27:03: Also beim Endkunden brauche ich dann den Smart-Mieter dafür, beim Industriekunden entsprechenden Vertrag.

00:27:09: Das ist sozusagen das Preissignal überhaupt.

00:27:12: da ist – das ist das Wichtigste.

00:27:14: und dann gibt es natürlich Aspekte in der Regulatorik die das Ganze fördern oder teilweise auch verhindern, also ich hatte das gemeint wie wichtig dieser Leistungspreis ist.

00:27:25: Wenn es natürlich so ist dass systemisch maglich ist total sinnvoll ist jetzt viel zu verbrauchen und ich dann aber mehr übers Netz hier als sonst kann das sehr sehr teuer sein.

00:27:36: Dann kann's sein dass ich dann das natürlich nicht mache weil das muss sich noch berücksichtigen.

00:27:41: und da sind natürlich so Aspekte die jetzt diskutiert werden wie dynamische Netznutzung in Gelte um diesen Effekt zu verstärken oder auch gewollt mal abzumildern.

00:27:51: Ganz ganz wichtig und genau wie geht man mit den ganzen Abgaben, Umlagen etc.

00:27:55: um die dann sozusagen diesen Sockelbetrag bilden?

00:27:59: Also Beispiel jetzt Stromvokal G. wir kriegen ja jetzt diese Gaskraftwerke, die uns durch die Dunkelflotte bringen sollen.

00:28:05: da ist ja auch noch nicht geklärt wer Wann, und hier ist das bedeutsame wann tatsächlich sozusagen diese Kosten dann tragen soll durch eine Umlage.

00:28:14: Da kann man natürlich auch entsprechende verstärkene Effekte machen, dass man sagt okay, das packen wir genau in die Hochpreisphasen um hier sozusagen auch noch mal Flexibilität

00:28:23: anzureizen.".

00:28:24: Und wir sitzen jetzt ja hier in Bayern haben nicht so viel Windenergie, die unser System eingespeist wird während eben im Norden.

00:28:30: Ihr habt ja auch ein Büro in Berlin da gibt es ausreichend Windenergi.

00:28:37: Mega-Wattstunde, der Kilowattstund war so immer in Flensburg genauso viel wie in München.

00:28:42: Weil es ja gleich ein Börsegern wird.

00:28:44: Wie wäre da deine Empfehlung?

00:28:46: Wenn der Regulator dich fragt brauchen wir diese Zonen, diese Strompreiszonen oder funktioniert es auch weiter so wie wir's bisher haben?

00:28:54: Großes großes Thema, genau nicht nur in Bayern.

00:28:58: Auch in der gesamten Community von einer Strompreiszone mehrere Strompreisonen bis hin zum nodalen Pricing also sozusagen wirklich knurruten scharf einzelne Preise zu machen.

00:29:08: vielleicht ganz kurze Einordnung die Idee dahinter ist dass ich nicht nur Angebot und Nachfrage nehme für ganz Deutschland um einen Preis zu bilden sondern gleichzeitig noch sage sieht es im Netz aus.

00:29:23: Kann sozusagen der Strom, der irgendjemand einspeisen möchte aufgrund seines Angebots auch dann wirklich zu dem Verbraucher kommen?

00:29:31: und wenn nicht, können wir dieses Gebot auch nicht zulassen.

00:29:34: Dann soll das in seiner Region bleiben.

00:29:37: Das wird momentan nicht gemacht.

00:29:38: Man spricht da von diesem Kupferplattenansatz ein Preis für ganz Deutschland.

00:29:44: Politisch war es bislang so, dass man gesagt hat, das wollen wir so.

00:29:48: Ich sag mal, das ist auch in gewisser Weise okay.

00:29:50: Weil im Stromsystem ist ganz viel politisch entschieden.

00:29:54: also wir wollen ja auch dass die was ich die Oma die irgendwo außerhalb vom Dorf wohnt auf dem Hügel, dass sie auch nicht mehr zahlt als die die im Dorf zahlen obwohl dieses Kabel da hoch legen viel teuer war.

00:30:05: und es sind so Entscheidungen die mal getroffen wurden und die man vielleicht auch verstehen kann.

