Dr. Jörg Reichert, Netze BW „Die Energiewende funktioniert nur, wenn wir Erzeugung, Speicher und Netze synchronisieren."

Shownotes

Der Ausbau von Photovoltaik, Windkraft und Batteriespeichern nimmt Fahrt auf und zunehmend entscheidet das Stromnetz darüber, wie schnell die Energiewende tatsächlich vorankommt. Dr. Jörg Reichert, Vorsitzender Geschäftsführer von Netze BW, spricht mit Moderator Jan Liepold darüber, warum das Verteilnetz zum zentralen Rückgrat der Transformation wird und welche gewaltige Investitionsaufgabe damit verbunden ist.

Mehr als 30 Milliarden Euro will Netze BW bis 2045 in sein Verteilnetz investieren. Allein bis 2030 soll das jährlich investierte Kapital im Stromnetz auf rund eine Milliarde Euro steigen. Denn große Teile der Hochspannungsinfrastruktur müssen erweitert oder neu gebaut werden. Gleichzeitig wächst der Druck durch neue Anschlussbegehren: Einer Spitzenlast von rund sieben Gigawatt stehen bei Netze BW inzwischen Batterieanfragen von deutlich mehr als zehn Gigawatt gegenüber.

Für Jörg Reichert reicht deshalb „mehr Kupfer“ allein nicht aus. Bestehende Netze müssen besser ausgelastet, konsequent digitalisiert und Flexibilitäten intelligenter genutzt werden. Flexible Netzanschlussverträge, neue Kriterien für die Priorisierung anschlusswilliger Projekte sowie eine bessere Steuerbarkeit von Erzeugung und Verbrauch können dabei helfen, vorhandene Kapazitäten effizienter zu nutzen und die Kosten der Energiewende zu begrenzen.

Außerdem sprechen die beiden darüber, warum das bisherige Windhundprinzip bei Netzanschlüssen an seine Grenzen kommt, welche Rolle Projektreife und Daseinsvorsorge künftig spielen könnten und weshalb ein attraktiver regulatorischer Rahmen entscheidend dafür ist, die Milliardeninvestitionen in die Netze zu finanzieren. Und es geht um die Frage, wie Digitalisierung, Smart Meter und KI dazu beitragen können, ein immer komplexeres Energiesystem sicher zu steuern.

Reicherts Zielbild: Die Energiewende muss Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit zusammenbringen und dazu beitragen, industrielle Wertschöpfung in Deutschland zu halten. Denn eine leistungsfähige Energieinfrastruktur ist nicht nur Voraussetzung für die Transformation, sondern ein entscheidender Standortfaktor.

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00:00:01: Megawatt & Friends – Energie Neudenken.

00:00:05: Willkommen bei megawatt and friends, dem Podcast von Maestro in dem wir Energie neu denken.

00:00:10: Hier sprechen wir mit Profis die die Energiewende gestalten.

00:00:13: Es geht um Strom, Wärme, Speicher und Netze Aber vor allem um die Frage Wie gelingt nachhaltige Energieversorgung für Unternehmen?

00:00:22: Schön dass sie dabei sind.

00:00:25: Hallo und herzlich willkommen liebe Freundinnen und Freunde der Energiewände bei megawattenfriends.

00:00:30: Und ich sag Herzlich willkommen auch Jörg Reichert von NetzeBW.

00:00:34: Hallo, lieber Jan.

00:00:35: Ich freue mich, dass wir heute die Chance für einen Austausch haben.

00:00:38: auch von mir herzlich willkommen hier in Stuttgart!

00:00:40: Ja ich freue mich auch Jörg.

00:00:42: Ich sage gleich vorweg Wir duzen uns und kennen uns schon seit Studienzeiten.

00:00:46: Ich habe deinen Werdegang aus den Augenwinkeln immer mitverfolgen können wie du zuerst über das Consulting dann schon seit Jahrzehntausend sechs in die Energiebranche eingestiegen bist und da speziell eben beim ENBW oder NBW-Konzern dein Weg gemacht hast.

00:01:01: Und umso mehr freu ich mich, damit wir heute persönlich sprechen.

00:01:04: dazu sagen wir sitzen hier eben in Stuttgart, in der NBW City und für mich Wirklich eine coole Erfahrung heute auszusteigen bei einer eigenen U-Bahn-Haltestation NBW City.

00:01:16: Da merkt man, dass das wirklich ein großer Konzern ist der wirklich massiv hier an der Energiewende mitarbeitet.

00:01:22: Absolut da gibt es auch ne kleine Historie zu.

00:01:24: Also historisch war die NB W stark in der Stadt Mitte in Stuttgart vertreten.

00:01:29: Man hat viele Einheiten konsolidiert und ist hier rausgezogen.

00:01:32: Damals gab's keine Verkehrsanbindung.

00:01:34: Und ich glaube es war einer der Impulse, dass die NBB herausgezogen ist, verlegt hat, entsprechend gibt es heute eine Haltestelle NBWCD.

00:01:42: Sehr gut und ein großer Teil dieser Büros ist wahrscheinlich auch von der Netze BW belegt.

00:01:49: zumindest habe ich außen rum sehr viele VW-Busse, Elektrofahrzeuge mit eurem Logo.

00:01:55: Mit der Netze BW gesehen.

00:01:58: Also das heißt ihr seid schon eine der großen Töchter oder du bist der CEO einer der Geschäftsführer?

00:02:03: Eine der großen Thöchter und operativen Gesellschaften der NBW.

00:02:07: vielleicht kannst Du mal so ein bisschen einordnen netze bw drittgrößter verteilen Netzbetreiber in Deutschland.

00:02:13: was sind so Eure Rahmendaten?

00:02:15: gerne und ich würde vielleicht eins drüber.

00:02:17: startet die nbwe ist der letzte große integrierte Energieversorgung in Deutschland, der von der Erzeugung erneuerbare über die Netze bis hin zum Vertrieb E-Mobilität vertreten ist.

00:02:29: Und wir als netze BW sind Teil der NBW und wir sind personell die größte Einheit im NB W-Konzern.

00:02:36: Wir sind für das Verteilnetz oder für große Teile des Verteilenetzes in Baden-Württemberg zuständig.

00:02:42: Der personellgrößte Einhalt bedeutet wie viele Tausend Mitarbeiter sorgen dafür, dass dieses Netz stabil ist?

00:02:50: Wir sind in Summe.

00:02:51: Wir haben es in starke Wachste die letzten Jahre, wir haben heute sechstausend Kolleginnen und Kollegen, die dafür sorgen, dass die Energiewende im Verteilnetz in Bad Württemberg heute und morgen gelingt.

00:03:00: Das ist für uns eine wichtige Aufgabe.

00:03:02: Ja, wie haben Sorge damit auch Verlebensqualität in der Region und das sehr dezentral mit eben vielen Kolleginnen und Tag ein, Tag aus.

00:03:11: Sehr gut und du als Geschäftsführer trägst dafür eben auch die Verantwortung.

00:03:16: Ich möchte mal zur Einordnung so'n bisschen Hintergrund zu dir erfahren.

00:03:19: Wir kennen uns schon länger deswegen hab ich's im Blick aber für unsere Zuhörerinnen und Zuhörer Du hast BWL studiert, hast dann promoviert an der LMU in München.

00:03:28: zum Thema Unternehmensbewertung war es erst dem Consulting und dann kam der bewusste Entschluss die Energiebranche als Spannend, die damals in dem Jahr zwei Tausend Sechs.

00:03:38: Die war halt so commodity würde ich sagen.

00:03:41: und wie kam es zu der Entscheidung da einzusteigen in diese ausm Konsulting in die Energie

00:03:46: Branche?

00:03:46: Ja das Thema Energie!

00:03:48: Hat mich auch schon zur Beratungszeit interessiert.

00:03:51: und klar, die Energiewende war noch nicht in vollem Gange.

00:03:53: Aber das EEG gab es schon marktwar liberalisiert.

00:03:56: Es war damals eine spannende Zeit, auch im Jahr zwei Tausendundsechs.

00:03:59: Und ja für mich ist damals der Einstieg bei den NBW.

00:04:01: Ich bin im M&E-Bereich eingestiegen und habe seither die Chance gehabt ganz verschiedene Einheiten im NBV Konzern kennenzulernen.

00:04:08: Bin jetzt seit einer halben Jahre Vorsitzender Geschäftsführer an der Netze BW.

00:04:12: War zuvor sechs Jahre in der Schweiz bei der Naturenergie war dafür mal Leiter fürs Controlling der NBW und konnte mir in den Jahren immer wieder neue Perspektive erschließen.

00:04:21: Und auch neue Dinge über die Energiewende, um die NBWA zu lernen.

00:04:24: Den Punkt finde ich sehr spannend dass du eben auch die Perspektiva aus der Schweiz mitbringst.

