Georg Gallmetzer, ECO STOR: „Die Speicherlücke zu schließen, ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Elektrifizierung.

Shownotes

In dieser Folge von Megawatt & Friends, dem Podcast von meistro, spricht Jan Liepold am ersten Tag von Europas größter Fachmesse für Batterien und Energiespeichersysteme Electrical Energy Storage (EES) mit Georg Gallmetzer, einem der Gründer und Geschäftsführer des Großspeicherentwicklers und -betreibers ECO STOR, über die strategische Rolle von Batteriegroßspeichern für die Energiewende und darüber, warum Speicher inzwischen zu einer kritischen Infrastruktur geworden sind. Im Mittelpunkt steht die sogenannte Speicherlücke, also die fehlende Fähigkeit des Energiesystems, Strom aus Wind und Sonne genau dann bereitzustellen, wenn er gebraucht wird.

Ausgangspunkt des Gesprächs sind einige der größten Batteriespeicherprojekte Deutschlands. Georg erläutert, warum ECO STOR heute Speicher im dreistelligen Megawattbereich entwickelt, weshalb mit Förderstedt derzeit Deutschlands größtes finanziertes Batteriespeicherprojekt unter der Führug von Eco Stor entsteht und wie private Investoren, Banken und neue Vermarktungsmodelle den Speicherhochlauf ermöglichen. Dabei wird deutlich: Die Speicherwende ist nicht nur eine technologische, sondern vor allem eine unternehmerische Herausforderung.

Ein weiterer Schwerpunkt der Folge sind flexible Netzanschlussverträge und die Zusammenarbeit mit Netzbetreibern. Georg erklärt, wie neue Betriebsregeln helfen können, bestehende Netze effizienter zu nutzen und den Ausbau von Speichern zu beschleunigen.

Außerdem sprechen Georg und Jan über negative Strompreise, die Chancen von Flexibilität für Unternehmen und warum die Elektrifizierung von Industrie, Wärme und Mobilität aus seiner Sicht der Schlüssel zu mehr Wettbewerbsfähigkeit, Versorgungssicherheit und Unabhängigkeit für den Standort Deutschland ist.

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00:00:01: Mega Watt &

00:00:02: Friends – Energie Neudenken.

00:00:05: Willkommen bei Mega Watte & Friends, dem Podcast von Maestro in dem wir Energie neu denken.

00:00:10: Hier sprechen wir mit Profis die die Energiewende gestalten.

00:00:13: Es geht um Strom, Wärme, Speicher und Netze Aber vor allem um die Frage Wie gelingt nachhaltige Energieversorgung für Unternehmen?

00:00:21: Schön dass sie dabei sind.

00:00:25: Hallo und herzlich willkommen liebe Freundinnen und Freunde der Energiewände bei Mega Watte & Friends Podcast von Maestro.

00:00:31: Heute live vom EES der Speichermesse im Rahmen der Inter-Solar in München und wir haben einen sehr spannenden Gast heute an Bord, einen Lückenschließer, einen Pionier der Energiespeicher Szene Georg Geilmetzer von EcoStore.

00:00:45: Herzlich willkommen Georg!

00:00:47: Ja hallo Jan, danke dass du zu uns gekommen bist, freut mich.

00:00:49: Mich freut's auch.

00:00:50: ihr hört im Hintergrund es ist einiges los hier auf der Messe.

00:00:54: ich bin ja schon ein paar Runden gezogen und habe festgestellt Es ist super international mittlerweile.

00:01:00: Wenig überraschend, wir sind hier im Speicherbereich und sehen sehr viele Asiaten die hier unterwegs sind Und ihr seid sicherlich eine spannende Anlaufstelle Georg für die Speicherhersteller, für die Energiemanagement System Provider.

00:01:15: Ihr habt einiges vor.

00:01:16: Ihr seid mitten dabei, diese vermeintliche Speicherlücke oder die Speicherlücke, die wir unstreitbar haben in Deutschland zu schließen mit ganz konkreten Projekten?

00:01:25: Vielleicht kannst du mal skizzieren was ihr da gerade in Bollingstädt, in Förderstedt, Hauptsache-Städttut mit EcoStore.

00:01:32: Ja sehr gerne Halb!

00:01:33: Worum geht es denn eigentlich bei der Speicherlycke?

00:01:35: Wir haben seit über zwanzig Jahren die Energiewende in Deutschland mit massiven Investitionen von öffentlich und privaten Mitteln vorangetrieben.

00:01:45: im Kauf genommen, dass der Strom eben nur dann da ist wann die Sonne scheint unterwingt wie.

00:01:50: Und wir haben keine Strategie auf dem Tableau was wir machen wenn die Sonnen nicht scheint oder Wind nicht weht.

00:01:57: und dafür hat man praktisch, ich weiß nicht ob man es sagen kann nie mal einen Star gebetet oder irgendwas gemacht, auf jeden Fall hat man nicht Speicher als Instrument für das Überbrücken der wind- und solararmen Zeiten wirklich systemisch geplant von der Bundesregierung.

00:02:12: Die sind einfach trotzdem gekommen weil es eine Disruption gegeben hat, ein Zusammenkommen von Technologiemarkt-, Geschäftsmodellen-Investoren.

00:02:22: Heißt wir haben plötzlich im Kielwasser der Elektromobilität sehr große Mengen Speicherproduzenten gehabt vorwiegend in China – können wir nachher noch dazu lehnen -, die dann die Mengen liefern können.

00:02:36: und wir haben Volatilität im Strommarkt, die praktisch Investitionsanreize setzt um Anlagen zu investieren, zu bauen und zu betreiben um eben dann Solarstrom zu laden und ihn in die Nacht zu schieben.

00:02:48: Das ist zusammengekommen auf eine Zeit, wo der Regulierer überrascht war.

00:02:53: Wir haben in den zehn Jahren angefangen Technologie zu entwickeln uns vorzubereiten und dann plötzlich ist das Geschäftsmodell investierbar geworden.

00:03:01: Es wurde immer besser, besser, bis zu dem Punkt, wo man Privatinvestoren gewinnen kann Geld für den Bau soher Anlagen hinzulegen.

00:03:09: Das wie so ne Popcorn Pfanne, die immer heißer, heißer wird geht das Geschäftsmodell auf, wird ein Investment Case.

00:03:15: Wir waren zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle und haben Teams und Mittel investiert um diese Portfolien zu

00:03:20: bauen.".

00:03:21: Und dass ja nicht im kleinen Maßstab sondern in einem ganz großen Maßstatt.

00:03:24: Vielleicht kannst du mal so zur Dimension was sagen ist seit Jahrzehnteinundzwanzig am Markt und trotzdem habt ihr schon konkrete Großspeicherprojekte nicht nur in der Projektierung sondern ungesetzt die laufen.

