Stefan Rößler, Therme Bad Wörishofen: „Eine weitgehend Energieautarkie ist Teil unserer unternehmerischen Resilienz."
Shownotes
In dieser Folge von Megawatt & Friends spricht Jan Liepold mit Stefan Rößler, dem Technischem Leiter der Therme Bad Wörishofen, über die Frage, wie ein energieintensiver Freizeitbetrieb seine Energieversorgung neu denken kann und warum daraus eines der spannendsten Energieprojekte im deutschen Mittelstand entstanden ist.
Ausgangspunkt des Gesprächs ist eine beeindruckende Zahl: Die Therme Bad Wörishofen benötigt jährlich rund 19 Gigawattstunden Energie. Statt diese Abhängigkeit einfach hinzunehmen, hat das Unternehmen begonnen, seine Energieversorgung schrittweise umzubauen. Heute erzeugt eine 1,34-MW-PV-Anlage auf überdachten Parkflächen gemeinsam mit Batteriespeichern einen Großteil des benötigten Stroms. An guten Tagen produziert die Anlage sogar mehr Energie, als die Therme selbst verbraucht. Im Gespräch wird deutlich, dass die eigentliche Innovation nicht in den Solarmodulen oder Batteriespeichern liegt. Sie besteht darin, Energieversorgung als Teil der unternehmerischen Resilienz zu verstehen. Denn wer Strom und Wärme zunehmend selbst erzeugen kann, ist weniger abhängig von Krisen, Preissprüngen und externen Versorgungsrisiken.
Ein weiterer Schwerpunkt der Folge ist die praktische Umsetzung. Stefan Rößler berichtet offen über Genehmigungsverfahren, Netzanschlüsse, Speicherstrategien und die Bedeutung starker Partner. Gleichzeitig zeigt er auf, warum Batteriespeicher, intelligente Steuerungssysteme und künftig auch Großwärmepumpen zentrale Bausteine einer wettbewerbsfähigen Energieversorgung werden könnten.
Weitere Informationen: Therme Bad Wörishofen https://www.therme-badwoerishofen.de/events-aktuelles/solarcarport/ LinkedIn-Profil Stefan Rößler https://www.linkedin.com/in/stefan-r%C3%B6%C3%9Fler-241bba365/ Timeless Planet https://timeless-planet.com/ Informationen zu Vehicle-to-Grid und bidirektionalem Laden: https://www.adac.de/rund-ums-haus/energie/versorgung/verhicle-to-grid/
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00:00:01: Hallo und herzlich willkommen, liebe Freundinnen und Freunde der Energiewende bei Megawatt & Friends.
00:00:30: Wir sind heute ins Unterallgäu gefahren nach Bad Wehrishofen und ich begrüße herzlich den Stefan Rößler von der Terme Bad Wehreshofen bei uns im Podcast.
00:00:39: Hallo Herr Rösler!
00:00:41: Super,
00:00:42: dass wir heute mit Ihnen sprechen können.
00:00:43: unser Ansatz ist ja Unternehmen zu besuchen um bei Unternehmern und führenden Vordenkern nachzufragen wie man Energie für ein Unternehmen neu denkt.
00:00:55: und einen Termenbetrieb so stelle ich es mir vor.
00:00:58: aber gekommen gleich drauf ist natürlich ein besonders Energie intensiver Betrieb.
00:01:03: Und die Therme Bad Wehrishofen ist eine der größten ihrer Art, für alle höheren die noch nicht hier waren muss ich vorstellen es ein riesiger Thermenbetrieb mit großen Becken.
00:01:15: Bad Wehreshofen verfügt zwar über Thermalquellen also das Wasser kommt schon mal mit sieben und dreißig Grad aus dem Boden aber es gibt auch eine riesige Saunenlandschaft.
00:01:23: Also hier wird richtig Energie verbraucht Aber eben seit neuestem Energie produziert.