00:04:28: also du warst da als Geschäftsführer dieser Naturenergie unterwegs das vielleicht kannst du das nochmal ein bisschen einordnen.

00:04:35: was das für ein Unternehmen ist ja eben in Deutschland unter Schweiz unterwegs als Energieversorger?

00:04:40: Wo stehen denn die Schweizer bei der Schweizer Energiewende?

00:04:43: Die Schweizer sind natürlich, also die Naturenergie ist ein binationales Unternehmen.

00:04:47: Das hat Aktivitäten in Deutschland und in der Schweiz und damit in der EU und außerhalb der EU.

00:04:53: Und das Thema Energie ist für die Schweiz natürlich ein hohes Gut und es gibt immer wieder die Frage wie englent man sich auch in Energiefragen an die EU an und inwieweit möchte man auch einen eigenen Weg gehen.

00:05:03: Und die Schweiz ist – und das war auch ein Teil der Naturenergi-Themen in dem Privileg, dass ein relativ hohen Anteil an Wasserkraft-Stromproduktion hat.

00:05:12: Und das ist man deutlich und es ist fast die Hälfte der Energie in der Schweiz wird aus Wasserkraft produziert.

00:05:17: Insofern ist die Energiewende in der Schweizer auch ein großes und wichtiges Thema aber die Ausgangsbasis ist nicht andere wie in Deutschland.

00:05:25: Und ihr hattet ja auch eine Menge eigene Wasserkraftwerke d.h.

00:05:29: auch da habt Ihr schon CO²freien Strom intensiv produziert?

00:05:34: Wir haben eigene Wasserkraftwerke gehabt, am Rhein und im Wallis.

00:05:37: Und damit ein Beitrag ist mal zum Klimaschutz geleistet mit der Wasserkraft.

00:05:41: Wir haben Stromnetze gehabt, wir haben aber auch Infotovoltaik investiert insbesondere in der Schweiz.

00:05:47: Und da gibt es natürlich Parallelitäten zwischen den Energiemarkten.

00:05:50: die sind auch gekoppelt, aber es gibt auch.

00:05:52: also wenn man so die Märkte gegeneinanderlegt Es ist alles etwas weniger reguliert auf der Schweizer Seite wie das im deutschen Energiesystem der Fall ist.

00:06:01: von daher Porsche ist gleich, aber es gibt doch regionale Besonderheiten die dann in der Schweiz gelten.

00:06:08: und ansonsten vielleicht noch eine kleine Randnotiz.

00:06:11: Wir sprechen ja immer über einen fragmentierten Markt in Deutschland, achthundert Stadtwerke oder Netzbetreiber das gibt.

00:06:16: In der Schweiz gibt's eine ähnliche Größeordnung auf ein deutlich kleineres Land.

00:06:19: also insofern ist den Markt dort in Summe auch sehr fragmentiert

00:06:22: oder sogar eigentlich noch fragmentierter wenn man okay interessant.

00:06:26: Jetzt sprechen wir heute schwerpunktmäßig mal über das Thema Verteilnetz und seine Rolle in der Energiewende.

00:06:33: Ich fand es deswegen besonders spannend und cool, dass wir heute sprechen können weil ihr würde ich schon sagen eine ganz neue Bedeutung bekommen habt innerhalb der Energievende.

00:06:42: Das Verteilennetz war eigentlich immer so da.

00:06:45: vielleicht kannst du auch noch ein bisschen erläutern was euer tägliches daily business ist.

00:06:52: aber jetzt plötzlich wo eben immer stärker große und kleine PV-Anlagen ins Spiel kommen, jetzt vor allem auch Batterie-Energiespeichersysteme die angeschlossen werden wollen.

00:07:02: Hat das, würde ich sagen, das Verteilnetz aber natürlich auch das Übertragungsnetz noch mal eine ganz andere Sichtbarkeit und Bedeutung bekommen plus eben seit der entscheidende Faktor für die Versorgungssicherheit.

00:07:13: es gab so ein paar Vorfälle wo man gemerkt hat dass dieses System durchaus anfällig ist.

00:07:18: also insofern Positiv, ihr seid wichtiger geworden.

00:07:22: Schwierig!

00:07:22: Das Verteilnetz muss Schritt halten mit dem Ausbau der Erneuerbaren.

00:07:27: Da habt ihr einiges vor der Brust gerade?

00:07:28: Ja

00:07:29: ich glaube die Visibilität des Verteillnetzes ist deutlich gestiegen.

00:07:33: und jetzt muss man sagen Energiewende ist immer ein Gesamtkonstrukt.

00:07:36: da muss erneuerbare Erzeugung funktionieren, da müssen Speicher funktionieren dann muss die Durchleitung also das Netz funktionieren und da müssen die Verbraucher, Rechenzentren, Industrie aber auch E-Mobilitätes muss alles zusammenpassen.

00:07:48: Und wir merken, es gibt aktuell eher Engpässe auf der Netzseite und das ist eben eines der Themen wo wir uns auch stark für einsetzen.

00:07:56: Wir müssen die Dinge synchronisiert bekommen.

00:07:58: Es nutzt nichts wenn man besonders schnell unterwegs sind beim Ausbau der erneuerbare Energien und der Netzausbau dann hinterher hinkt.

00:08:05: Also erfolgreich sind wir in Summe nur dann wenn man die Dinge miteinander verzahnt und synchronisiert bekommt.

00:08:10: Und da merkt man schon, dass da insbesondere in Richtung Verteilennetz noch ein klein wenig Nachholbedarf ist.

00:08:15: Das

00:08:15: heißt klar ihr müsst jetzt die Netze so ertüchtigen das eben diese großen Anlagen sowohl in der Erzeugung als auch in der Speicherung, dass das eben dieser Flexibilität, die dadurch notwendig ist aber die auch entsteht durch die Batterie-Energiespeicher-Systeme, dass es funktioniert.

00:08:31: und das ist nicht nur Kupfer was da jetzt verbaut werden muss sondern das sind komplexe Systeme für die jeder verantwortlich sei.

00:08:38: Vielleicht kannst du das noch mal ein bisschen erläutern, bitte?

00:08:40: Können wir nochmal anfangen mit der Netz-CBW?

00:08:42: stückweit also wir sind sechstausend Kolleginnen und Kollegen.

00:08:44: Wir sind der Verteilnetzbetreiber in Baden-Württemberg Unsere Kolleginnen und Kollege sind an hundert Standorte im Land verteilt Und wir betreiben rund hunderttausend Kilometer Stromleitungen.

00:08:55: Wir haben etwas kleineres Gasnetz, ein deutlich kleineres gasnetz und wir haben auch einen Wassernetz insbesondere hier in Stuttgart.

00:09:01: Das vielleicht zum Rahmen und ist man im Rahmen der Energiewende.

00:09:06: Wir setzen wir uns, aber alle Verteilnetzbetreiber auch mit auseinander.

00:09:09: Was müssen wir denn im Netz bis zur Beendigung der Energiewende also bis zu zweiundzig-fünfevierzig, bis man klimaneutral sein wollen?

00:09:15: Was müssen die dort alles tun?

00:09:16: und da gibt es sogenannte Netzentwicklungspläne, die dann den Fahrplan beschreiben sollen.

00:09:22: Da starten die Übertragungsnetzbetreber, die Verteillnetz Betriebe schließe sich auf den Planungen der übertragungsnetzbetriebe an und dann gibt's eben vorausschauende Planungen.

00:09:32: Das haben wir für uns auch gemacht und wir gehen aus heutiger Sicht davon aus, dass wir um die Energiewende im Verteilnetz bei der Netze-BW umsetzen zu können über dreißig Milliarden Euro bis zwanzigfünfevierzig investieren müssen.

00:09:43: Kannst du die Zahl bitte noch mal sagen damit wir sie ordentlich sacken lassen?

00:09:46: Da sind in Summe für die Energievende dreizig Milliarden Euro mehr als dreißige Milliarde Euro bis Zwanzig FünfeVierzig Und am kurze Ende gehen wir vonaus zwischen zwanzivierezwanzigundzwanzigtreißig.

00:09:57: das wo unser investiertes Kapital verdoppeln Und das zeigt, es ist eine Riesenänderung.

00:10:02: Eine Riesenanforderung ist nicht nur auf der Invest-Seite – können wir gleich nochmal beleuchten aber es auch auf der Investmentseite einer Mammutaufgabe und einer Generationenaufgab, den wir uns auch im Verteilnetz stellen müssen.

00:10:12: Ja

00:10:13: also wir betrachten ja vor allem eben auch diese unternehmerische Perspektive der Energiewende Meistens was können Unternehmen, wie können Unternehmen sich jetzt aufstellen?

00:10:23: Dass Energieversorgung ein positiver Standortfaktor ist.

00:10:26: Dass man vielleicht auch selbst investiert in Produktionen und dass man Speicherung und Flexibilitäten unternehmerisch sieht.