00:03:38: Ihr habt diese Netzanschlüsse, die jetzt alle wollen.

00:03:41: Wie kam es dazu?

00:03:41: Deswegen... das gibt ja diesen perfekten Zeitpunkt und habt ihr schon mal abgepasst.

00:03:45: Ja

00:03:46: erst einmal warum groß?

00:03:47: also viel hilft viel.

00:03:48: Wir haben riesengroße Mengen Solarstrom und Windstrom, die praktisch ungenutzt irgendwo abgeregelt werden müssen oder nicht transportiert werden können.

00:03:55: Und gleichzeitig haben wir lange Zeiten wo eben die Lücke da ist, diese von Speicher füllbare Lücke.

00:04:03: Wir nennen das die speicher Lücke So, und da reden wir von um die Fünfzigtausend Megawatt-Fünfzig Gigawatt an Speicherlücken in Speicherdauer.

00:04:11: Ist es vielleicht mit vier Stunden?

00:04:12: Zweihundert Gigawattsstunden Speichardauer, die man eben bauen soll damit man diese Lücke stopft.

00:04:19: Und wir waren sehr früh dabei am Anfang kleine Projekte gebaut weil es eben ein hohes Risiko war, weil die Marktzignale noch nicht so gut waren.

00:04:26: In Wespenkäse ist nicht so good.

00:04:27: dann muss man kleinbauen ab dem Zeitpunkt wo die Investierbarkeit plötzlich dann entstanden ist.

00:04:33: Da hat auch Corona geholfen, da hat auch die Gaskrise geholft im Strom Volatiler zu machen im Preis.

00:04:39: Da hatte es dann plötzlich Sinn gemacht sehr große Projekte zu investieren weil viel hilft und das geht dann auch schneller die Speicherlücke zu stopfen.

00:04:47: wenn man sich nicht in kleinen Projekten verzettelt sondern eben mit den Teams die wir haben ja mittlerweile hundert Mitarbeiter haben wir einen Ausstoß von ein tausend Megawatt Stunden pro Jahr.

00:04:57: also das ist unser KPI.

00:04:58: wir als Unternehmen führen zehn Megawattstunden pro Kopf produziert jeder Mitarbeiter für sich und kann ausreichend welchen Beitrag er da zur Energiewende leistet.

00:05:06: Und das sind wir sehr stolz vor!

00:05:07: Wir wollen diese Ausstoßrate beibehalten, vielleicht sogar ein bisschen wachsen... ...und durch unser Vorangehen.

00:05:14: natürlich haben wir ganz viele andere Player im Markt angereizt es mit zu machen weil es nur gemeinsam gelingt.

00:05:20: Diese

00:05:20: Player, das sind einerseits die Hersteller klar oder eurer Lieferanten Aber ihr habt ja auch mittlerweile wirklich große Investoren, sehr namhafte Investoren.

00:05:30: Euer Mitgesellschaftler oder einer eurer großen Erstinvestoren ist ein norwegisches Energieunternehmen die eben aus dem Bereich der Wasserkraftspeicher kommen und vielleicht kannst du dazu noch mal was sagen?

00:05:43: Wieso seid ihr plötzlich bankable?

00:05:45: Werdet ihr finanziert von der Banco Santander, von der NordLB?

00:05:50: und andere Kämpfen um kleine Investoren.

00:05:53: Ich glaube, andere kommen schon auch noch an.

00:05:55: den Punkt ist zu schaffen.

00:05:56: Wir haben einfach ein bisschen früher angefangen und haben die Wertschöpfungskette internalisiert.

00:06:01: Wir machen praktisch alles selber bis auf das Produzieren der technischen Systeme, wo wir eben Lieferanten für haben.

00:06:07: Und dadurch kann man ein bisschen schneller und risikerärmer arbeiten und skalieren.

00:06:12: Aber andere, die auch Netzanträge gestellt haben bezuschlagt werden, werden das Führerspäter auch schaffen können.

00:06:18: Natürlich wer anfängt trifft als erstes auf die vielen Fettnäpfchen da draußen in der Regulierung, in der Akzeptanz und in der Kommunikation mit allen Stakeholds in der Welt.

00:06:29: Und daher mal eine besondere Verantwortung diese dritten Mitzunehmen auf der Reise der Transformation zum Schließender Speicherlücke und müssen unter auch ganz besonders aufpassen dass wir niemanden vergrämen damit die Transformation gelingt.

00:06:44: Wir versuchen ja so ein bisschen die Unternehmer in der Energiewende um deren Bedeutung eben auch für den hoffentlich den Erfolg der Energiewende zu zeigen.

00:06:52: Jetzt habe ich schon das Gefühl, dass hier vor mir einer Sitz sehr unternehmerisch denkt.

00:06:58: Zum einen habt ihr euch einfach fast getraut wo andere noch gezögert haben aber ihr habt es ja ganz offensichtlich nicht jetzt ins blaue hinein geplant sondern dafür steht ihr für besondere Betriebs- und Planungseffizienz.

00:07:11: Das heißt erst mal ihr bildet die gesamte Wertschöpfungskette ab von der Projektierung der Umsetzung aber dann auch im Betrieb.

00:07:18: Und aber Ihr rechnet es offensichtlich sehr konkret durch.

00:07:21: Ihr habt Investitionszyklen von fünfzehn Jahren pro Container, der bei Euch kommt und dann werden die nochmal neu ersetzt und wieder aufgebaut.

00:07:29: also sprich das muss jetzt in den nächsten dreißig Jahre laufen.

00:07:32: Von welchen Annahmen geht ihr da aus?

00:07:34: Dass das tatsächlich auch funktioniert und dass man auch die NordLB und die Banko Santander überzeugt?

00:07:39: Die Banken lassen sich dann überzeugen wenn ihnen die Marktrisiken und die technischen Risiken genommen werden.

00:07:46: über Garantien In der BV und Solar Windbranche haben wir gelernt, dass der Staat über das EEG diese Risiken weitestgehend abnimmt.

00:07:55: So etwas gibt es bei Speichern nicht.

00:07:57: Das ist ein in der Sinne unreguliertes Geschäft.

00:07:59: D.h.,

00:07:59: man ist mit offenem Visier im Ozean.

00:08:02: bei Sturm Wenn das Wetter schlecht ist dann hat man weniger Erlöse wenn das Wett gut ist, hat man bisschen mehr Erlösung aber es garantiert einen keiner.

00:08:10: Man kann mittlerweile über eine Innovation, das nennt in der Absicherung der Erlöhse über sogenannte Dolling-Verträge zumindest über einen überschaubaren Zeitraum von fünf, sechs, sieben Jahren Erlösgarantien kriegen.