00:01:30: Und das fanden wir besonders spannend,
00:01:32: d.h.,
00:01:32: ich würde Sie mal zum Einstieg gerne fragen Herr Rössler von welchen Energiemengen sprechen wir denn?
00:01:38: Was ist denn so der tägliche Betrieb von so einer Terme und vor allem von so eine riesigen Saunalandschaft?
00:01:44: Was fließt denn hier so rein an Energie damit alles
00:01:46: funktioniert?".
00:01:47: Also die Energiemenge jährlich ist tatsächlich, wenn man Wärme und Strom zusammenrechnet, neunzehn Gigawattstunden im Jahr.
00:01:57: Und davon sind vier Gigawattsstunden Strom, die benötigt werden für den Gästebetrieb.
00:02:02: Und das heißt also, der Gästebetrieb plus natürlich alles was so an technischem Equipment noch anfällt.
00:02:08: Das frisst viel Strom aber die Wärme oder Hitze kann man ja sagen für die Sauna.
00:02:12: wie produzieren sie die?
00:02:13: Also ist da noch viel Gas im Spiel oder wie stelle ich mir das vor?
00:02:17: Ja es ist so dass die Saunen viele Elektroöfen haben Teilweise fünf Saun nämlich werden über ein Umluftsystem beheizt über einen Gas Kessel der Dampf produziert.
00:02:30: Ansonsten haben wir trotzdem natürlich für die Belüftung und so weiter.
00:02:34: Wir müssen ja viel Luft austauschen, wir haben bis zu achthunderttausend Gäste im Jahr, muss man mal sagen!
00:02:39: Und da müssen sich natürlich auch eine Luftqualität bieten, muss auch entfeuchtet werden.
00:02:44: Wir haben Wärme-Rückgewinnungen alles vorhanden aber trotzdem müssen wir dann da auch Wärmen produzieren.
00:02:51: Die werden durch primäre Anlagen wie Hochleistungskästel und Blockheizkraftwerken produziert.
00:02:57: Die Terme hier gibt es seit Jahrzehnte und jetzt erst seit den letzten Jahren hat man verstärkt darüber nachgedacht, diese ja auch vielleicht in Richtung Energieautarkie oder zumindest mal sehr stark Eigenproduktion zu gehen.
00:03:10: Wie kam's zu der Idee?
00:03:11: Also war das eine rein wirtschaftliche Überlegung oder ging es da auch um Nachhaltigkeitsthemen?
00:03:16: Richtig!
00:03:16: Wir haben am Anfang ein Kontakt mit den Stadtwerken gehabt und der Vertrag lief aus und die Situation war halt so... dass wir gesagt haben, wenn wir das selber machen können wir das wesentlich betriebswirtschaftlich günstiger darstellen.
00:03:32: Und dann haben wir natürlich angefangen nachzudenken ja wie kriegen wir es an?
00:03:36: Wirtschaft ist sehr gut hin.
00:03:38: da war natürlich die Überlegung da wir kaufen den gesamten Strom zu der ist unter dem Tagesbetrieb bei siebenhundfünfzig KW Leistungen die Stunde in den Nicht-Betriebszeiten, bis zu einer KW, immer noch sehr hoch.
00:03:52: Wir haben uns damals dazu entschieden zwei Blockheizkraftwerke einzubauen und das Ganze war im Jahr zwanzig neun zehn.
00:04:00: In dem Zuge habe ich gesagt naja legt man ja so auf zwei Drittel aus von der Energie verbräuchten.
00:04:05: Ich möchte aber auch noch was... wirklich sauberes machen was nachhaltiges und habe dann damals schon die erste PV Anlage angeschoben, die wir dann mit hundertfünfundsechzig KW Peak verwirklicht haben.
00:04:18: Ich wollte damals schon eine größere Anlage bauen, hab da aber keinen Partner gefunden!
00:04:23: Und jetzt im Schritt eins... Wir haben ja diese riesigen Parkplätze.