00:10:36: aber diese Aufgabe dreizig Milliarden zu investieren die habt ihr vermutlich ja auch nicht als Gewinnforträge in der Bilanz stehen sondern die müsst Ihr jetzt auch extern akquirieren, dieses Kapital oder wie stelle ich mir diese Investitionsaufgabe vor?

00:10:53: Also da hast du immer dort im regulierte Geschäft also wir kriegen ist mal eine Regulierungsvorgabe von der Bundesnetzagentur und die beschreibt, wie man unsere erlöse Situation in den nächsten Jahren darstellt.

00:11:05: Das ist das Eine und das andere ist dann in dem Rahmen können wir Kapital durch Innenfinanzierung beschaffen oder eben externen.

00:11:11: Das machen über die NBW und dann über den Kapitalmarkt Ja, wie du richtigerweise sagst.

00:11:16: Da braucht es viele Milliarden, die dann auch fürs Netz über Fremdkapital bereitgestellt werden.

00:11:21: und da ist wieder wichtig der Rahmen muss auch dort passen dass die Investoren sagen, da passt, wenn die Risikoprofil des passt und ich bin bereit diese großen Summen auch zur Verfügung zu stellen.

00:11:32: Und das ist durchaus ein Thema vielleicht als kleiner Abzweig.

00:11:36: Es wird der Rahmen der finanzielle Rahmen für das Netzgeschäft aktuell neu festgelegt.

00:11:41: Da gibt es den sogenannten Nestprozess, der läuft über die Bundesnetzagentur und da geht's genau darum, den künftigen Rahmen festzulegen.

00:11:48: wie viel Verzinsung ist im Netz möglich?

00:11:50: Wie ist die sonstige Erlös-Situation?

00:11:51: oder wird der Effizienzvergleich ausgestaltet

00:11:54: etc.,

00:11:54: etc.

00:11:55: ist ein ganz, ganz wesentliches Element Und wir sind ja die Notwendigkeit dass wir eben guten Rahmen haben, dass die großen Investitionsnotwendigkeiten im Verteilennetz, dass sie auch umgesetzt werden können.

00:12:05: Das ist die Bundesnetzagentur, die diesen Nestprozess vorantreibt.

00:12:10: Wie stellt sich es aktuell dar und wo siehst du da noch so Stellhebel, die jetzt in die richtige Richtung gedreht werden müssen?

00:12:15: Aus eurer Sicht zumindest mal aus der Perspektive der Verteilnetzbetreiber.

00:12:19: Wo stehen wir?

00:12:20: Wir haben seit dem Ende letzten Jahres sind die sogenannten Festlegungsentwürfe des Nestprozesses bekannt, ja die Bundesnetzagentur veröffentlicht.

00:12:28: aber innerhalb dieser Festlegung sind auch einzelne Parameter offen Und einer davon ist die Kapitalverzinsung der WAC.

00:12:35: Also Kapitalkosten, die erlaubt werden fürs Netz.

00:12:39: Da haben wir bisher eine relativ niedrige Ausprägung in Deutschland.

00:12:43: Wir liegen deutlich unterhalb des europäischen Durchschnittes.

00:12:46: Der liegt bei etwa sechsundhalb Prozent auf das eigene Kapital bei uns also etwas über vier und damit sind wir im europäische Vergleich zu unattraktiv aus unserer Sicht.

00:12:55: Die Frage ist wie sieht es künftig aus?

00:12:57: Das ist noch offen.

00:12:58: da warten wir noch auf Veröffentlichungen von Seiten der Bundesnetzagentur.

00:13:01: Also wenn ich es richtig verstehe, geht's dann darum, dass internationale Investoren überlegen wo allogiere ich mein verfügbares Kapital?

00:13:09: und da ist das natürlich attraktiver in Märkten wo ich sechs, sechseinhalb Prozent bekomme auf meinen eigenen Kapital Star zu allogieren.

00:13:16: Und da wollt ihr international oder eben auch nur erst mal Europa Perspektive eine konkurrenzfähige Situation.

00:13:23: Genau, wir brauchen eine konkurrenzfähige Situation.

00:13:25: Die Kapitalmärkte – also ich habe gesagt die NBW beschafft das Kapital für uns, die Beschaff des Internationalen und die Kapitalgeber schauen sich natürlich genau die jeweiligen Märkte an und schauen wie sie der regulatorische Rahmen aus und wie attraktiv ist es im Vergleich zu anderen Ländern und Regionen?

00:13:42: Und da sind wir natürlich auch in einem regionalen Netzgeschäft im internationalen Spannungsfeld unterwegs.

00:13:50: Ein Teil dieser Investitionen, von denen du vorhin gesprochen hast, dieser Dreißig Milliarden wollte aber auch über Beteiligung von Kommunen einwerben.

00:13:58: Und ich glaube die Kommune kann man gar nicht hoch genug einschätzen in ihrer Bedeutung für die Energiewende.

00:14:04: also sowohl die Wärmewende als auch die Energievende wird auf kommunaler Ebene mit entschieden Und euer Ansatz ist diese, wieviel sind's?

00:14:13: Wahrscheinlich eine hohe dreistellige Zahl an Kommunen mit denen ihr da zusammenarbeitet.

00:14:17: Die auch die Möglichkeit zu geben dass sie sich finanziell an diesen Investitionen beteiligen können.

00:14:23: Ja würde ich auch gerne nochmal etwas größer einordnen.

00:14:26: wir haben als Netzebw fast achthundert Strom- und Gaskonzessionen.

00:14:32: Sechsundrfünfzig davon allein im Strom.

00:14:34: Und die sind quer über Baden-Württemberg verteilt.

00:14:36: Es sind ganz viele größere und kleinere Kommunen landauf, landab.

00:14:41: Insofern ist man sich dort schon historisch eng verzahnt und viele der Projekte die wir umsetzen egal ob das ein Leitungsbau, einen Umspannwerken, Ortsnetz ist die Finde halt vor Ort statt und wir brauchen dann eine gute und enge Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit den Kommunen.

00:14:54: Das ist eine Grundvoraussetzung unserer Arbeit Und wir haben vor über fünf Jahren uns entschieden auch auf der Kapitalseite eine Öffnung zu machen.

00:15:04: also und wir haben seit mittlerweile sechs Jahre rund zweihundertfünfzig Kommunen beteiligt an der Netze-BW.

00:15:10: Das ist immer ein fünfjahres Horizont, für den sie sich beteiligen und damit ist mal sowohl Kapital ins Unternehmen also in die Netze BW einbringen und auch erweiterte Mitspracherechte haben.

00:15:21: Wir haben dadurch beispielsweise auch kommunale Vertreter im Aufsichtsrat der Netz-Bw Sitz.

00:15:26: Und wir haben über die letzte Beteiligungsrunde, das ist im letzten Jahr vollzogen worden sind es eben zweihundertfünftig Kommunen und die haben über drehundert Millionen Euro in die Netze-BW eingebracht und haltet damit mittlerweile einen Teil von rund zehn Prozent an unserem Unternehmen.

00:15:40: Es geht ja schon fast ein bisschen in eine genossenschaftliche Richtung, verstehe ich das?

00:15:43: Ist es so ein Ansatz oder ist das eine ganz andere Philosophie, die dahinter steckt?

00:15:48: Also wir wollen einfach dem Thema Rechnung tragen dass die Energiewende bei uns sehr dezentral und lokal stattfindet.

00:15:54: Wir sind auf eine gute und partnerschaftliche Zusammenarbeit auf unterschiedlichen Ebenen angewiesen.

00:15:59: Und es ist für uns ein weiterer Baustein, um enger mit den Kommunen zusammen zu rücken und dort gemeinsame Energiewende zu arbeiten.

00:16:05: Okay sehr gut also.

00:16:06: das heißt aber du würdest jetzt mal den

00:16:08: aktuellen

00:16:10: Ausbaustand oder Zustand des Verteillennetzes oder ich frage dich wie würdest Du den einschätzen?

00:16:16: positiv gesagt, als stabil.

00:16:19: Es funktioniert in der aktuellen Aufstellung nach vorne betrachtet wenn jetzt diese Ausbauziele erreicht werden wollen dann muss da einiges passieren.

00:16:27: wo siehst du da so die vielleicht nie unbedingt Zollbruchstellen?

00:16:30: ich meine das wichtigste ist hier Versorgungssicherheit.

00:16:32: da passiert jetzt da geht niemand leichtsinnig vor.

00:16:35: aber was sind so Punkte, die einfach funktionieren müssen damit man bis für bis zu zweizig-fünfundvierzig wirklich Wettbewerbstake und Versorgungssicher aufgestellt ist.

00:16:46: Ja wir sind schon in einer angespannten Situation auch was das Verteilnetz anbelangt.

00:16:52: Wir merken einfach dass wir mehr Anfragen haben wie wir kurzfristig angeschlossene bekommen an unser Netz.