00:08:22: Das wie eine Versicherung auf die zukünftigen Erlöse von großen renommierten Energiehandelshäusern, die gleichzeitig ein Problem haben zu wenig Speicher in ihren Portfolien zu haben und damit Marktrisiken zu haben.

00:08:33: D.h.,

00:08:33: diese großen Energierunternehmen kaufen sich die Flexibilität des Speichers weil Sie darüber verfügen dürfen.

00:08:38: im Gegenzug bezahlen Sie ein festes Entgelt gegen die Erfüllung dieses Zahlungsversprechens.

00:08:47: Das klappt natürlich nur, wenn die Bilanzummi-Hindrachen groß ist.

00:08:49: aber wenn das gegeben ist und die Verträge da umfassend ausgehandelt sind kommen Banken um die Ecken zu sagen naja da glauben wir jetzt zumindest dass der Stalin in den nächsten fünf sechs sieben Jahre doch einigermaßen abgesichert ist.

00:09:01: Wir machen noch eine Verfeinerung dazu, dass wir nicht alles was das Speicher an Flexibilität hat in diese versicherten Verträge hineingeben so ein kleines bisschen auch für uns offen lassen weil wir eigentlich glauben dass die Erlöse, die man erzielen kann besser sind als das was man als Absicherungsvertrag macht um da nicht die Potenziale herzuschenken.

00:09:17: Und das macht ihr dann mit Partnern wie Next-Kraftwerke zusammen oder?

00:09:20: Das sind sozusagen die kurzfristigeren Vermarkter die diese Flexibilitäten am Spottmärkten direkt vermeiden.

00:09:26: Genau es braucht einen der den Speicher an verschiedenen Handelsplattformen positioniert und dessen Einsatz optimiert im Sinne von dem meisten Geld verdienen.

00:09:36: und das machen wir nicht selber.

00:09:38: das ist auch der Teil der wenn wir externalisieren Und da ist Next oder auch Inspired, Entelius und Entrix.

00:09:45: Es gibt viele renommierte Namen verbunden, das muss ich aufpassen.

00:09:48: Das kann man vergessen aber die können es richtig gut und können allerdings nicht die Garantien aussprechen und wollen das zum Teil gar nicht.

00:09:57: Dafür braucht es eben dieses Dreigestirn der Anlagenbetreiber, der Vermarkter, der es optimiert und dann derjenige einen großen Vierversorgung zu entnehmen oder eine Versicherung die eben die Erlöse absichert in Zweifel, wenn sie am Markt schlechter ausfallen als der zugesicherte Benchmark.

00:10:11: Und was sind dann jetzt so?

00:10:12: eure ersten Erfahrungen im Bollingstädt?

00:10:14: Den Schleswig-Holstein seid ihr ja schon eine Weile am Markt unterwegs arbeitet offensichtlich auch sehr eng mit dem dortigen Netzbetreiber SH-Netznetz zusammen und das funktioniert offensichtlich.

00:10:27: vielleicht kannst du uns da mal berichten warum es da funktioniert und was andere davon lernen können.

00:10:32: man kann von der Anlage Bollingsstedt ganz viel lernen Und wir wollen alle Learnings transparent machen, damit die ganze Branche davon lernt und nicht die gleichen Fehler macht.

00:10:44: Wir haben in Bolingstedt angefangen mit einem Netzanschlussvertrag.

00:10:47: der hatte kaum betriebliche Einschränkungen weil niemand auch der Netzbetreiber wusste was ein Speicher im Netz wirklich macht.

00:10:54: Und tatsächlich war es so wie die Anlage in Betrieb ging dass der Speicher Im Stromnetz tatsächlich Systemzustände hervorgerufen haben die jetzt nicht unbedingt kritisch waren aber sehr besorgniserregend für den Netzführer, die Blut und Wasser geschwitzt haben das Netz in diesen Momenten stabil zu halten.

00:11:11: Das geht so natürlich nicht!

00:11:12: Es braucht Verkehrsregeln wie ein Speicher sich in einen Netz einbietet um die System-Sicherheit in jedem Zeitpunkt aufrechtzuerhalten.

00:11:20: Stromspeicher sind technisch viel dynamischer und flexibler als der Netzbetrieb die Netzsicherheit aufrechterhalten kann wenn es keine Leitblanken im Betrieb gibt und keine Spielregeln an die sich Speicher im Betrieb halten muss, keine Verkehrsregeln wie ein Speicher eben auf der Stromautobahn unterwegs sein darf.

00:11:40: Er ist zu schnell, er ist dynamisch und spontan.

00:11:44: Der Speicher erzeugt Blindflug für die Netzführung, die in dem Maße unterbunden werden muss, wie sie Systemgefährden sein kann.

00:11:54: Und nach ungefähr acht Wochen betriebsweise und schwierigen Erfahrungen hat der Netzbetreiber gesagt erstmal stopp hier.

00:12:01: wir müssen anfangen bisher noch nicht bekannte Verkehrsregeln neu zu definieren.

00:12:06: Die ist nirgendwo auf der Welt auch nicht in Deutschland für Speicherbetrieb in dem Maße gab und das war Pionierarbeit, die wir im Nachhinein sehr gerne gemacht haben.

00:12:15: aber es war ein besonders schmerzhafter Prozess weil das gleichzeitig bedeutet ein Speicher gibt seine betriebliche Freiheit ein Stück weit auf und damit auch ein gutes Stück seiner Erlöse, die er liegen lassen muss bei Erlösung oft jenseits der systembetreibbaren Leitplanke liegen.

00:12:31: Wir haben jetzt am Ende des Jahres, wo wir die Erfahrungen zusammenbündeln und auch transparent machen.

00:12:37: Übrigens red ich nachher noch ungefähr zwanzig Prozent des Erlöspotenzials auf der Straße liegen lassen müssen um unseren Verkehrsregeln zu halten damit das System Sicherheit aufrechterhaltbar ist.

00:12:48: Die Systemsicherheit ist nicht verhandelbar.

00:12:50: deshalb muss man Verkehrs Regeln einführen und die Branche muss auch lernen so wie wir diese Verkehrs regeln zu respektieren – die Battle!

00:12:58: geht jetzt darum, wie genau diese Verkehrsregeln ausgestaltet sind.

00:13:02: Es ist kein Dissens das es welche braucht sondern es ist ein ambitioniertes Ringen um die mildest möglichen Mittel.

00:13:11: aussicht der Speicherbetreiber für die Wahrung der Systemsicherheit.

00:13:14: Aber ich vermute, das geht ja dann wiederum nur zusammen mit den Netzbetreibern.

00:13:18: Man braucht jetzt wahrscheinlich so wie die EU einen Kern der Willigen zu brauchen.

00:13:23: So braucht es auch bei den Netz-Betreibernen.

00:13:25: Wahrscheinlich auch bei dem Größeren, die das im Kreuz haben.