00:30:10: aber fürs System dass das ausgebaut wird, was wir brauchen und zwar dort wo wir es am besten gebrauchen können.

00:30:17: Und dass dort verbraucht wird und erzeugt wird, wo's fürs System am meisten Sinn macht sind solche Preissignale ja unabdingbar die beste Wahl.

00:30:26: Das heißt um sozusagen dieses System möglichst kosteneffizient zu gestalten und das ist ja das große Thema Kosteneffizienz der Energiewende macht absolut Sinn lokale Gegebenheiten das Netz mit in diese Preissignale reinzunehmen, damit dann auch wirklich dort und dann verbraucht wird wo es am meisten Sinn macht.

00:30:48: Und würde es passieren oder glaubst du da ist der Widerstand aus den südlichen Bundesländern zu stark?

00:30:54: Ja

00:30:55: also man muss ja schauen warum ist der widerstand so groß?

00:30:58: weil Berechnungen zeigen dass dann im Mittel übers Jahr in Süddeutschland etwas mehr gezahlt wird als Norddeutschen.

00:31:06: Es geht nur um etwas mehr.

00:31:07: Also du siehst jetzt nicht die großen Preisverwerfungen, die irgendwie überzeugt nach Hamburg überzusiedeln?

00:31:12: Genau also das glaube ich wird nicht passieren.

00:31:16: und auch die Wacke allen aus Süddeutschland... wird hier nicht abreißen und Norddeutschland aufbauen, die wird dann abreißend und sonstwo hingehen.

00:31:23: Also das ist sozusagen... Das wird in dem Fall nicht passieren.

00:31:27: und etwas mehr ist natürlich immer relativ als strumentensives Unternehmen, dem es gerade ähnlich gut geht weil er auch noch eine große Gasrechnung hat und so für den sind auch acht Euro pro Megatron viel.

00:31:36: Das muss man auch fairerweise sagen.

00:31:38: aber Es gibt auch Ansätze dass am Ende des Jahres die Verbraucher alle gleich viel zahlen pro Megawattstunde.

00:31:45: Wichtig ist ja nur, dass in dieser einzelnen Viertelstunde dieses Signal weitergegeben wird, die richtigen Anreize schafft und dann kann man das theoretisch auch wieder durch Ausgleichszahlungen regeln.

00:31:56: Das heißt es gibt Lösungen, die sozusagen diesen Hauptkritikpunkt aus Süddeutschland adressieren.

00:32:03: Und es gibt noch einen Punkt vielleicht weil wir jetzt immer so tun als ob nur die in Süd-Deutschlands dagegen sind.

00:32:07: Es gibt auch Norddeutschenland, die ein Riesenproblem damit haben.

00:32:10: Das sind nämlich die erneuerbaren Energienanlagen.

00:32:12: Die Windkraftanlagen, das heißt nämlich wenn ich hier je nachdem wann ich die gebaut habe etc.

00:32:17: aber es ist natürlich so dass Wenn's hier entsprechend teurer wird und in Norddeutschland günstiger wird is aus der Erzeugerperspektive Ist natürlich auch nicht mehr schön in Norddurchland weil Ich kriege dann weniger für mein Windstrom als wenn ich vorgetan hab Es ist eine Kupferplatte.

00:32:32: also es gibt auf beiden Seiten Gewinnern Verlierer.

00:32:34: das ist ein Punkt.

00:32:35: es gibt Möglichkeiten das Auszugleichen.

00:32:39: Es sind zwei Punkte die mich leicht optimistisch machen, dass wir eine Lösung finden werden.

00:32:45: Das Eine ist das Übertragungsnetzbetreiber für dieses System Sicherheit verantwortlich sind wirklich zunehmend aufstehen den Finger mannen in den Himmel recken und sagen Wenn wir so weitermachen, kriegen wir ein Systemstabilitätsproblem.

00:33:00: Dann geht es nicht mehr um Kosteneffizienz sondern wir kriegen den Laden nicht mehr gemanagt weil wir einfach nicht mehr wissen wo wann wie welche Batterien rein oder rausgehen und in einem kurzfristigen Bereich ist das nicht managebar und deswegen hier auch Lösungen fordern.