00:16:58: Das hat auch damit zu tun Dass manche Dinge schneller hochlaufen wie man ist mal das im Rahmen Das ist mal der Netzentwicklungsplanung vorher gesehen hat, insbesondere im Bereich Batterien.

00:17:09: Da können wir später vielleicht noch einmal zusprechen.

00:17:11: Für uns gibt es daher eigentlich drei Themenblöcke mit denen man uns auseinandersetzen müsste sehr kurzfristig wie kriegt man das bestehende Netz besser ausgenutzt?

00:17:20: und das zweite wie krieg mir das Netz ertüchtigt also ausgebaut an welchen Stellen?

00:17:24: Und dann der dritte Block, wie kriegen wir unser Netz besser digitalisiert?

00:17:28: Dass wir diese Komplexität und Vielfalt auch dauerhaft erfolgreich ausgesteuert bekommen.

00:17:32: Das sind so drei Handelsplöcke oder drei Handlungsfelder mit denen wir uns sehr intensiv auseinandersetzen.

00:17:38: Und am kurzen Ende vielleicht können wir insbesondere auf dieses Thema, wie schaffen wir es die bestehenden Netzkapazitäten noch besser auszunutze?

00:17:44: Dann mal ein bisschen Blick drauf zu werfen!

00:17:47: Was ist die Herausforderung, die ich aktuell habe?

00:17:49: Wir sind in den letzten zwei-drei Jahren beispielsweise gibt es ein unheimliches Interesse, Batterien an unser Netz anzuschließen und zwar viel mehr wie wir voraus geschaut haben.

00:17:59: Und das würde ich einmal kurz einordnen.

00:18:02: Wir haben eine Spitze Last im Netz von rund sieben Gigawatt und wir haben Batterieanfragen von deutlichst über zehn Gigawatts vorliegen.

00:18:11: Die noch einen Top kommen.

00:18:12: dann?

00:18:13: Die müssen ans Netz angeschlossen werden und dafür gibt's nicht Kapazität für alle.

00:18:18: und da ist eine Frage der wir uns eben aktuell auseinandersetzen Wie schaffen Sie denn diese vielen Anfrage, die da sind in eine vernünftige Reihenfolge zu bringen?

00:18:27: Da arbeiten wir historisch nach dem Windhund-Prinzip.

00:18:29: Wer zuerst kommt mal zuerst, da versuchen wir eine andere Systematik reinzukommen wo wir anhand von Kriterien in eine Priorisierung reinkommen.

00:18:37: Das ist ein Thema das uns aktuell sehr dringlich unter den Nägeln bringt.

00:18:42: Also das Thema auch eines einer der Gründe warum ich heute hier sitze, das beschäftigen uns bei Meistro natürlich auch sehr stark einige Projekte in der Pipeline mit bestehenden Partnern, also wo beispielsweise auch Unternehmen die noch Netzanschlusskapazitäten haben.

00:18:56: Dass man da gemeinsam so ein Bestprojekt aufsetzt, also Batterie-Energiespeicher-System-Projekt oder aber dass man eigene Colocation Batteriespeicher in den PV-Parks integriert.

00:19:10: Das sind alles Themen.

00:19:12: Da habe ich das Gefühl Scharen alle eben mit den Füßen Und ja, könnte man sagen, der Flaschen.

00:19:18: halt sind da gerade so ein bisschen die Netzbetreiber.

00:19:20: Wie fühlt man sich oder wie würdest du sagen?

00:19:23: Wie kann man diesen Knoten lösen?

00:19:24: Was sind da die Themen, die jetzt passieren müssen?

00:19:27: Das sind schon die... also insbesondere die zwei Blöcke bestehendes Netz besser ausnutzen und der Netzausbau.

00:19:34: Da haben wir einfach die Perspektive, dass wenn sie fünfevierzig, dann werden am kurze Ende nicht alles bedient bekommen sondern das wird sukzessive Erfolge und es sind beide Elemente.

00:19:43: Ausbau ist die langfristige Priorität und am kurzen Ende müssen wir schauen, dass wir eben möglichst viel ins Netz integriert bekommen.

00:19:48: Und das ist für uns auch nochmal ein Unterschied ob es sich um eine reine Einspeise-Thematik handelt also beispielsweise in PV-Bark mit einer Batterie der nur einspeist oder ob's auf der Lastseite bedarfig gibt wo dann was weiß ich ne Batterie gegen Industrieunternehmen konkurrierter dekarbonisieren möchte.

00:20:06: Wie würdest du das dann einschätzen?

00:20:07: Nach welchen Kriterien?

00:20:09: Was wäre für dich denn Das bessere Prinzip als das Wind- und Prinzipwohner entscheidet man, wen man jetzt schneller annimmt.

00:20:15: Ich würde gerne mal eins vertreuten... Wo haben wir denn die größten Ingepässe bei uns aktuell?

00:20:20: Aber auch ich spreche mit vielen anderen Ingepsen, die sind mein verteilen Netzbetreiber.

00:20:24: Die größte Ingepresse, die wir aktuell sehen, sind auf Ebene der Hochspannung.

00:20:28: Das ist das was unterhalb der Übertragungsnetzbetreber stattfindet.

00:20:32: Und wir allein haben einen Hochspandungsnetze von über viertausend Kilometern und drei Hundert Umspannwerke.

00:20:39: Und wir gehen davon aus, dass wir zwei Drittel des Netzes neu bauen oder in der Leistung erweitern müssen.

00:20:46: Wir gehen davon raus, dass man so gut wie alle Umspannenwerke in der Leitung erweitert oder neu bauen muss.

00:20:52: Das schon allein zeigt das wird nicht alles formal gehen sondern da braucht es eben einen kontinuierlichen Umsetzungsplan für die nächsten Jahre.

00:20:59: In den sind wir auch schon gestartet.

00:21:02: Da sind wir wieder beim Geld bei Investitionen.

00:21:04: Die Investition haben wir schon massiv hochgefahren.

00:21:07: In den letzten fünf, acht Jahren hat sich das Investitionsvolumen bei uns von zwei auf sechshundert Millionen verdreifacht im Stromnetz und wir gehen davon aus dass wir bis zwanzig dreißig rund eine Milliarde ins Stromnetze investieren werden pro Jahr.

00:21:21: Also von daher tut es sich da viel in Sachen Netzausbau aber es bleibt dabei.

00:21:24: Es wird nicht alles formal passieren können.

00:21:27: Da braucht's Prioritäten.

00:21:28: Das hat ganz unterschiedliche Gründe.

00:21:30: die können auch gleich noch mal streifen.

00:21:33: Das ist so dieses Thema Netzauspau.

00:21:35: Darf ich da nochmal nachfragen?

00:21:36: Es hängt ja offensichtlich dann nicht nur am Geld.

00:21:38: Das wäre vielleicht noch zu beschaffen, sondern es hängt auch einfach an der Kapazität vermutlich ganz einfach Manpower Leute mit Know-how auf diesem Gebiet und wie kann ich die einsetzen um diese massiven Umbauten Neubauten jetzt noch ableisten oder umsetzen zu können.

00:21:54: Ja das sind viele Themen die rein spielen und wenn man gerade bei dem Hochspannungsthema bleibt also wenn man beispielsweise davon ausgeht wir müssen eine Hochspanungsleitung der Satz Neubau und die Kapazität erweitern.

00:22:06: Nicht eine neue Leitung bauen, sondern bestehende Trasse zweites Leiterseil drauf legen vielleicht nicht etwas größer Mastinstellen da brauchen wir heute acht bis zehn Jahre teilweise länger um so ein Projekt umzusetzen und das ist natürlich zu langsam und es hat unterschiedliche Gründe.

00:22:21: also da spielt das Thema Genehmigung eine Rolle, da spielt es Thema Fachpersonal eine Rolle die helfen die Projekte umzusetzten, da spielt das Thema Lieferentenseide eine Rolle.

00:22:30: sind genügend Materialien da?

00:22:32: Wenn man in Richtung Umspannwerke reinschaut, sind die Zeithorizonten klein wenig kürzer.

00:22:37: Je nach Region spielt das Thema Grundstücke eine wichtige Rolle.

00:22:40: Die Assets, die wir bauen müssen irgendwo stehen.

00:22:42: dafür braucht es Grundstücken, die zur Verfügung gestellt werden.

00:22:45: von daher ist ein ganzes Potpourri an Themen die wir bedienen müssen um schneller zu werden was das Thema Ausbau unserer Netze anbelangt und Das ist einer der Elemente.

00:22:55: Wir sind schneller geworden beim erneuerbaren Ausbau, wir sind aber noch nicht wesentlich schneller geworden bei dem Ausbau der Verteilnetze und das immer wieder bei dem Eingangs gesagt hat es muss man synchronisiert bekommen.

00:23:04: dass nutzt nichts wenn da eine Sprinte kann unter anderem im langsameren Lauf unterwegs ist.