00:13:28: Sowas technisch, juristisch abzusichern.

00:13:32: Die muss man auf seiner Seite haben und da hatte dir das Glück, dass du mit Schleswig-Holstein-Netz offensichtlich willige Partner gehabt hast?

00:13:41: Ja also das Vorurteil des Netzbetreibers Speicher avers sind ist nur in ganz wenigen Fällen vielleicht früher so gewesen.

00:13:49: Wir erfahren überwiegend sehr hohen Zuspruch von Seiten der Netzbetreiber, dass Speicher wirklich auch gebraucht werden um die Netz in Zukunft stabil zu halten und die Versorgungssicherheit aufrechtzuhalten gleichzeitig aber eben auch Dinge nicht zu tun die das gefährden.

00:14:06: also Speicher ist so gesehen ein zweischneidiges Schwert mit dem man sehr viel Gutes schaffen kann, aber auch wenn man es falsch nutzt sich verletzten kann.

00:14:14: Es geht darum jetzt praktisch so eine Verhaltensweise ausrefinieren und SH-Netz hat die Chance tatsächlich beim Shopfe gebackt weil sie diesen Speicher nun mal an die Backe gekriegt haben von EcoStore und damit konfrontiert wurden und das aber konstruktiv umgesetzt haben in einen neuen Codex des Speicherverhaltens der auch vom Ehrenkonzern aufgegriffen wurde EON-netzweit ausgerollt werden soll.

00:14:39: Unsere Rolle ist da zweierlei, wir haben erst einmal geholfen diese mildesten Mittel aus unserer Sicht heraus zu definieren und gleichzeitig auch Input zu geben.

00:14:50: an EON passt mal auf wenn ihr es mit der Strenge der Regeln übertreibt dann werden sehr viel weniger Batteriespeicher gebaut.

00:14:57: Warum?

00:14:57: Weil dieser Popcorn Effekt dass man plötzlich ein Geschäftsmodell reinkommt der ist reversibel.

00:15:03: Wenn man zu strenge Regel macht Dann funktioniert das Geschäftsmodell nicht mehr und das heißt, dass dann gar nichts mehr investiert wird.

00:15:09: Das binäher.

00:15:10: Wird es funktionieren?

00:15:11: Man investiert oder ist es zu schlecht für die Kapitalrendite?

00:15:14: Erwartungen, die Kapitarmarkt üblich sind keine Bonanza Und dann funktioniert es plötzlich nicht mehr.

00:15:19: Und dann wird gar nicht mehr investierten.

00:15:20: Das wollen die Netzbetreiber auch nicht.

00:15:21: Es ist natürlich schwierig dieses Maß zu definieren weil jeder Investor selber da ein Stück weit andere Parameter über Missen ansetzt.

00:15:28: Das soll jetzt in den weiteren Monaten einen Dialog werden um alle an der Branche alles deco an Tisch zu kriegen um diesen Konsens herzustellen.

00:15:36: Wir als Ecosof sehen uns an der Stelle tatsächlich, als Vermittler an beiden Stellen diesen Konsen zu schaffen, das sind wir unserer Mission schuldig den Punkt der Unumkehrbarkeit der Energiewende herzustellend.

00:15:48: Das ist der Punkt wo so viel Speicher gebaut sind die Speicharlücke gestopft sind dass Solar- und Winterlagen ein privat selbstragendes Geschäftsmodell haben und nicht mehr abhängig sind von Förderungen, die staatlich momentan sieht man es ja gegebenfalls gefährd sind.

00:16:04: Also da seid ihr gewisserweise auch Eisbrecher, die dann eben solche diese flexiblen Netzanschlussverträge mit den verschiedenen Netzbetreibern erst mal aufsetzen.

00:16:14: Und klar je mehr es davon gibt umso eher bildet sich dann ein Standard raus weil es einfach noch keine gesetzliche Regelung dafür gibt und dies auch nicht absehbar oder?

00:16:22: Du bist ja auch in Verband unterwegs bis da auch im Vorstand vom Energiespeicherverband dessen Namen du vielleicht BVES noch einmal nennen kannst.

00:16:31: aber also Da passiert jetzt auch einiges nach deiner Wahrnehmung.

00:16:35: Ja, ob es einen gesetzlichen Standard gibt oder nicht muss man noch sehen weil die Situation in der man eine Speicher baut vor Ort ist sehr spezifisch.

00:16:44: wir haben einen Strommarkt der praktisch in ganz Deutschland überall dasselbe ist aber wir haben Netzengpässe die an jedem Ort andere sind und FCA's sind nun mal das letzte verbliebene Mittel um diesen Miss-Match zwischen Strommarkt und lokale Engpässe zu heilen, da wir einen politischen Konsens haben an der Preiszone Teilung in Deutschland eben nicht umzusetzen aus vielen politischen Gründen die wir hier nicht länger kommentieren.

00:17:15: aber trotzdem sind die Probleme ja da.

00:17:17: Und man muss dann andere Mittel finden.

00:17:18: zum Beispiel dynamische Netzengelder wäre ein Mittel.

00:17:21: das wird aber von Netzbetreibern auch ein bisschen kritisch gesehen.

00:17:23: ich befürworte es sehr stark.

00:17:25: Ich möchte sagen dass Lokale Flexibilität der Schlüssel ist, um diesen Miss-Match zu heilen.

00:17:31: Und jetzt gilt es darum, Instrumente und Mittel zu finden und Märkte zu schaffen, um diese lokale Flexabilität zu heben.

00:17:37: Das sind im Übrigen auch viele Betriebe – auch Industriebetriebe-, auch lokale Erzeugungsanlagen Solarwind usw.

00:17:44: gefragt an diesem lokalen Flexibilitätsmarkt der Zukunft teilzunehmen und mitzugestalten.

00:17:49: Batterien spielen da eine große Rolle aber nicht nur!

00:17:52: Das wäre jetzt auch meine nächste Frage.

00:17:53: Also wir wollen ja eben auch dazu anregen, dieses unternehmerische der Energiewende das da eben auch vielleicht größere Abnehmer ins Risiko gehen, sei es jetzt erstmal mit kleineren Bestprojekten, Batterie-Energiespeichersysteme die man sich vor oder dem hinteren Meter selbst installiert.

00:18:10: Aber wenn du noch mal so die Dimension, die ihr jetzt mittlerweile realisiert nochmal ein bisschen genauer beschreiben könntest also wie viele Leistungen und Kapazität hat es so das durchschnittliche Eco-Store Speicherkraftwerk.

00:18:23: Und vor allem was braucht's dafür?

00:18:25: Welche strukturellen Voraussetzungen müssen gegeben sein dass wenn ich vielleicht sogar einen Unternehmer mit Kapital oder zumindest Bankzugang habe wann kann ich denn überhaupt nachdenken auch mal größere Speicherprojekt umzusetzen?