00:33:15: Das andere ist im politischen Bereich die Grünen haben ja schon gesagt dass sie sich das doch vorstellen können sag ich mal so schrittweise zu erkennen wird, dass man sagt okay lass uns nochmal darüber reden.

00:33:28: Bei mir kommt jetzt so an das wir eigentlich der erste Teil der Energiewende war vielleicht wirklich so eine ja eben Energiewände hin zu den Erneuerbaren.

00:33:37: Jetzt stehen wir eigentlich eher vor so einer Flexibilitätswende.

00:33:40: Ich versuche es zusammenzupassen.

00:33:42: also das heißt Wir müssten in unserem System entdecken wo haben wir Flexibilitäten und wie verschieben wir die Last dann durch diese Flexibilität Und wie bepreisen wir das Ganze?

00:33:51: Glaubst du, dass wir da auf dem guten Weg sind diese Flexibilitätspotenziale zu erschließen?

00:33:57: Also wie heißt einerseits der Strommarkt das System aber auch die Unternehmen, die jetzt schwerpunktmäßig unser Ziel Publikum sind.

00:34:06: Dass sie verstanden haben was dafür sie drin steckt.

00:34:08: Genau ich würde ja auf jeden Fall erst mal zustimmen wollen, dass der erste Teil der Energiewende die Erzeugungswände war.

00:34:14: also wir sind hier jetzt bei sechzig Prozent eher ein Teil im Strom und sind da wirklich auf einem sehr, sehr guten Weg.

00:34:20: Und genau haben ja schon viele Gebiete, wo quasi zu viel Erneuerbare in vielen Stunden sind.

00:34:26: Also das ganze Thema Redis-Batch Einspeise Management also abregeln jetzt die Diskussion im EEG zwischen Synchronisierung, EE Ausbau und Netze und auch Redis Batch Vorbehalt vielleicht ein Gebischen gewieden.

00:34:39: das zu erschweren zeigt dass wir beim Ausbau gut vorangekommen sind.

00:34:44: Genau, müssen wir irgendwie wieder synchronisieren.

00:34:47: und dann sind wir beim Thema Flexibilität.

00:34:49: Ich würde fast sagen... Und das geht aber hand in Hand.

00:34:54: vielleicht sind wir jetzt eher noch auf der Verbraucherwende?

00:34:58: Weil das was wir jetzt brauchen auch im Sinne der Energiewende der Transformation und was jetzt ansteht um was jetzt anfährt ist dass wir uns um die anderen beiden Sektoren Strom haben wir gerade gesagt sechzig Prozent kümmern und es ist Wärme mit deutlich weniger ee an teil.

00:35:15: also da sind wir irgendwie unter zwanzig prozent und im verkehrsbereich dümpeln wir über acht prozent.

00:35:22: Und das macht die wärme fünfzig prozent vom endenergieverbrauch aus, und ein viertel macht der verkehr aus.

00:35:27: Das müssen wir quasi elektrifizieren dass es zumindest stand heute.

00:35:31: Der günstigere weg, die grüne molekule stehen nicht zur verfügung, also elektrifiziert werden wir und das schöne ist das sind bereiche wo wir auch super gut flexibilisieren können.

00:35:41: du hast ja deine beispiele genannt Das war Wärme und Verkehr.

00:35:44: Wenn ich dort elektrisch fahre, und elektrische Heize habe ich riesige Flexibilitätspotenzialen und dann passt alles wieder zusammen.

00:35:51: Die

00:35:51: ich teilweise eben auch noch aus den Flüssen ziehen kann.

00:35:55: also da glaube ich durch dir zustimmen dass diese Wärmewende ein ganz wichtiger Faktor.

00:36:01: nochmal zusätzlich ist.

00:36:03: Du hast gerade einen spannenden Stichwort genannt, Redis Patch.

00:36:06: Da gibt es doch einen sehr guten Podcast.

00:36:08: Genau eine eingebauten Werbepause hatte ich so gar nicht dran gedacht aber genau unser Podcast wo wir alle zwei Wochen die energiewirtschaftlichen Nachrichten aufbereiten heißt redispatch.