00:23:09: Es funktioniert nur gut wenn die Geschwindigkeite da aufeinander angepasst werden.

00:23:13: Und ich versteh's ja auch richtig ihr wollt jetzt auch nicht traben?

00:23:16: Ihr wollt eigentlich schon auch einen Gallop übergehen oder also entspringt.

00:23:21: Aber klar, ihr seid ja auch nicht im luftlären Raum unterwegs.

00:23:25: Ihr hängt ab von der Regulierung und von Genehmigungen und letztlich dann natürlich auch von den Kapazitäten.

00:23:30: aber ich verstehe es auch richtig

00:23:33: das

00:23:33: fährt jetzt aber auch schon massiv hoch?

00:23:36: Das fährt hoch.

00:23:37: wir haben jetzt wenn man nach Baden-Württemberg rein springt zum Beispiel ist das Thema auch von der neue Landesregierung als Top Priorität an gekommen.

00:23:44: in der letzten Legislatur gab es eine Taskforce erneuerbare, da ging's um die Beschleunigung der Erneuerbaren Projekte.

00:23:50: In der Legislaturperiode solls ne Taskforce für den Netzausbau geben und das zeigt auch dass ist jetzt im Land als Priorität angekommen.

00:23:59: man muss aber aussagen des land kann nicht alles klären.

00:24:01: da gibt es auch wieder Dinge die kommen aus der bundesebene teilweise aus der EU und da braucht es eben eine Synchronisierung der Bausteine über alle Ebenen hinweg.

00:24:09: und dass immer unterwegs.

00:24:11: wir würde gerne noch schneller uns bewegt, auch wenn man schon viel gemacht habe.

00:24:14: Brauchten da aber auch eine gute, diesmal Synchronisierung mit den entsprechend genehmigenden Stellen auf allen

00:24:20: Ebenen?

00:24:21: Vielleicht kannst du auch nochmal was dazu sagen wie ihr mit den Kommunen zusammenarbeitet.

00:24:25: ich hab mir eben eure Prostoseite immer angeschaut.

00:24:26: das sieht man dass ihr wirklich in der Fläche nicht in jeder Kommune bei BW.

00:24:32: es gibt natürlich auch viele Netzbetreiber auf Stadtwerkebene und so.

00:24:38: Aber man sieht schon, dass ihr ein wichtiger Partner für die Kommunen seid.

00:24:42: Damit die angefangen von der Wärmewende, wenn sie elektrifiziert werden soll dann ist es wichtig das eure Netze da auch stehen.

00:24:50: Dass ihr da wirklich eng zusammenarbeiten müsst.

00:24:53: wie wie stell ich mir das vor?

00:24:54: Mit wem mit wem seid ihr dazu gange?

00:24:56: Klar mit den Rathäusern im weiteren Sinne mit den Bürgermeistern und dem Bauämtern weil viele der Projekte wie du sagst die finden halt irgendwo vor Ort in einer Kommune statt.

00:25:04: Da müssen Wärmenetz gebaut Es wird ein Windpark angeschlossen oder ein Photovoltaikpark.

00:25:11: Da müssen Ortsnetzstationen gebaut werden, Ladestationen integriert werden und da sind wir auf eine enge Zusammenarbeit angewiesen.

00:25:18: Geht um Grundstücksuche, geht um Genehmigungsfrage, geht auch um Baustelleabwicklung.

00:25:26: Größenordnung haben ja dreißigtausend Baustellen, die wir pro Jahr abwickeln in Baden-Württemberg.

00:25:30: Also es ist echt das Massegeschäft, sind nicht bloß viele große Projekte sondern auch eine wirklich große Anzahl an kleineren Projekten und die finden halt häufig auf kommunaler Ebene

00:25:38: statt.

00:25:39: Arbeitet ihr auch oder seid ihr auch Ansprechpartner für Unternehmen?

00:25:42: Also gerade eben was ja Baden-Württmerk auszeichnet, deswegen dem Ländle bisher so gut ging.

00:25:49: War ja dass ihr viel Industrie viele Mittelständler Maschinenbauer in der Fläche habt.

00:25:55: da hat jedes Dorf so ungefähr seinen hidden Champion und die verstehen ja immer stärker eben auch dieses Unternehmerische diese Chance die sich dann jetzt bietet wenn ich meine Mitarbeiter Parkplätze über Dache, da Batterie daneben stelle.

00:26:10: Also da gibt es viele Optionen dass ich tatsächlich diese Energieversorgung jetzt unternehmerisch angehe.

00:26:16: Seid ihr dann auch der Ansprechpartner dafür wie so was möglich wird?

00:26:20: Also AnsprechPartner in jedem Fall bei vielen Dingen münden nachher wieder ins Netz und da frühzeitig im Dialog zu sein das ist auf jeden fall hilfreich und das immer wieder unter anderem bei einem Thema das man vorher noch mal ein bisschen geparkt hatte Wie priorisieren wir eigentlich Vorhaben, die an uns heran getragen werden?

00:26:37: Unhistorisch ist das klassische Windhund.

00:26:39: Ich habe es gesagt, wer zuerst kommt mal zuerst und zwar egal wie hoch die Projektreife ist, ob das der Daseinsvorsorge dient oder andere Dinge.

00:26:48: Da müssen wir rein prioritieren mit reinachtzeitlichen Kriterien.

00:26:52: Und wir sind jetzt dabei!

00:26:55: rund um die Sommerpause auch kommunikationsfähig zu haben, zu überlegen wie schaffen wir das Reife von einem Projekt in die Entscheidung mit reinzubringen.

00:27:02: Hat jemand einen Grundstück?

00:27:03: Hat jemand eine Genehmigung?

00:27:05: Da ist die Umsetzungswahrscheinlichkeit dann höher.

00:27:07: Das müssen wir wahrscheinlich anders gewichten.

00:27:09: Wie gehen wir mit Daseinsvorsorge um wenn beispielsweise ganz plakativ ein Krankenhaus und Batteriespeicher um den Anschluss konkurriert?

00:27:19: ist dann richtig zu sagen der, der zuerst da ist kriegt zuerst?

00:27:21: oder muss man auch dann noch mal eine Komponente mit reinbringen wie wir mit Daseinsvorsorge-Themen umgehen.

00:27:27: Das ist eine weitere Perspektive die hoch kommt.

00:27:29: Oder eine dritte Ortsgebundheit gibt es Themen die sind geografisch flexibel anschließbar oder sind die fest an den Ort gebunden?

00:27:38: und das sind so Themen mit denen ich uns dort beschäftige?

00:27:40: was dort wichtig ist wird das muss wieder diskriminierungsfrei sein.

00:27:43: des neue Verfahren ähnlich wie der Windhunde dürfen braucht es klare Kriterien.

00:27:47: Innerhalb der Kriterie müssen wir diskriminierungsfrei sein und das ist für uns ein ganz, ganz wichtiges Element wie mehr Bissleordnung in die vielen, vielen Anfragen reinbekommen wollen, die wir aktuell auf dem Tisch liegen

00:27:58: haben.

00:27:58: Aber

00:27:58: d.h.,

00:27:59: das entscheidet ihr?

00:28:00: Das ist jetzt nichts wo Ihr mit dem Regulierer klären müsst.

00:28:03: Wie nehmt Ihr jetzt weiter nach vorne in der Reihe

00:28:06: oder... Ich meine, das ist ein Thema, das beschäftigt ganz viele Netzbetreiber.

00:28:10: Aktuell manche haben schon Verfahren kommuniziert, wie sie damit umgehen wollen.

00:28:15: Wir sind dran und das ist natürlich... Wer ist in diesem Spielfeld unterwegs?

00:28:19: Das sind die Netzbetreiber, ja da sind die Bundesnetzagentur, die sich theoretisch des Themas annehmen könnte und es der Gesetzgeber.

00:28:26: Und bei uns ist mittlerweile der Handlungsbedarf so groß dass wir sagen aus unserer Seite würde man da gern in Vorleistung gehen oder gerne ein Modell kommunizieren und umsetzen, weil wir aktuell nicht sehen dass der Rahmen gesetzlich so konkret wird das wir darauf warten könnten.

00:28:41: Das ist eine schwierige Aufgabe und da gehen wir jetzt eben.

00:28:45: Versuchen wir uns, ist mal der Aufgabe sehr proaktiv zu stellen.

00:28:49: Das klingt doch gut!

00:28:50: Also das heißt Unternehmer die in Baden-Württemberg ihr Unternehmen sitz haben oder Produktionstätten haben vielleicht dann so ab Herbst eine Option wenn sie eben einen hohe Reifegrad ihres Projekts haben Genehmigungsfähige Anschlüsse und so.

00:29:06: Dann können die mit euch sprechen?

00:29:09: Spreche können immer mit uns.

00:29:10: also ganz wichtig und da bleibt bei Ismail auch die Priorisierung die hilft, wieder Ordnung zu bekommen.