00:18:38: Ich finde das Speicher eine wirtschaftliche und systemische Rechtfertigung in jeder Ritze- und Ecke des Stromsystems haben.

00:18:47: Wir sind natürlich in einer recht exponierten Situation mit Netzanschlüssen in der Höchstspannungsebene auf den Stromautobahnen, wo die Leistungen im mehrere hundert Megawattmaßstab sind.

00:19:00: Das Batteriespeicherprojekt Förderstedtgrößtes in Baruppe finde ich in Deutschland hat dreihundert megawatt, dreihunderttausend Kilowatt und siebenhundert vierzehn Megawatt Stunden.

00:19:09: Damit kann man schon mal eine halbe Million Haushalte für zwei Stunden versorgen, das nächste Projekt aus der Bauen hat gleich viel megawatt.

00:19:16: aber dann eben die doppelte Speicherdauer weil eben die Technologie aus Speicherzellen so rasch sich weiterentwickelt dass man mehr Kapazität verbaut hinter derselben Leistung.

00:19:27: wie viele Stunden sind es denn?

00:19:28: Das

00:19:29: sind dann vier Stunden.

00:19:30: Das ist auch etwas, was man im deutschen Strommarkt ganz gut sehen kann aufgrund der Kurvenverläufe für BV und Winterzeugung.

00:19:37: Und auch Last-Verläufer abends wenn die Sonne nicht scheint.

00:19:39: das ist so der Perfect Match für diese Solarspitzen und Abendspitze.

00:19:44: Zeitverschiebung in Kern dass da die Substanz dieser Speicherlücke in Deutschland ist.

00:19:50: darüber hinaus gibt es noch eine weitere Speicherlücke nämlich die über die Dunkelflaute.

00:19:54: Die Speicher haben den Nachteil, dass sie irgendwann leer sind und wenn wir zwei Wochen kein Wind oder Sonne haben dann hilft auch einen vier Stunden Speicher nichts.

00:20:01: In der Zeit muss man natürlich schauen das man aus gesicherter Leistung die Versorgungssicherheit warte.

00:20:07: ist aber die Bundesregierung jetzt ein Kraftwerksicherheitsgesetz ins Leben gerufen, dass wir in Teilen unterstützen für ein gewisses Maß wo wir akzeptieren müssen Gaskraftwerke für die langen Speicherlücken zu bauen so lange es noch nicht bessere Speicher Technologien gibt die aber absehpassen.

00:20:23: Und wir glauben aber auch, dass ein Tandem aus Gaskraftwerken und neuen Speichern in vier bis sechs acht Stunden Dauer in den Spitzenlastzeiten der Dunkelflaute einen Großteil der Gaskraftwerkzutbau vermeiden kann.

00:20:37: Damit Abhängigkeiten an Gas und an Kosten, die das verursacht, vermeiden können.

00:20:43: Es ist ja ein ganz großes Thema für die Unternehmer draußen, daß der Strom zu teuer ist Zudem Sicherheit waren aber nicht um jeden Preis, weil wir auch Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den Europ-Internationalen Alpen.

00:20:55: oder wahren müssen und diese beiden Dinge in Abgleich bringen müssen.

00:20:58: Ich denke auch genau darum geht es, wir haben jetzt ja gerade im April-Mai ein paar Mal diese Situation am deutschen Strommarkt gehabt, dass eben zur Mittagszeit in ganz stark negative Preise kamen.

00:21:10: Vielleicht kannst du da nochmal erklären.

00:21:12: also das ist ein besonderes Problem.

00:21:14: natürlich für Unternehmer könnte auch eine Chance sein wenn die dann eben ins Speicher investieren und das eben abfedern was wir hatten.

00:21:21: wenn es ungefähr minus fünfhundert Euro Pro Megawattstunde, wie könnte es dann abgefedert werden durch sinnvolle Speicherallokation?

00:21:30: Also das ist ein nicht ein marktversagener Markt hat besonders gut funktioniert weil er diese Preissignale sendet.

00:21:36: Es ist ein Signal einer massiven speichern Lücke.

00:21:40: hätte man Flexibilität oder Speicher gehabt hättest diese Lücke nicht gegeben.

00:21:44: wir werden im Bettsommer eine Studie zusammen mit Frauenhofer Ise veröffentlichen die auch ein Tool wird eingebettet in Energycharts, wo man dann so einen Schieberegler hat und auf die Marktdaten schaut.

00:21:56: Und der Schieberegler baut nachträglich Speicher dazu.

00:21:59: Da kann man den Schieberregler schieben und man schiebt ihn von jetzt zwei drei GW meinetwegen auf zehn GW und da hätte – und diese Daten haben wir schon dieser besagte erste Mai keine minus fünfhundert Euro ergeben sondern man hätte nur minus zehn Euro gehabt.

00:22:12: Da werden quasi die ganz krassen Spitze schon mal weg gewesen.

00:22:15: um auf Null Euro zu kommen und alle negativen Preise zu vermeiden, in Zukunft müsste man den Schieberegler ans Ende der Speicherlücke schieben bei Fünfzig GW.

00:22:23: Und das ist eben das Ziel, dass man so Preiskapriolen vermeidet, um eben auch Sicherheit für die Strombeschaffung.

00:22:30: der Zukunftsaufwand von so extrem preisen hat keiner was.

00:22:32: Das verursacht natürlich ein bisschen Mitnahmeeffekte für denen der Zufällig auf der richtigen Seite des Fehlers liegt.

00:22:38: aber das ist ja nicht ein planbarer Umstand.

00:22:40: Das sollten wir eigentlich schon beseitigen.

00:22:41: Wie gesagt, die Fünfzig GW als Zielgröße eliminiert diese Kapriolen einfach alle

00:22:46: mal.

00:22:47: Jetzt habt ihr euch ja auch sehr ambitionierte Ziele gesetzt?

00:22:50: Fünfzig GW brauchen wir bis zu zwanzig dreißig, wieviel davon habt ihr Euch vorgenommen liefern zu können?

00:22:56: Also die fünfzig gewesen ist eine Zielgröße, die wir im Zielbild des klimaneutralen Deutschlands brauchen.

00:23:02: Bis zwanzigg dreißiger werden wir noch ganz ein gutes Stück Zielbild vor uns haben.

00:23:06: wenn wir der Bundesregierung glauben dass sie das achtzig Prozentziel für realistisch hält Was mit der aktuellen EEG-Reform tatsächlich faktisch in Frage gestellt wird, dann muss man auch ein bisschen schizophrenie praktisch kommentieren an dieser Stelle.

00:23:19: Angenommen ist werden achtzig Prozent bis zwanzig dreißig.