00:36:19: warum redis patch?

00:36:21: weil redis batch ist ja nach dem markt geschehen.

00:36:24: das was wir hin besprochen haben wenn wir uns alle einig sind die sollen erzeugen Die sollen verbrauchen in jeder Viertelstunde.

00:36:31: Es gibt für jede Viertellstunde einen Preis, dann schaut der Netzbetreiber noch mal drauf und sagt so naja So ganz geht das nicht auf weil wir haben ja keine Kupferplatte.

00:36:39: also der schaut sich alles nochmal an Zutiert das ganze neu.

00:36:43: Und das heißt Kraftwerke werden angewiesen runter zu fahren beispielsweise andere kraftwerke Werden angewiesen hochzufahren.

00:36:49: und deswegen haben wir unseren podcast genannt Weil wir sozusagen auf das nachrichten geschehen nochmal darauf schauen nochmal ein bisschen sortieren und hoffentlich Dann einen überblick geben der dann auch.

00:37:00: Ich kann das nur unterstützen und unterschreiben.

00:37:02: Also ich habe mir auch einige Folgen von euch angehört, super spannende Ansatz.

00:37:05: zum Beispiel das Interview mit dem Bayern-Werk-CEO, mit dem ihr dann gemeinsam so eine Art Presseschau macht und die wichtigen energiewirtschaftlichen Fragen noch mal diskutiert aus einer Sichtweise abholt und dass mit superspannenden einerseits Experten aber eben auch CEO's.

00:37:23: sehr spannender Ansatz.

00:37:24: also wir verlinken es in den Show Notes hört da unbedingt mal rein.

00:37:27: Ich würde gerne auf der Zielgeraden jetzt mit dir noch mal diskutieren, eben wenn du ja so eine Art Think Tank hiermit leitest.

00:37:36: Die Politik fragt Herr von Rohen, wie können wir denn weiterkommen?

00:37:39: Wir sind ja schon relativ weit.

00:37:41: Aber wenn wir jetzt unser dieses Projekt der Energiewende vorantreiben möchten... Was sind dann so die zentralen Hemmschwellen, die wir da loswerden müssen und die Stellhebel an denen wir drehen müssen?

00:37:55: Du hast drei Wünsche frei.

00:37:57: was wären diese drei Wüntge wo du sagen würdest das muss jetzt in den nächsten fünf Jahren passieren.

00:38:01: Dann haben wir eine gute Chance hier unseren Standort wieder nach vorne zu bringen.

00:38:05: Ich würde anfangen mit der so eben angespornten Verbraucherwende.

00:38:09: Also, damit die Energiewende auch zu günstig wie möglich wird und jetzt auch vorankommt müssen wir diese Verbraucherwände hinkriegen im Bereich Wärme-und Verkehr.

00:38:21: Ich bin dabei der Elektromobilität recht optimistisch.

00:38:24: man sieht das zieht an kein besseres Förderprogramm für die Elektromobilität als den Preisschock, den wir aktuell sehen an den Tankstellen.

00:38:33: Weil da sehen wir ja dass so ein Preissschock komplett sofort durchgereicht wird und in den Strommerkten erstens abgedämpft wird werden deutlich höhere Strompreise nächstes Jahr sehen.

00:38:42: bei den Verbrauchern ist es aber noch nicht so sichtbar.

00:38:45: also Elektromobilität lohnt sich zu nehmen und zwar nicht nur in der Gesamtkostmelanz.

00:38:50: auch Ich glaube, dass man einfach ruhig schläft.

00:38:52: Also diese Shocks kommen nicht so!

00:38:54: Es ist stabiler im Endeffekt.

00:38:55: Ich kenne auch viele die mittlerweile überhaupt nicht mehr drauf schauen.

00:38:58: wie wird meine PV-Anlage für mein Einfamilienhaus noch gefördert und die Wallbox also die denken jetzt wirklich systemisch führt zu Hause.

00:39:07: das was sich die Politik eigentlich wünscht dass man gar nicht nur gefördert sondern einfach intrinsisch motiviert in die eigene Energiewende investiert

00:39:16: Genau... Dort nicht mehr unbedingt erzählen du rettest die welt.