00:04:30: Die waren die bisher nicht genutzt, das war vermutlich auch noch mal ein Anschub zu überlegen wie kann ich mein System so ausbauen dass wir eine PV Anlage über den Carports plus möglicherweise Speicher oder wenn Sie da vielleicht mal dazu erläutern, was da jetzt gerade seit wenigen Wochen ja man kann sagen seit zwei Monaten jetzt neu läuft.
00:04:50: Das ist nochmal eine ganz neue Schritt.
00:04:51: und dann nochmal eine ganze neue Energiearchitektur die hier wirklich jetzt an guten Tagen bis zu hundert-achtzig Prozent des benötigten Stroms produziert.
00:05:00: Ja richtig!
00:05:01: Es war noch ein Zwischenschritt, nachdem wir die BHKW eingeführt haben und gesehen haben.
00:05:06: Wir kommen mit den Kosten sehr gut klar mit der ganzen Geschichte und ich damals schon eine besondere Betriebsform gewählt habe, die wirklich nichts verschwendet kam dann die erste Energiekrise und da haben wir ganz schnell diese kleine PV-Anlage erweitert mit vierzig KWPG nochmal und habe da einen Partner gefunden, der das wirklich in drei Monaten umgesetzt hat.
00:05:29: Und dann hab ich ihm von meiner Idee der großen Anlage für die Parkplätze noch einmal berichtet und er hat gesagt ja es kriegen wir doch hin!
00:05:36: Das ist doch kein Problem.
00:05:38: Ich will das so machen wirklich nachhaltig und groß und ich beiß mich dadurch mit Netzanschlüssen usw.
00:05:46: Dann hat das Ganze begonnen.
00:05:48: Wir haben eine sehr lange Beantragungs-Genehmigungsphase gehabt mit der ganzen Geschichte war sehr, sehr aufwendig.
00:05:56: Haben dann aber Batteriespeicher gebaut nämlich mit zwei Komma vier Megawatt Speichervermögen neue Traffostationen dass das auch alles vom Messsystem sauber abgerechnet werden kann mit Mieterstrom etc.
00:06:10: und haben dann Eine große Überdachung gebaut mit Glas-Glasmodulen.
00:06:16: Warum?
00:06:17: Normalerweise macht man Blech drunter wegen Brandschutz, wollte ich nicht haben und wollten ein bisschen Transparenz haben.
00:06:23: Das macht es von Gast auch angenehmer als wenn das eine dunkle Höhle ist.
00:06:27: und ich wollte vor allen Dingen einen zweiten Effekt mitnehmen.
00:06:30: Ich habe das auch für unsere damalige Partnerterme noch mitkonstruiert, sollte auf dem Parkhaus oben drauf wird vielleicht noch umgesetzt irgendwann.
00:06:38: aber Ich habe gesagt, ich will wirklich auch keinen Winterdienst mehr benötigen.
00:06:41: Der kostet auch Geld und der macht die Umwelt auch kaputt.
00:06:45: Es ist Arbeit, die keiner braucht und Kosten, die niemand braucht.
00:06:48: Wenn ich ein geschlossenes Dach hab dann kann ich halt einfach sehr viel Komfort bieten und auch das Maximum an erneuerbare Energie rausholen.
00:06:55: auf die Fläche Ja, und dann haben wir das gebaut verwirklicht.
00:06:59: Haben eine besondere Stahlkonstruktion gemacht mit der Spannweiten.
00:07:04: Dass auch der Gast wenn er parkt nicht die Tür irgendwo an einen Pfosten hinschlägt oder so ist sehr gut benutzbar.
00:07:11: Es war mir auch sehr wichtig.
00:07:13: dadurch war es etwas teurer.
00:07:14: aber der Komfort zählt ja auch.
00:07:17: Und jetzt sind wir seit Zwoten in Betrieb mit der PV-Anlage und den Speichern.
00:07:23: Jetzt können wir natürlich den produzierten Strom Wirklich im Eigenverbrauch optimiert viel besser benutzen.