00:29:17: Die hilft uns bestmöglich das Netz zu nutzen.

00:29:21: Flexible Netzeinschlussverträge ist auch noch ein Element.

00:29:23: also wenn ich nicht immer die volle Leistung brauche sondern da in der Lage bin was weiß ich tagsüber etwas weniger zu nehmen dafür nachts etwas mehr.

00:29:30: das hilft dann auch des netzbesser auszunutzen dass immer auch dran das in die Umsetzung zu bringen haben.

00:29:35: wir Piloten am laufe und dann bleibt bei müssen auch diesen Ausbaustrand.

00:29:40: den müssen wir halt bedient bekommen.

00:29:41: am Ende müssen wir auch netzausbau.

00:29:44: Das ist ja auch der Punkt dieses Schlagwort.

00:29:46: Flexibilität ist das neue Kupfer, ich glaube da hängt für euch auch viel Potenzial drin dass man über diesen Ausbau der Flexibilitet also sprich Batteriespeicher oder kleine Bestprojekte oder die großen Projekte, da kann man sich ja möglicherweise auch viel an Netzausbausparen wenn man diese Flexibilität intelligent nutzt.

00:30:07: Und da würde mich Deine Sicht drauf natürlich interessieren.

00:30:11: Ist das für Dich der Hebel, eine der zentralen Hebel?

00:30:14: Wie wir da schneller und proaktiver vorwärts kommen?

00:30:17: In jedem Fall ist es ein ganz wesentlicher Hebel – uns war sowohl auf der Einspeise-Seite als auch auf der Bezugsseite.

00:30:23: Da müssen wir Flexibilitäten besser nutzen um das richtigerweise gesagt die Gesamtkosten nach unten zu bringen.

00:30:30: also das ist für uns Auch als in Bewehen wichtiges Anliegen, dass wir die Energiewende nicht möglichst teuer machen sondern auch gucken das die Insume möglichst bezahlbar bleibt.

00:30:38: Weil das merkt man schon sehr stark in vielen Diskussionen.

00:30:41: Steigende Energiepreise sind auch ein Wirtschaftsfaktor am Schluss des Tages und jetzt nach Lösungen zu schauen wie die Energiewende günstiger funktionieren kann.

00:30:49: Das ist sehr in unserem Interesse.

00:30:51: Und da spielt es Thema Flexibilisierung auf beiden Seite also auf der Bezugs- und Einspeiseside eine wichtige Rolle

00:30:57: Entspricht ja auch so ein bisschen im Selbstverständnis von The Land, vom Baden-Württemberg.

00:31:03: Dass man da als Tüftler und Mächler, glaube ich heißt für euch einfach Projekte aufsetzt wo man sagt das ist ein bisschen weitergedacht und dass es jetzt nicht nur viel hilft viel viel Kupfer verbauen hilft viel sondern dass man da eben möglichst wahrscheinlich auch über den Faktor Digitalisierung eine neue Qualität reinbringt?

00:31:21: Ja

00:31:21: aber es ist noch ein langes Thema, ein bundesweites Thema.

00:31:24: also wo sich die Frage stellt Bezahlbarkeit ist einfach stärker in den Fokus gerückt.

00:31:29: Heißt denn, dass Klimaschutz und Versorgungssicherheit das Wichtigste sind?

00:31:32: Das ist beides wichtig und bei dem Sommer brauchen wir nicht drüber sprechen.

00:31:35: aber bezahlbarkeit is' einfach ein wichtiges Element.

00:31:38: wenn es zu teuer wird dann sinkt die Akzeptanz und dann ist auch keinem geholfen und das ist einfach in der Bedeutung deutlich gestiegen in den letzten fünf Jahre würde ich sagen.

00:31:46: Apropos NBW du hast gerade gesagt aus Gesamtkonzernsicht habt ihr ja ihr seid eben eine oder der letzte voll integrierte Konzern.

00:31:57: Ihr habt ja auch selbst eine Menge eigene Erzeugungsanlagen, erneuerbare Anlagen aber eben auch große Batterie-Energiespeicher-Parks und Systeme die ihr jetzt an den Start bringt ans Netz, an euer Netz anschließt.

00:32:09: wie entwickelt sich eure Rolle im Konzert dadurch dass man da jetzt letztlich das Rückgrat dieser Energiewende oder dieser Initiativen ist?

00:32:19: Ich würde unterschiedliche Ebenen unterscheiden wollen.

00:32:21: Also was hilft, dass die NBW integriert ist diese Interessensdivergenzen, die da sind zwischen Batterie auf einer netzmöglicherweise erneuerbaren Gaskraftwerke.

00:32:32: Das sind alles Themen, die wir im Unternehmen haben und wo wir nachher in Richtung Regulierung auf Vorschläge erarbeiten können, wie so ein Gesamtsystem ausgestaltet werden kann.

00:32:41: Und da bringen wir uns als Netzbetreiber auch mit ein.

00:32:44: Da liegt sicher ein großer Mehrwert in der integrierter Aufstellung.

00:32:47: Die zweite Schiene – jetzt sind wir ein Netzbetrieber und das sind wir zur Neutralität verpflichtet.

00:32:52: Wir können jetzt nicht sagen Mensch, Batterieprojekt der NBW gefällt uns besonders gut.

00:32:57: Sieh mal vor, dafür parken wir ein anderes nach hinten.

00:32:59: Das funktioniert netter sind wir.

00:33:01: Da ist man wie jeder andere Netzbetreiber und da liegt man der Neutralitätspflicht und könne dann nicht ins Haus intern die Projekte bevorzugeln.

00:33:08: Aber ihr habt dadurch halt nochmal eine andere Sicht auch auf diese Energiewende eben auch die unternehmerischen Chancen der Energiewände so wie ich es verstehe.

00:33:18: Auch da gibt's ja große Investitionsoffensiven wie man diese nachhaltige Erzeugung auch unternehmerisch sinnvoll voran bringt.

00:33:27: Das ist so.

00:33:28: und also für die NBW, ich habe da vorher die Zahl der Netzebewege genannt von zwanzig vierundzwanzig bis dreißig Verdoppelung des investierten Kapitals von vier auf acht Milliarden bei einer netze Bewege.

00:33:40: Die NBWA allein planen bis zwanzich dreißzig fünfzig Milliarden zu investieren.

00:33:45: das sind Riesensummen, das sind historische Höchstwerte und die Gelder gehen in alle Teile der Wertschöpfung Solle von Reservekraftwerken, Wind-Offshoreparks, Übertragungsnetz, Verteilennetz, Immobilität.

00:33:58: Also da ist die ganze Bandbreite drin und es zeigt was für eine große Aufgabe das ist.

00:34:02: Da ist wirklich viel zu bewegen nicht nur im Netz sondern in allen Teilen der Wertschöpfungskette und da hat die NBW auch fürs Landbadewürdeberg natürlich ne sehr wichtige Rolle.

00:34:11: Ich würde

00:34:12: jetzt im letzten Drittel unserer Folge noch das Thema Digitalisierung sehr stark interessieren.

00:34:18: Also ich habe mit den verschiedenen Gesprächspartnern, mit denen wir bisher Interviews geführt haben immer sehr stark rausgehört.

00:34:25: Wenn es funktionieren soll dann müssen wir es digital ertüchtigen, unsere Netze aber natürlich auch die Messstellen bei den Kunden.

00:34:34: Jetzt beim Meisterl sind es eben industrielle Kunden große Wohnungsbaugesellschaften.

00:34:40: Das ist erstmal deren Aufgabe, diesen Smart-Meter-Rollout dann auch zu ermöglichen.

00:34:45: Aber ihr seid natürlich auch ein wichtiger Player der bei diesem Rollout mitspielt.

00:34:51: Wie ist deine Sicht auf das Thema Digitalisierung im Netz aber auch Digitalisierung der Netzanschlussstellen?

00:34:58: Wenn wir auf Digitalisierung schauen denn unterscheiden wird drei Ebenen einmal die Digitalisierung des Netzes dann die Digitalisierung der Kundeprozesse und die Digitalisierung unserer eigenen Prozesse.

00:35:10: Und wir forcieren dort Aktivitäten auf allen drei Ebenen, am Schluss braucht es alles drei.

00:35:18: Wenn man ins Netz reinschaut – hast du eben das Thema Smart-Meter Rollout angesprochen?

00:35:23: Das ist noch ein Thema in dem wir auch aktiv sind.

00:35:25: Da geht's darum, die Steuerfähigkeit bis in den Haushalt herzustellen.

00:35:29: Da haben wir jetzt auch die zwanzig Prozentquote, die notwendig sind.

00:35:32: Die haben wir realisiert bekommen, Ausbau muss weitergehen.

00:35:35: Es geht aber auch darum, das Netz besser in der Auslastung messen zu können.