00:39:22: also das war ja die erste geschichte und die war auch gut, aber jetzt gibt es noch viele menschen die wir mitnehmen müssen irgendwie die auch transformieren sollen.

00:39:31: Und die vielleicht aus egoistischen gründen dann transformieren.

00:39:34: das ist für mich okay.

00:39:36: Also die können antrieb haben wie sie wollen.

00:39:39: wenn's am ende dann die klimafreundliche variante dann auch.

00:39:42: die ist die ökonomische ist die bequemere die komfortabel ist wunderbar

00:39:46: Völlig okay, finde ich auch.

00:39:48: Vor allem sind mittlerweile ja auch einige Botschafte für die Elektromobilität und eben auch die Erneuerbaren da draußen unterwegs, die einfach rein ökonomisch getrieben erzählen wie viel sie... Sie haben sich es genau durchgerechnet.

00:39:59: Wieviel spare ich mir wenn ich jetzt mein PV-Anlage, meinen Heimspeicher und mein Elektrofahrzeug gegenrechne?

00:40:08: Und da haben wir noch überhaupt nicht das Bierdirektionale laden mit reingerechnet eben was gerade erst so anfängt.

00:40:14: also insofern Verstanden, das ist Punkt eins.

00:40:16: Was ist Punkt zwei?

00:40:17: Ganz kurz, weil beim Punkt eins noch so wichtig ist... Ich habe ja gesagt die Wärme macht die Hälfte des Endenergieverbrauchs aus sozusagen Elektrifizierung der Wärmen.

00:40:25: und auch dort sind wir inzwischen auf einem ganz guten Weg.

00:40:27: also die Wermepumpe setzt sich Trotzdem durch muss man sagen, auch trotz der großen Kampagnen vielleicht dagegen.

00:40:34: Also es ist eine gute Wahl und damit kriege ich auch eine gewisse Flexibilität rein.

00:40:38: Und ganz wichtig ist aber die Hälfte des Endenergievorwachs Wärme ist nicht bei uns zu Hause so wie wir das Erstwochern bedenken sondern in der Industrie.

00:40:46: Und dann wird's komplexer!

00:40:47: Das sind Prozesswärme hoch Temperaturprozesse da geht's nicht ganz so einfach.

00:40:53: Aber wenn wir das hinkriegen?

00:40:54: Dann haben wir ein riesiges Potenzial in der industrie im Punkt der Flexibilisierung, insbesondere wenn ich vielleicht eine Übergangsphase hybridisiere.

00:41:02: Das heißt auch das alte System noch behalte.

00:41:05: dann kann ich zum Beispiel in den Hochpreisfasen fahre ich doch mit Gas eine Zeit lang in den günstigen Phasen, fahrei ich mit Strom und noch eine gewisse Flexibilität habe.

00:41:13: also da kann es dann richtig günstig werden und auch noch systemfreundlich.

00:41:17: Also das heißt hier erstmal den Stromverbrauch hochkriegen Im Sinne der Transformation aber auch im Sinne der Kosteneffizienz.

00:41:25: Wir müssen die Netze so gut wie möglich ausnutzen, weil die Netzkosten an Investitionen über die nächsten Jahre anscheinend sind immens.

00:41:35: Also da sind wir irgendwo bei sechs, siebenhundert Milliarden, die insgesamt investiert werden müssen und natürlich zurückgezahlt werden müssen über die nächste Jahrzehnte.

00:41:44: Und je mehr KBHs ich über eine Leitung schicke, desto günstiger wird es dann für alle.

00:41:50: Das heißt A mehr Verbrauch aber.

00:41:53: – und dann sind wir beim zweiten Punkt Intelligente Netze, gutes Netzmanagement.

00:41:58: Netzanschlüsse so ausnutzen dass ich so viele Verbraucher wie möglich daranbringe da darf man auch mal out of the box denken neue Ansätze fahren Colocation etc.

00:42:08: Überbauung all diese Dinge.

00:42:09: das heißt hier dieses dieser Punkt netzso intelligent wie möglich nutzen und managen.