00:23:22: Dann bräuchten wir um die zehn bis fünfzehn GW Speicher, die wir realistischerweise aus den Netzanschluss zusagen und aus der tiefe und breiter Industrie wie es jetzt aufgestellt ist auch sehen werden.

00:23:33: damit werden wir schon die ganz schlimmen Preisspitzen vermieden haben.

00:23:36: im Zwanzig Dreißig trotz weiterer Zubau von Wind und Solar.

00:23:40: Wir holen also auf.

00:23:41: Das, was wir die letzten fünfundzwanzig Jahre seit Beginn der Energiewende nicht gemacht haben nämlich Speicherlücke vertiefen können wir aufholen bis zwanzig dreißig aber schließen kann man sie erst wahrscheinlich in den Zwanzigvierziger Jahren.

00:23:55: Kannst du trotzdem noch mal etwas zu euren Ausbauzielen sagen?

00:23:58: Bis zwanzichdreißig weil die habe ich auch ziemlich beeindruckt.

00:24:01: Also, wir sind einer von vielen.

00:24:02: Wir sind jetzt Vorreiter in diesen Themen weil wir schnell dran waren und haben einen bestimmten Ausstoß von etwa einigen Gigawattstunden pro Jahr.

00:24:10: Wenn man so weitermachen werden wir vielleicht eineinhalb zwei Gigawatts und vielleicht vier Gigawatts Stunden bis zwanzig dreißig ins Feld gesetzt haben Und das ist ja schon mal eine schöne Sache.

00:24:20: aber da haben wir praktisch keinen zehn Prozent des Marktes im Zwanzig Dreißig Weil so viele Player auch machen und das finde ich großartig wenn alle zusammen Sie sind hier auf der Messe richtig was los.

00:24:32: Die Industrie ist heiß und willig, privates Geld zu investieren und nicht auf öffentliche Fördermittel anwesend sein.

00:24:38: Und gleichzeitig muss ich auch noch mal sagen dass jeder privat investierte Euro, der nicht aus der Öffentlichkeit kommt ein vielfaches zusätzlich an volkswirtschaftlicher Wertschöpfung schafft weil es keine negativen Preise mehr gibt in Zukunft.

00:24:53: das heißt die EEG-Bezuschussung die fällt geringer aus.

00:24:56: der Steuerzahler muss weniger für die Förderung von Salan-Winterlagen ausgehend bis zu dem Punkt, dass er sie gar nicht mehr fördern muss.

00:25:02: Weil der Marktwert durch Speicher so robust geworden ist von PV Anlagen das man plötzlich einfach seine Anlage mit einem Speicher baut und selbst damit Gewinde macht ohne EG Förderungen.

00:25:12: Das ist das Ziel.

00:25:13: Ja dazu kommt ja auch noch eine Menge regionaler Wertschöpfung die ihr jeweils und nicht nur ihr sondern alle Akteure dann in den jeweiligen Kommunen unterbringt, weil ja eben die Gewerbesteuer da jetzt vor Ort anfällt.

00:25:25: Vielleicht kannst du dazu noch mal was sagen wie das vorher war und wie ihr es ändern konntet?

00:25:29: Da

00:25:29: ist tatsächlich zu sagen dass wir früh raus die Ohren aufgeschlossen haben welche Sorgen und Nöte die Bürger vor Ort und Bürgermeister und Stadträte hatten mit der Vorstellung unserer Projekte und ganz schnell klar war Was haben wir davon?

00:25:40: Und wenn man in die Gewerksteuer Gesetzgebung geschaut hat erst einmal nichts, weil die Gewergsteuer dahin fließt wo der Verwaltungssitz der Gesellschaft war nicht wo die Anlage stelltes.

00:25:48: Missstand der für Befahr- und Wind in zwei Tränchen beseitigt wurde.

00:25:54: Und wie so oft hat der Regulator die Speicher nicht auf den Zettel gehabt, wir haben eine Informationskampagne gestartet und auf allen Kanälen, auf allen Ebenen aus dem Verbänden aber auch direkt die Regierung hinein diesen Missstand bekannt gemacht und wurde im Jahressteuergesetz zwanzig vierundzwanzig beseitet sodass Speicher ab fünfundzwantig neunzig Prozent der Gewerbesteuer vor Ort abführen müssen.

00:26:16: Und damit erhält der Bürgermeister in Wollingstädt beispielsweise für zwanzig fünfundzwanzig vierhunderttausend Euro Gewerbesteuer ausbezahlt, kriegt und hat sich sehr gefreut, dass er zufällig die Ehre hatte den Speicher bei sich aufnehmen zu können.

00:26:29: Er hatte auch wirklich unterstützt bei der Realisierung des Projektes, bei der Schaffung Akzeptanz und die Gemeinde wird jetzt belohnt.

00:26:35: So ist es eigentlich richtig.

00:26:37: wir müssen vor allem in die Regionen wo Strukturwandel stattfindet und Strukturarmut herrscht.

00:26:44: diese Projekte tragen.

00:26:46: Das gilt insbesondere für Projekte im Osten der Republik, wo wir auch Verantwortung tragen.

00:26:51: Das Speicherprojekt eine Förderstelle ist dreimal so groß wie in Wollingstärten.

00:26:53: Wir hoffen dass dort auch ein privat vorfinanzierter investierter Strukturwandel seine Früchte für die Gemeinde verorträgt.

00:27:01: Das Ganze eben in Sachsen-Anhalt, also Förderstädte in Sachsens Anhalt.

00:27:05: Vielleicht kannst du noch mal skizzieren bitte wenn jetzt Leute hellhörig werden, Leute damit manche Unternehmer und sagen spannende Ansatz welche Art von Konsortien können sich denn jenseits von so Projektentwicklern wie ihr einer seid?

00:27:19: Und Betreiber ist mir verstanden.

00:27:22: Ihr betreibt auch, ihr vermagdet dann auch gemeinsam mit Partnern.

00:27:25: aber Welche Art von Konsortien kannst du dir denn vorstellen für Großspeicherprojekte, die jenseits von jetzt spezialisierten Vermarktern stattfinden?

00:27:34: Also kann auch der Mittelständler oder der große Mittelständler über so ein großes Speicherprojekt nachdenken.

00:27:39: Kann er schon!

00:27:40: Es ist risikobehaftet und kapitalintensiv.

00:27:43: Normalerweise haben den Mittelständlern eher Sorgen wie sie in ihrem Kerngeschäft investieren und da die Mittel fokussiert.

00:27:49: Strom ist ja oft nur ein lästiges Übel- und Kostenträger.

00:27:53: aber das würde ich schon aufmerksam machen dass die zukünftige Strommark-Situation, auch die Netzengeldsituation im Übrigen durch den Agnesprozess eine große Chance ist für Unternehmer in dieses Feld zu investieren und die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen.