00:07:29: Warum?
00:07:29: Weil wir natürlich bis zweiundzwanzig, teilweise bis vierundzwzig Uhr aufhaben am Wochenende und da ist natürlich jeden klar der scheint keine Sonne mehr Da ist der Energiebedarf trotzdem hoch.
00:07:38: drum die großen Speicher Und ich kann natürlich in den Speichern auch wenn es Blockheizkraftwerk und Speicher- und BV im Winter nicht ausreicht.
00:07:48: Kann ich natürlich auch in der Nachtzeit, wo das deutsche Stromnetz ja kaum ausgelastet ist, dreizehn bis siebzehn Prozent.
00:07:54: nur kann ich mir natürlich auch günstigen Strom wenn ich dann noch einen von auswärts vom Netz benötige reinholen.
00:08:01: um bin deswegen sehr weit netzunabhängig.
00:08:05: jetzt seit zweitens Wurden hatte ich viele viele Tage, setzig achtzig prozent die Tage war ich völlig netz autark.
00:08:12: Ich habe also keinen Strom mehr vom Netz gebraucht.
00:08:15: und immer wenn ich genug Strom von der PV Anlage habe, den Speichern dann regeln wir auch die Blockheizkraftwerke runter um einfach die fossile Energie nicht mehr zu verbrauchen.
00:08:28: Und das hilft ja auch der ganzen Gemeinschaft, der Gesellschaft weil wenn ich im Sommer und in Übergangszeiten bis zu acht neun Monate Natürlich weniger Gas braucht, dann können wir den einlagern.
00:08:39: Die Speicher sind ja vorhanden in Deutschland.
00:08:42: Man sieht es auch aktuell.
00:08:43: an die niedrigen Füllstände leisten wir unser Beitrag dazu dass jetzt einfach mehr Gas eingelagert werden kann.
00:08:50: Also um da nochmal so die Parameter noch mal genau abzufragen, Sie haben schon gesagt, sie haben zwei Komma sechs Megawatt Stunden Speicherkapazität.
00:08:58: Sie haben eins Komma drei vier megawatt Peak PV Anlage installiert.
00:09:03: Sie sparen mit diesen transparenten Überdachungen achtzehn Tonnen Streusalz jedes Jahr und noch viel wichtiger oder ähnlich wichtig sechsehundert Tonnen CO-Zweide jährlich jetzt berechnet, grob berechnet eingespart werden mit diesem System.
00:09:20: Aber sie mussten auch wenn ich das im Netz richtig recherchieren konnte ungefähr vier Millionen investieren die in dieses Investitionsvolumen um eben diese PV-Anlagen und diese Speicher zu installieren.
00:09:32: Richtig!
00:09:33: Also die Investitionskosten waren wirklich sehr hoch mit knapp vier Millionen.
00:09:37: Wir brauchten ja auch neuen Trafo haben wir.
00:09:39: dieses geschlossene Dach der den Winterdienst überflüssig macht amortisiert natürlich auch noch mal einen Großteil oder ein Teil der Kosten.
00:09:51: Zwischenfünfzig und siebzigtausend Euro pro Winter beziffern, ich weiß nicht wie das Wetter in Zukunft wird aber so ist es.
00:09:58: Und es ist natürlich so dass wir in den Früh wirklich die Parkplätze alle brauchen in der Saison, in der Wintersaison weil das ist unsere Hochbetriebszeit und da müssen Sie erst mal im Winterdienst überhaupt noch kriegen heutzutage.
00:10:11: Das andere ist natürlich Durch die Investitionen.
00:10:15: wir rechnen mit dem Return of Invest zwischen sechs und acht Jahren, das ist also gar nicht so sehr lange.
00:10:20: Und durch weitere Optimierung, die wir jetzt vorhaben – und vielleicht noch eine etwas anders geartete Speichererweiterung, die ich noch nicht ganz preisgeben möchte – wollen wir von diesen installierten zwei Speichern vielleicht einen zum Trading?