00:42:15: Und den dritten Punkt glaube den haben wir indirekt heute schon mehrmals angesprochen ja Digitalisierung Diese ganzen Dinge müssen so automatisiert wie möglich laufen, dass da jemand irgendwo manuell was macht.

00:42:26: Das ist für uns vielleicht etwas für irgendwelche Nerds aber damit es in der Breite ankommt muss das einfach funktionieren.

00:42:32: am Ende die meisten interessiert das nicht und das ist auch voll okay.

00:42:36: Da muss ich jetzt nicht jeder zum energie-experten ausbilden, dass das eine.

00:42:39: Aber diese Signale müssen durchgereicht werden diese Strompreisignal idealerweise den lokalen Strom preisbildern Und dann müssen Prozesse ausgelöst werden die robust unautomatisiert laufen.

00:42:49: Kurze

00:42:49: Rückfrage dazu.

00:42:50: Du hast jetzt eine Zahl in Traum gestellt, sechs bis siebenhundert Milliarden die jetzt in den nächsten zehn Jahren so habe ich es verstanden oder auf jeden Fall ein

00:42:57: bisschen mehr sagen wir mal nächsten zwanzig

00:42:59: Jahre investiert werden müssen.

00:43:01: da sprechen aber von Übertragungsnetzten und Verteilennetzten.

00:43:05: und ist auch diese gesamte Digitalisierung auch schon mit reingerechnet?

00:43:08: Oder sprechen wir als erst Mal nur vom Kupfer oder was da verbaut wird?

00:43:12: Das ist alles zusammen.

00:43:13: Alle Investitionen, die die Netzbetreiber machen müssen hier genau die große schwere Hardware, die Transformatoren, die Leitungen.

00:43:21: Dummerweise wird das Ganze gerade auch immer nur teurer.

00:43:24: und teurer weil die ganze Welt natürlich elektrifizieren will, weil das sozusagen an sich so ist dass wenn Wirtschaften Volkswirtschaften nach oben streben grundsätzlich mehr Strom verbraucht wird.

00:43:36: aber die ganzen neuen Prozesse Stichwort Rechenzentren, USA.

00:43:40: Also im Moment ist eine gigantische Nachfrage nach allem was Netzinfrastruktur ist.

00:43:45: Und wie schätzt du es ein?

00:43:47: Ist das in der Politik erkannt oder diese drei Bereiche?

00:43:51: passiert da gerade etwas?

00:43:52: sind wir da jetzt auf dem Weg?

00:43:53: also Erkannt ist es sicherlich, ich denke immer mit einem vielleicht unterschiedlichen Narrativ auch je nachdem aus welcher politischen Richtung drauf geschaut wird.

00:44:04: Da muss man noch unterscheiden auf Arbeitsebene in den Ministerien.

00:44:07: Da würde ich sagen da sind wirklich Top-Leute die sich mit den Themen auskennen wie die Themen verstanden haben auch voranbringen und natürlich ja auf der Gehöhre man politisch kommt gibt's dann auch nochmal Eine andere Agenda, du hast das Beispiel mit Süddeutschland hier dieser starke Widerstand auch gegen die Strompreiszonen genannt.

00:44:27: Aber also es ist auf der Agenda.

00:44:30: die Frage ist kriegen wir die notwendige Geschwindigkeit?

00:44:33: Also ich glaube dauert wo die treibende Kraft der Markt ist Wie zum Beispiel Elektromobilität, also die Nachfrage sich einstellt.

00:44:41: Da würde ich mir weniger Sorgen machen als da wo sie viel an Regulatorik hängt, an Vorgaben und Prozessen wie beispielsweise Digitalisierung.

00:44:50: Das ist jetzt kein Selbstläufer das ist Infrastruktur die im Hintergrund aufgebaut werden.

00:44:55: Infrastruktur ist eine tendenzielle staatliche Aufgabe, zumindest eine staatlich organisierte Aufgabe.

00:45:01: Und da geht es auch um Umverteilung.

00:45:03: und das Beispiel was wir vorhin mit der Oma auf dem Hügel hatten oder so, gibt's auch im digitalen Bereich.

00:45:09: Leute die da vielleicht gar nicht so nutzen stiften aber trotzdem hier den entsprechenden Smart-Meter bekommen wie wird das umgelegt etc?