00:28:08: Das kann sein wenn man zufällig einen großen Netzanschluss, sprich eine große Steckdose am eigenen Betrieb hat diese zu nutzen um Geschäft mit dem Speicher an sich zu machen als Selbstzweck sowie wir.

00:28:20: aber man kann den Speicher auch nutzen Strompreiseffizienz des eigenen Betriebs und der Stromkosten damit zu senken, indem man beispielsweise den Speicher so betreibt dass die Netzengeld in Zukunft sinken oder das man einen Lieferanten findet, der einem billigeren Strom liefert weil er den Speichern nutzen kann um hohe Zeitenhoher Strompreis aus dem Speicher zu beliefern und nicht vom Markt.

00:28:43: Da ist ganz viel safterin.

00:28:44: ich glaube ein starkes Wachstum im sogenannten behinderometer commercial industrial speicherbereich.

00:28:51: gerne jeder Unternehmer aktiv informieren, was er tun und investieren kann.

00:28:55: Ich glaube es lohnt sich!

00:28:56: Da sprichst du genau das Geschäftsmodell eben auch von Maestro, die diesen Podcast unterstützt nebenan solche Partner-Energieversorger aber dann eben auch mit Entwicklern zusammen, die den Speicher die eigene PV Anlage dann implementieren und natürlich auch die Direktvermarktung und solche Themen mit übernehmen können.

00:29:14: Aber da sprechen wir von einem deutlich kleineren Maßstab.

00:29:17: Es kommt natürlich auf die Größe des Betriebes an, wenn eine Chemiebark darüber nachdenkt.

00:29:22: Das ist auch ein großen Speicher mit dem man dann dessen Netzing-Gelte und Strombeschaffungskosten senken kann.

00:29:27: Wenn es die Bäckerei um die Ecke ist, ist der Speicher halt kleiner macht im Kern aber dasselbe nämlich das Ausoptimieren der Stromkosten.

00:29:34: Das war genau meine Frage.

00:29:35: also wenn ich jetzt einen Wackerchemie hier in der Nähe, ich glaube es einer der größten Energieabnehmern Bayern denke könnten die oder vielleicht denken sie auch schon nach, vielleicht ja auch zusammen mit euch über so ein großes Speicherprojekt?

00:29:46: Oder ist das unrealistisch.

00:29:48: Die

00:29:49: große Steckdose im Südosten Deutschlands sehe ich nicht weil die Stromtrassen insbesondere in diese Regionen gerade noch gebaut werden müssen.

00:29:58: aber Wacker Chemie hat er schon bisschen Stromanschluss.

00:30:00: die müssen sich natürlich deutlich erhöhen wenn Sie die Wertschöpfung weg von fossilen Molekülen hin zu erneuerbaren Molekühlen, Bauer-to-Gas und so weiter vorantreiben wollen.

00:30:12: Da braucht es extrem viel Strom da ist dann wenig Platz erst einmal für ein markliches Verhalten eines Speichers.

00:30:18: gleichzeitig wenn man eine Elektrolyseanlage kombiniert mit einem Speicher betreibt und da ist die Elektrolysianlage vom Wacker sehr groß und auch der Speicher wird dann sehr groß sein Dann wird man den Wasserstoff Gestehungskosten senken können Bei einem Vorwiegend dann den Wasserstoff produziert, wann die Preise billig sind oder der Speicher seinen Strom aus dem Billigen vorhergeladenen Zeiten in die Elektrolyse schickt.

00:30:37: Da ist ganz viel Saft drin.

00:30:39: aber wichtig ist dass die Strom-Netzinfrastruktur auch vor Ort ist bei den sehr großen Betrieben und da haben wir tatsächlich durch den nicht vorausschauenden Netzausbau der letzten Jahre ein Problem.

00:30:50: Die Regulatorik hat es nicht erlaubt das Netzbetreiber die diese Speicherwelle schon antizipiert haben das darf man ihnen nicht unterstellen aber nicht regulatorisch in die Lage versetzt wurden, bereits im Vorfeld Drassen Schaltfelder Umspannwerke zu errichten um dann diese Möglichkeit besser anbinden zu können.

00:31:05: Jetzt biegen wir so langsam auf die Zielgerade unseres Podcasts und ich würde dich gerne noch fragen in meiner vorletzten Frage wenn du jetzt sowohl als Mitgründer als Business Development verantwortlicher für EcoStore und Teil der Geschäftsführung zwei Wünsche an die Bundesregierung frei hättest, aber natürlich bist du auch gleichzeitig ja so sicherlich den Verbandshut mit auf.

00:31:30: Was sind so die zwei Punkte wo du sagen würdest das muss ich in den nächsten, sagen wir mal zwei bis drei Jahren ändern damit es noch stärker vorangeht?

00:31:36: Was würdest du da antworten?

00:31:38: Bist praktisch die Wunschfee?

00:31:39: also ich hatte normalerweise drei Wünschen nicht

00:31:41: Ja aber deine Wunschfee hat jetzt leider nur zwei diesmal mit ihr zur Messe gebracht.

00:31:45: Ich wünsche mir zwei Dinge von der Bundesliga.

00:31:47: Erstens einen ganz klaren Kurs pro Elektrifizierung, all in Electric.

00:31:53: Wir haben zwei Bohle in der Weltwirtschaft.

00:31:56: eines ist der Electrostate das sind die Wirtschaftsregionen die in die Elektrifzierung investieren und sich damit resilient geopolitisch unabhängig wirtschaftsstark und umweltfreundlich aufstellen.

00:32:11: dazu gehört zum Beispiel China aber auch europäische Staaten.

00:32:14: dann haben wir den anderen Pole der fossil states wie die USA, wie manche arabische Länder, die aus ideologischen Gründen erst einmal am altbewerten fossilen System festhalten wollten und dieses zementieren wollen.

00:32:27: Und dadurch alle möglichen Abhängigkeiten und Nachteile erleiden und nicht zu schweigen von dem das die Klimatransformation damit erschwert wird.

00:32:34: Ich wünsche mir von der deutschen Bundesregierung dass sie aus welchen Gründen auch immer ideologisch oder nicht den Weg der wirtschaftlichen Vernunft geopolitischen Resilienzeinschläge, der aus meiner Sicht eine volle Elektrifizierung unserer Wirtschaft ist.

00:32:48: Dazu gehört auch – und das ist vielleicht Wunsch-I B dafür verzichtet ja im zweiten Zusammenhang – dass man Dinge wie die Wärmewende und die Verkehrswende in Richtung Elektrifozierung schiebt und dort keine Zweifel sät wenn private Menschen oder Betriebe Investitionsentscheidungen treffen für den Einbau einer Wärmepumpe der Flotten, sondern klare Signale sendet.