00:35:40: Da geht es um Sensorik und Aktorik die im Netz verbaut wird – auch auf unteren Spannungs-Ebenen Mittel- und Niederspannungen.

00:35:46: Das gehört für uns zur Digitalisierung der Netze.

00:35:49: Kannst

00:35:49: du den Begriff Aktoriq noch einmal erläutern bitte?

00:35:53: Wenn Du heute in die Stromnetze reinschaust gerade auf der Niederschwankung in den Ortsnetzen, da haben wir überhaupt keine Indikation wie Großdien.

00:36:01: Auslastung ist und da verbauen wir eben Sensoren im Netz, wo man messen kann wie groß der Stromfluss ist und ob die einzelnen Betriebsmittel schon ausgelastet sind.

00:36:11: Da haben wir schon vor Jahren angefangen das Nachzurüste in Ortsnet-Stationen beispielsweise und damit kriegst du einen besseren Real Time Blick also Echtzeitblick wie hoch die Auslastungen ist und an welchen Betriebsmitteln du absehbar dann Zusatzinvestitionsbedarf hast.

00:36:27: Von daher, das ist für uns auch Teil der Intelligenz im Netz.

00:36:29: Nicht nur das Smart-Meter sondern es geht auch viel weiter ins Netz rein und am Schluss muss das dann in ein Gesamtsteuerungssystem integriert werden.

00:36:37: Das sind dann letztlich auch diese Gateways, die verbaut werden müssen.

00:36:40: Also das eine ist ja zu wissen wie viel wird da gerade verbraucht?

00:36:43: Aber das andere ist dann auch tatsächlich so anzuschließen dass man Nachfrage und Verbrauch eben auch synchronisieren kann.

00:36:49: Das ist der Schritt in den Haushalt rein.

00:36:51: Das funktioniert auf der Hochspannung heute schon sehr gut.

00:36:53: aber in Richtung Haushalt haben wir dort Nachholbedarf und da soll eben das Smart-Mieter helfen.

00:36:58: Der soll denn auch ansteuerbar sein.

00:37:00: Da sind wir auch aktuell dabei aktuell ein Niederspannungsleitsystem auszubrägen, wo diese Vielzahl in Verbrauchern und Einspeisern auch in den unteren Netzebenen angesteuert werden kann.

00:37:12: Okay also das heißt da würdest du konstatieren?

00:37:15: Da seid ihr schon gut unterwegs aber es sind zumindest mal erste Schritte erfolgt.

00:37:19: Aber im europäischen Vergleich ist Deutschland jetzt nicht nur noch in eurem Netzgebiet sondern grundsätzlich.

00:37:24: natürlich hinkt man da ein bisschen hinterheres.

00:37:28: Ja also sind wir da fertig mitnichten als wir sind auf dem Weg als Unternehmen und als Branche.

00:37:34: Und man muss auch ein bisschen beim Blick über den Tellerrand immer gucken, dass man nicht Äpfel mit Birne vergleicht.

00:37:39: Also es steht manchmal smart Mieter drauf aber das was damit gemacht wird ist nicht immer dieselbe.

00:37:44: und was unseren Weg unterscheidet ist diese Steuerbarkeit die ist mal angestrebt wird und das ist noch längst nicht überall der Standard also das Thema Messdaten ausläset.

00:37:55: Das ist ja schon Intelligenz aber das ist einfach wie... eine Steuerbarkeit bis in den Haushalt herstelle, das ist ein etwas umfangreicher und komplexeres Unterfangen.

00:38:05: Ich vermute du willst dich tatsächlich auf einen Datum festlegen lassen aber kann man da so eine ganz grobe Perspektive darauf geben?

00:38:12: wann glaubst du es?

00:38:13: wird es soweit sein dass man von weitgehend steuerbaren Prozessen im Bereich sprechen kann?

00:38:18: Das ist ja wie immer, das wird nicht alles auf einmal erfolge.

00:38:21: Der Smart-Meter Rollout erfolgt in festen Pfaden über die Jahre hinweg und die Steuerbarkeit wird nachgezogen und wir müssen erst im kleineren Maßstab dann probieren dass es funktioniert.

00:38:31: und dann gibt's ein Flächerole out am Schluss Weit über zwei Millionen Zähler im Netz.

00:38:36: Das ist ein echtes Massegeschäft und wenn du nachher an Steuers abrechnen, das sind auch bei der Abrechnung, dann musst du Rechnungen stellen.

00:38:42: Wenn du was abriegelst, muss Dinge vergüten, da muss die ganze Kette funktionieren.

00:38:47: und bevor es in die Fläche rausgeht, sollt man sicherstellen dass es auch funktioniert weil ansonsten ist der Ärger hinterher größer wie wieder Nutzen.

00:38:54: Also sprechen wir wahrscheinlich schon eher von zehn Jahresperspektive bis sowas?

00:38:58: Es ist auf jeden Fall... Es gibt ja keinen ganz fertigen Bebauungsplan.

00:39:02: Ich möchte nur ein Thema noch mal streifen, das tankiert uns auch als Verteilnetzbetreiber.

00:39:07: Die Bundesnetzagentur arbeitet aktuell am sogenannten Agnesprozess.

00:39:12: da geht es um die neue Ausgestaltung der Netzengelde nach vorne.

00:39:15: Da ist unter anderem eine Idee des thema Kapazitätsnutzung stärker in die Bepreisung zu bringen und nicht alles über den Arbeitspreis abzurechnen.

00:39:24: Grundsätzlich richtig, befürwortet man auch.

00:39:27: Frage ist wie wird's ausgestaltet?

00:39:29: und welche Komplexität entsteht in der Ausgestaltung.

00:39:32: Und da sind wir dann wieder mit im Spiel, weil Umsetzung ist das am Ende wie im Verteilnetz.

00:39:36: Ein Element, wo wir uns sehr stark für eine gute Kostennutze in Abschätzung einsetzen, ist das Thema dynamische Netzentgelte.

00:39:43: Da ist jede Lesart denkbar – die Frage ist, wo ist da der beste Punkt was Aufwandernutzern belangt?

00:39:49: der Diskussion läuft aktuell.

00:39:50: Okay, aber absolut das höre ich aus verschiedenen Ecken da ist eigentlich die Musik drin.

00:39:54: wenn man das sinnvoll ausgestaltet dann wäre das ein Entsente für alle Marktteilnehmer dass es tatsächlich auch vorwärts geht.

00:40:02: Absolut und eben dieses Thema Anrei zu schaffen um das Netz vernünftig nutzen zu können Ich glaube das ist im allgemeinen Interesse zahlt wieder auf Systemkosten ein Das ist mal nicht alles um jeden Preis voll ins Netz integriert wird, sondern dass es dort auch Steuerungsimpulse gibt regional und inhaltlich.

00:40:19: Das ist ein wichtiges Element, um die Kostei einfach im Griff zu halten.

00:40:23: Gut das war jetzt also dieser Digitalisierung der verschiedenen Netzebenen aber ihr seid auch ambitioniert im Bereich Digitalisierung eurer eigenen Prozesse unterwegs.

00:40:33: Also das beispielsweise eben auch vielleicht künstliche Intelligenz zukünftig bei der Netzsteuerung eingesetzt wird bei der Abrechnung usw.

00:40:40: Da glaube ich, das ist ja ein datengetriebenes Geschäft finde ich relativ logisch, dass da für künstliche Intelligenzen echter Katalysator sein kann.

00:40:48: Absolut!

00:40:49: Setzten wir uns auch schon miteinander.

00:40:51: Beispielsweise haben eine App entwickelt mit KI wo ist man neue Mitarbeiter auf unsere oder Mitarbeiter in der Fläche auf alle technischen Dokumente zurückgreifen können wenn sie unterwegs sind und Frage im Prinzip immer also über KI stellen und sich beantworten lassen.

00:41:05: das hilft uns erstmal wissen zu transferieren neue Leute schneller zu integrieren und vor Ort entscheidungsfähiger zu werden.

00:41:12: Das ist unsere nähle App Das ist ein Element.

00:41:15: In der Netzführung wird das auch wichtiger werden, also mit Sicherheit einfach weil die Komplexität nicht anders zu beherrschen ist.

00:41:21: Man muss natürlich immer schauen am Schluss wer trägt die Entverantwortung auch wenn was passiert?

00:41:26: und das weißt du wir arbeiten immer gefährlich gut.

00:41:30: Arbeitssicherheit ist für uns ein ganz wichtiges Thema.

00:41:33: Wir haben Leute draußen am Netz dann Hand anlegen und da muss man sicherstellen, dass die auch abends mit der Gesundheit nach Hause kommen.

00:41:39: Und wenn es in die Prozesse reingeht, das könntest du vielleicht vom Autonomen fahren.

00:41:44: Da stellt sich nach dem Ende die Frage, wer trägt die Verantwortung?

00:41:46: Ich glaube, da muss mal einfach auch gucken, dass wir dann kein unendiges Risiko eingehen.