00:45:14: Was machen wir, was leisten wir uns?

00:45:16: und da beobachten wir zumindest in den letzten zehn Jahren wenn man zurück schaut dass zu langsam waren.

00:45:22: Und da wir uns ja bei Megawatt & Friends an schwerpunktmäßigen Unternehmer und Unternehmerinnen wenden, die eben Energie neu denken was würdest du denen empfehlen für die nächsten fünf Jahre?

00:45:32: so drei vier strategische Stellhebel oder Assets in die man investieren sollte wenn man sich jetzt bereit machen sollte für diese flexible neue Energiewelt?

00:45:42: Eigentlich das was wir eben hatten runtergebrochen aus Unternehmen.

00:45:47: Hier würde ich als erstes mal mir einen sogenannten Trafoplanetransformationsplan erstellen.

00:45:53: Das heißt, wie werde ich in Zukunft klimaneutral produzieren und dann dieses Zielbild entwickeln?

00:46:01: Damit ich hier nicht durch diese schrittweise vorhergehen vielleicht irgendwelche Lock-in Effekte generiere dadurch dass ich irgendwelchen Investitionszyklen habe vielleicht nochmal Technologien investiere die eigentlich zum Zielbild nicht passen.

00:46:14: Und dort Ist ja natürlich die zentrale Frage, wie kriege ich die fossilen Moleküle ersetzt durch Strom oder grüne Molekule.

00:46:23: Es gibt sicherlich auch Prozesse oder in der Langfristigkeit wo es dann kann.

00:46:26: Könnte schon sein dass sich da vielleicht das mehr Sinn macht mit Wasserstoff zu machen oder von mir ist auch mit Biogas etc.

00:46:32: aber da wird sehr viel wahrscheinlich vom Lösungsraum elektrisch getrieben sein.

00:46:36: Und dann schaue ich mir das an und überlege mir, wie wirkt es mit den anderen Essets zusammen?

00:46:41: Das Thema Eigenerzeugen meine PV-Anlage und bildet mir sozusagen so ein Gesamtbild aus Erzeugung und Verbrauch und dann sozusagen die nächsten fünf Jahre schauen dass ich wirklich diese dynamischen Strompreise auch bekomme.

00:46:53: Ich würde das nutzen um mich zu versichern gegen die Hochpreisbereiche und dann entsprechend Flexibilität erschließen und nutzen unter dem mittleren preis am ende zu landen weil ich sozusagen viel verbrauche wenn es günstig ist und wenig Verbraucher wenn es teuer

00:47:08: ist.

00:47:09: das thema Speicher würdest du hast jetzt nicht explizit genannt aber ist sicherlich auch oder ist das etwas was du fast allen die eine netzanschlusskapazität haben empfehlen würdest

00:47:19: genau also den netz anschluss.

00:47:21: kapazität ist was wert.

00:47:24: Ich meine, das ist ja auch eine Diskussion.

00:47:25: Die könnte man verlieren wenn man sie nicht nutzt.

00:47:27: also weil es gerade so knapp ist schauen da natürlich jetzt die Netzbetreiber drauf.

00:47:33: wir haben bei den Industrie betrieben die wir jetzt bei der Transformation begleiten, wissen wir das viele jetzt zum Beispiel mein Angebot auf den Tisch haben auch von Speicherbetreibern.

00:47:42: Die gesagt haben hey hier ich stelle dir fünf Megawatt auf einen Hof ein megawatt schenke ich dir kannst du machen was du willst und die anderen vier megawart vermag dich und dafür darf ich dein Netzanschluss nutzen.

00:47:50: also sozusagen dieses Potenzial dieser Wert dieses Netz Anschlusses ist erkannt Das liegt dort Und Ich würde einfach jedem Unternehmen raten das mal durchzurechnen.

00:48:03: aktuell rechnet sich stark.

00:48:06: Aber natürlich bei so einer Investition, gerade auch Speicher das sind langfristige Entscheidungen und da muss man schon auch sagen würde ich auch schon mal schauen wie entwickelt sich der Strommarkt weiter.