00:33:14: Wir haben alle etwas davon und insbesondere unsere Kinder die den Mist nicht ausbaden müssen was wir aus Kurzfristigkeit, Résentiments oder Beharren auf überholten System verursachen an Kosten- und Umweltfolgeschäden

00:33:32: Und da kann man ja sagen für dieses Sektor übergreifende Energie- und Wärmewände.

00:33:36: Ich glaube, das Schließen der Speicherlücke ist ein ganz wichtiger Hebel.

00:33:43: Da müssen wir hinkommen.

00:33:44: Also insofern habe ich auch das Gefühl... Das ist der Weg den man jetzt gehen muss aber ich als Moderator enthalte mich an Erwertung.

00:33:52: Die Speicherlücke ist erst einmal ein Problem wenn wir die geschlossen haben werden durch die Speicher die kein Selbstzweck sind Dann werden wir der Elektrifizierung und damit der angesprochenen Resilienz- und Unabhängigkeit ein ganz großes Stück nähergekommen sein.

00:34:10: Es ist also ein Mittel zum Zweck, der Eigenständigkeit in Zukunftsfähigkeit unserer Wirtschaft.

00:34:15: Und da appelliere ich an alle Zuhörer die in ihre Betriebe reinschauen sollen und schauen was kann ich tun um meine Betrieber mehr auf Elektrifozierung zu setzen weil das am langen Ende die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebes selbst erhöht.

00:34:31: Es ist anstrengend, davon kann ich berichten.

00:34:33: Es ist mühsam es braucht Geld und man muss ein Stück weit auch ein paar trockene Jahre aushalten bis zur kurz finanziellen Amortisation.

00:34:42: aber am langen Ende lohnt er sich und das erhöht ja auch den Wert der Betriebe selbst.

00:34:47: Ja, den Wert der Betriebe aber auch insgesamt.

00:34:48: die Standortfaktoren werden dadurch einfach strukturell verbessert.

00:34:53: Mein Bauchgefühl sagt mir das ist immer mehr erkennen.

00:34:55: wir versuchen ja eben auch diese Beispiele.

00:34:57: Wir waren neulich bei der Terme Bad Würeshofen.

00:35:00: da geht es wirklich voran und die stehen mittlerweile ganz anders dar trotz vier Millionen Investitionskosten die sich innerhalb von vier bis sechs Jahren amortisieren.

00:35:08: Das ist ein großartiges Muster Beispiel um zu zeigen dass private Akteure Mut haben Und by the way dann natürlich auch Kapital brauchen und Ressourcen wie Land- und Netzanschlüsse, aber dann belohnt werden für ihren Mut in dem auch natürlich es attraktiver wird mit solchen Betrieben zusammenzuarbeiten.

00:35:28: Sei es als Mitarbeiter also auch aus Kunde und eben auch selbst als Betrieb sagen können man hat die Transformation mit unterstützt weniger Gas gekauft, weniger Abhängigkeiten gehabt und klare Signale sieht.

00:35:39: Es kann sein dass die Industrie und die Betriebe draußen trotz Regulierung dem Kurs der Elektrifizierung vorangehen werden, weil ich es als wirtschaftliche Vernunft erachte und nicht weil es von der Politik gefordert wird – momentan sogar im Gegenteil.

00:35:57: Ihr seid ja ein Beispiel, dass man nicht immer auf Förderung warten muss.

00:36:00: Dass man einfach auch voranschreiten kann.

00:36:02: Das finde ich sehr beeindruckend.

00:36:04: Meine Abschlussfrage lautet wenn wir bei der Inter-Solar oder hier der Speichermesse die dann immer als Teil der Inter Solar soweit ich es verstehe mit am Start ist Wenn wir hier wieder zusammen sitzen wie viel Prozent der Speicherlücke wird denn bis dahin geschlossen sein?

00:36:23: Wenn alles gut läuft, also wenn wir mal von einem optimistischen Szenario ausgehen und welchen Anteil wird EcoStore daran haben?

00:36:30: Ich hoffe wir werden ca.

00:36:32: fünfzehn Gigawatt an Speichern zugebaut werden.

00:36:35: Das ist ungefähr ein Drittel der Speicherlücke.

00:36:37: Das sind sehr große Vorhaben die natürlich sehr lange brauchen.

00:36:39: das heißt wir sind zwanzig dreißig wahrscheinlich gerade im steilen Teil der S-Kurve der Transformation wo sich eine Industrie etabliert hat und einen sehr hohen Ausstoß hat und glaube ich dass bis Ende der Dreißiger Jahre ein guter Teil der Speichlerlücke geschlossen sein wird.

00:36:51: Und wenn wir uns in vier Jahren hier wieder treffen, werden wir hoffentlich feststellen dass die Strompreise gesunken sein werden.

00:36:57: Die Kapriolen aufgehört werden und vor allem eines stattfindet nämlich Wir haben Vertrauen gelernt in die Sinnhaftigkeit der Transformation und haben gelernt unbeirrbar den Kurs der Transformation fortzusetzen.

00:37:16: Wussten wir nicht, jetzt sollen wir weitermachen.

00:37:17: Soll man nicht weitermachend?

00:37:18: bequemer wäre eigentlich aufhören und werden sagen naja gut dass mal weiter gemacht

00:37:22: haben.

00:37:23: Bei jedem Veränderungsprozess gibt es ja dieses Tal des Zweifels, wo man erstmal durch muss und wo eben auch die Mühen der Ebene manchmal schmerzhaft sind.

00:37:31: Wenn ich's richtig verstehe fühlt ihr das auch hin und wieder.

00:37:34: aber mir kommt so vor als sind hier Leute am Start bei EcoStore aber auf der Messe insgesamt, die damit anziehen wollen und die erst mal.

00:37:41: wenn so eine Lokomotive erst einmal angeschoben ist dann ist sie nicht mehr auf zu halten.

00:37:45: also dann... Ich bin da ähnlich optimistisch wie du Georg, herzlichen Dank dass wir hier Teil einer Messezeit beanspruchen konnten.

00:37:53: Für uns war es wirklich super spannend.

00:37:56: ich finde das mega beeindruckend was ihr in diesen gerade mal fünf Jahren aufgebaut habt.

00:38:00: Ich bin mir sicher in vier bis fünf jahren da passiert noch einiges bei EcoStore aber in dieser gesamten Landschaft der Großspeicherprojekte insgesamt.

00:38:08: Danke Herrn.

00:38:08: lass uns in den Zwanzig Dreißigen nochmal reden.

00:38:11: Sehr gut, so machen wir Stil.

00:38:12: Georg vielen Dank euch vielen dank fürs zuhören.

00:38:15: machts gut bis zum nächsten mal bei megawatt & friends dem podcast von maestro ciao.

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