00:41:50: Dass man nicht sagt Ups!

00:41:51: Da hat die KI halluciniert, hätte nicht passieren sollen.

00:41:55: Können

00:41:55: wir uns nicht erlauber beherben.

00:41:56: Okay verstanden Das heißt aber, du würdest sagen das Thema Digitalisierung.

00:42:01: Das hat eine hohe Priorität und ist schon auch in einem fortgeschrittenen Ausbaustadion?

00:42:08: Da hat es eine hohen Priorität ein.

00:42:10: Ja haben wir schon viel gemacht ja müssen wir noch viel tun ja also auch das ist noch wirklich weite Wegstrecke.

00:42:16: die war die wir gehen müssen und wir arbeiten ja nicht in ein statisches Gebilde rein, sondern unsere Prozesswälde, die verändern sich gewaltig mit der Energiewende.

00:42:24: Und das muss dann eben auch in den Prozessen abläuft und damit einer Digitalisierung berücksichtigt wird – und da haben wir noch richtig viel zu tun in den nächsten Jahren!

00:42:31: Und wenn wir mal so zehn Jahre vorausschauen, wenn wir uns im Jahr zwanzig fünfunddreißig mit megawatt'n-friends wieder treffen ... dann möglicherweise immer noch Geschäftsführer, der netze BW bist.

00:42:42: Woran würdest du festmachen?

00:42:44: dass da das man da gut vorangekommen ist?

00:42:46: Dass man da tatsächlich einige Pflöcke für die Energiewende in die Erde gerammt hat in den letzten zehn Jahren oder eben bis zwanzig fünfund dreißig?

00:42:54: was wären so ein positives Szenario wo man steht stehen kann wenn man jetzt das wirklich als Gemeinschaftsaufgabe begreift?

00:43:01: Ganz klarer Anspruch ist, dass wir erstmal den Anteil der erneuerbaren Energien noch deutlich hochgebracht haben.

00:43:07: Wir stehen heute bei sechzig Prozent.

00:43:08: Wir wollen zwanzig dreißig bei mindestens achtzig Prozent stehen.

00:43:12: Die Frage ist, auf welche Basis.

00:43:13: da ist der Anspruch, dass man es auch im Netz integriert bekommt und dass das netzsicher und zuverlässig funktioniert.

00:43:19: also von daher wird dort zwanzifünfe drei sie nicht fertig sein.

00:43:23: Auf dem Weg zur Klimaneutralität, aber werden weite Schritte gegangen sein.

00:43:26: Das Netz wird funktionieren – Energiewende funktioniert!

00:43:30: Die Kunde sind zufrieden und leisten ihren eigenen Beitrag.

00:43:32: Wir haben eine Sache Flexibilität zugelegt.

00:43:34: das ist sicher wichtig.

00:43:36: und was mir auch wichtig ist wir haben über Bezahlbarkeit gesprochen.

00:43:39: es gelingt uns auch relevante industrielle Wertschöpfung im Land zu halten.

00:43:43: auch mit der Energiewente finde ich persönlich ein wichtiges Unterfangen.

00:43:47: Auch das gehört mir dazu und da habe ich die Hoffnung, dass uns das gelingt.

00:43:50: Könnte ja sogar eben auch dann ein positiver Standortfaktor werden wenn man es richtig anstellt?

00:43:55: Dass ist eben nicht mehr.

00:43:57: jetzt sind's die hohen Energiekosten, die manche Betriebe ins Ausland treiben oder zur Verlagerungen treiben, die wieder zurückzuholen, wenn es gelingt über Digitalisierung nachhaltige Energieerzeugung, dass vielleicht Energie ein positiber Standort Faktor ist

00:44:15: Das muss zumindest der Anspruch sein, also als Land mit so einer großen Wertschöpfung wie wir haben.

00:44:20: Muss das der Anspruchs sein in jedem Fall?

00:44:23: Da spielt wir ein Thema, das ist aber nur ausgeblendet Versorgungssicherheit natürlich eine wichtige Rolle.

00:44:28: In der Energiewende ist es für den Kunde kaum spürbar.

00:44:31: Wir haben fast die niedrigsten Stromausfallseite weltweit und es soll auch im Jahr twenty-fünfe dreißig noch so sein – auch in der Energewende!

00:44:37: Und das ist auch ein wichtiger Standortfaktor dass dass das gut funktioniert.

00:44:41: Und da sind wir im internationalen Vergleich, auch wenn man über den Teich schaut nach Amerika einen deutlich besseren Zustand.

00:44:46: Wir haben viel bessere Verfügbarkeit und es ist hoffentlich auch der Fall.

00:44:51: In dem Zusammenhang meine Abschlussfrage Jörg du bist jetzt hier schon zwanzig Jahre in der Energiebranche unterwegs.

00:44:58: Was ist denn was dich persönlich motiviert damit zu arbeiten an diesem Transformationsprozess?

00:45:04: Aber auch was gibt dir Hoffnung, dass trotz all dieser Herausforderungen das auch tatsächlich gelingt?

00:45:09: Ja jetzt arbeite ich für ein baden-würdebergisches Unternehmen und wie du weißt und wie man mir anhört bin.

00:45:14: Ich schwabe.

00:45:15: insofern kann ich mich schon rein geografisch sehr gut identifiziere mit der NBW und meiner Netze BW und mit dem Thema Energie.

00:45:22: auch wir leisten einfach einen wahnsinnig wichtigen Beitrag für die Lebensqualität im Land und das ist Motivation genug Die letzten Jahre, aber auch die nächsten Jahre dort einen Beitrag zu leisten.

00:45:33: Und das weiß ich auch von vielen Kolleginnen und Kollegen da gibt es eine unheimlich hohe intrinsische Motivation an diesem gelingenden Energiewende den Beitrag zur Leiste.

00:45:41: Das motiviert nicht nur mich, sondern viele Teile der Belegschaft bei uns.

00:45:45: Und zweiter Teil der Frage du hast also und das versprüsst ja auch diese Hoffnung dass das gelingt?

00:45:52: Die ist spürbar hier sowohl bei dir als auch bei deinen Kollegen und Kollegen von der Netze BW.

00:45:57: Natürlich!

00:45:57: Also das wird uns gelingen Auch wenn wir heute auf dem Weg dahin noch nicht jede Frage beantworten können, das ist jetzt nicht so dass man ein Bebauungsplan habe und er wird abgearbeitet sind wir fertig.

00:46:06: Sondern mir braucht Neugier auch Anpassungsfähigkeit.

00:46:09: Man muss wieder nachjustieren können.

00:46:11: Das sehen wir jetzt über!

00:46:12: Auch über die bundespolitische Gesetzgebung, Netzpaket, EEG wird novelliert.

00:46:16: Das zeigt ja, dass man immer wieder Haltepunkte hat, wo man sagt, wir haben jetzt viel erreicht bis dahin.

00:46:21: Wir haben gelernt, wo wir nochmal nachsteuern müssen und steuern nach.

00:46:24: Und ich glaube mit der Halter muss man auch voran marschieren.

00:46:27: Man werde immer wieder halte Punkte haben ohne das Ziel aus dem Auge zu verlieren, wo mal wieder gewisse Nachjustierungen braucht – es gehört mir dazu!

00:46:35: Dafür ist auch die Umwelt viel zu volatil.

00:46:38: Da kommen neue Einflussfaktore rein und die müssen wir mit

00:46:40: berücksichtigen.".

00:46:41: Das gibt mir Hoffnung, dass dieses große Projekt, dieses Generationprojekt tatsächlich gelingt.

00:46:47: Jörg, herzlichen Dank, dass du uns damals reinschauen lassen in diese Aufgaben eines Verteillennetzbetrebers und eben eines der ganz großen Verteilennetzbetreibern.

00:46:55: Es gibt ja über achthundert in Deutschland die Netze BWs... einer der größten in diesem Segment.

00:47:02: Also herzlichen Dank für diese Einblicke!

00:47:05: Mein Fazit ist auch, dass ich das Gefühl habe, dass es sehr unternehmerisch betrieben wird und deswegen passt auch gut zu Megawatt & Friends.

00:47:11: Das ist ja unser Anspruch zu sagen – das ist jetzt nicht nur etwas was man irgendwie abarbeitet, diese Energiewende sondern man geht Unternehmerisch dran und man nutzt eben auch die Chancen, die sich da durchbieten.

00:47:20: also vielen dank, dass du dabei warst.

00:47:23: Vielen Dank an dich Jan, ein tolles Gespräch.

00:47:25: Danke euch fürs Zuhören.

00:47:27: und bis zum nächsten Mal bei Megawatt & Friends, dem Podcast von Maestro.

00:47:30: Macht's gut!

00:47:31: Ciao

00:47:35: ciao!

Kommentare (1)

Monika

Sehr gut! Sehr informativ und spannend.

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