00:48:17: also man neigt ja immer dazu ein bisschen aus der Vergangenheit linear in die Zukunft zu schreiben.

00:48:22: Einfaches Beispiel momentan explodieren die Preise wieder an den Börsen von unserem Vorkast.

00:48:27: was wir sehen wird es dann aber über die nächsten Jahre auch wieder deutlich günstiger werden weil die Erneuerbaren stärker ausgebaut werden, Gas global wahrscheinlich auch wieder deutlich günstiger wird.

00:48:38: Und da muss ich dann schon nochmal genauer schauen wie entwickelt sich der Strommarkt insgesamt über den nächsten Jahre.

00:48:44: aber das muss man nicht selber modellieren.

00:48:45: Da gibt es ja dann auch Personenunternehmen, die einen dabei unterstützen.

00:48:48: Um da zwei zu nennen ist eines Maestro Solutions und das andere ist...

00:48:53: Die FFP!

00:48:54: Genau

00:48:55: Sehr gut, da haben wir das auch noch platziert.

00:48:57: Ich sage herzlichen Dank!

00:48:58: Das war super spannend deine Perspektive einerseits als Wissenschaftler aber eben auch als Berater hier mal mit rein zu bringen.

00:49:06: Super interessant deinen Blick auf den Markt.

00:49:09: so hatten wir es bisher noch nicht in dieser Tiefe und gleichzeitig bleibt bei mir hängen dass du doch glaube ich auch recht positiv in die Energie Zukunft schaust.

00:49:18: also klar es müssen noch ein paar Weichen richtig gestellt werden.

00:49:23: Hast du eigentlich einen optimistischen Blick in die nächsten fünf bis zehn Jahre, was Energieversorgung und Energiesystem angeht?

00:49:29: Habe ich das richtig zusammengefasst?

00:49:30: Ja.

00:49:31: Also gerade die globale Perspektive.

00:49:33: also wir sehen ja die Energiesysteme in aufstrebenden Ländern, die jetzt erst aufgebaut werden Die bauen auf Erneuerbare, die setzen auf Speicher und das sind jetzt keine reichen Länder, die sich groß leisten können.

00:49:47: Das sind solche Länder wie Pakistan und so wo sozusagen der Energiemix in Zukunft ist.

00:49:51: Das zeigt dass hier wirklich eine günstige Erzeugungstechnologie da ist, die mehr als wettbewerbsfähig ist.

00:49:58: Auf der anderen Seite sehen wir im Verbrauchsbereich, wir hatten es eben genannt doch starken Aufschwung von diesen Technologien Elektro-Auto Wärmepumpe was mich optimistisch macht, über dem Markt getrieben sich durchsetzt und nicht ideologisch sozusagen.

00:50:14: Und sozusagen auch durch ein Regierungswechsel dann wieder verändert werden kann, natürlich gibt es da Nancen und ich meine wir sehen uns in den USA wo sehr stark jetzt wieder auf fossile Energie gesetzt wird.

00:50:24: aber wir sehen gleichzeitig ist wird weiter wie blöd PV ausgebaut und es werden Speicher installiert weil sie's einfach rechnet.

00:50:30: und deswegen bin Optimistisch, dass dieser Pfad den wir jetzt eingeschlagen haben wo wir auch sicherlich viel für bezahlt haben.

00:50:38: Für die Lernkurve das der fortgeschritten wird weil er sich einfach als der beste aus der ökonomischen Perspektive aktuell zeigt und wir nicht mehr so stark von der politischen Agenda abhängig sind

00:50:50: ist doch schön, dass wir so positiv enden.

00:50:52: Also vielen Dank nochmal für deinen Input und für deine Einblicke!

00:50:56: Ich erwähne noch mal den Redis Patch Podcast wo du einer der Co-Hos bist sehr zu empfehlen.

00:51:01: schaut in die Show Notes.

00:51:02: ansonsten natürlich auch ein paar Infos zur FFE Forschungsstelle für Energiewirtschaft München und Berlin, die wir auch verlinken.

00:51:11: Danke euch fürs Zuhören, danke Seraphine für die Teilnahme.

00:51:18: Da hat Spaß gemacht.

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