00:10:37: Abitrasch-Handel benutzen und hoffen uns auch noch einmal natürlich bedriebswirtschaftlich.
00:10:43: ein tolles Ergebnis, weil Netzstabilisierung ist notwendig und ist aber auch lukrativ.
00:10:49: Und wir haben jetzt die ganze Infrastruktur dazu und hilft natürlich auch der Gesellschaft und man kann natürlich Speicher, die man intern verwendet, auch ein bisschen kosteneffizienter betreiben.
00:11:02: Ja, insgesamt finde ich es ja besonders spannend ihren Ansatz weil's eben sehr unternehmerisch ist so wie ich das verstehe.
00:11:07: Also alles sie haben hohe Energiekosten.
00:11:11: Sie waren bisher davon abhängig wie die sich entwickeln Wie die von außen mit fossilen Brennstoffen teilweise zur Verfügung gestellt werden können.
00:11:20: Jetzt mit der Möglichkeit auch noch stärker Mit eigenerzeugten Strom in Richtung Wärmepumpen zu gehen.
00:11:27: Stellen sie sich doch jetzt wirklich nicht nur energetisch Weitgehend autark auf.
00:11:32: Ich habe gelesen, das Ziel ist mindestens mal in zweihundert Tagen komplett eigenversorgt unterwegs zu sein.
00:11:38: aber auch finanziell klingt es mit einer Amortisierung von sechs bis acht Jahren nach einer unternehmerisch komplett nachvollziehbaren Ansatz.
00:11:46: Ja man sieht ja natürlich die Welt ist in Aufruhr Alle paar Monate in einer anderen Krise, diese Abhängigkeit die wir uns speziell in Deutschland geschaffen haben von irgendwelchen Primärenergien ist wirklich dramatisch.
00:12:01: Man muss da tatenlos dann zusehen wie ein die Preise durch den Deck gehen.
00:12:06: ich kann mich an die erste Energiekrise gut erinnern wo die Terme Erding auch noch Herrn Mund gehört hat und Wo wir nächteweise uns E-Mails geschrieben haben, was machen?
00:12:17: Wir sind dann Arbeitspreis vollgemerkt beim Strom.
00:12:20: Es ist jetzt bei forty acht Cent.
00:12:22: Im Moment haben sieben bis neun Cent ja plus die anderen Nebenkosten, die ähnlich gleich geblieben sind.
00:12:29: Machen wir jetzt Saunen zu, was machen wir?
00:12:31: Wie erklären wir das dem Gast?
00:12:33: und was hat der Gast überhaupt noch für ein gutes Gewissen zu uns gekommen bei solchen Energiekosten?
00:12:38: oder andere Betriebe müssen vielleicht schließen.
00:12:40: Es ist ganz wichtig dass man sich da unternehmerisch Gedanken darüber macht über die Energie, dass man möglichst autark und redundant ist auch von der Produktion von Wärme und Strom.
00:12:52: und wir waren am ersten Tag wo wir Batterie und PV eingeschalten haben.
00:12:57: Am Zwoten-Zwoten waren wir komplett Netz au Tag, am Zwotentzwoten also Anfang Februar.
00:13:04: Und das ist natürlich schon eine tolle Sache!
00:13:06: Wie gesagt der Return of Invest ist gegeben.
00:13:10: Wir werden vielleicht sogar oder bin gar ganz guter Dinge den auch früh erreichen.
00:13:15: Ja, ich finde das eben wichtig nochmal zu betonen.
00:13:17: Also erstens mal Sie sind kein städtischer Betrieb oder in öffentlicher Hand was ja bei vielen Termen der Fall ist sondern sie sind gehören eben zu dieser Unternehmensgruppe die früher auch die Therme Erding und einige weitere große, große Termen und Wellness-Bereiche betrieben hat, Wellnessanlagen.
00:13:37: Die wurden mittlerweile verkauft, das heißt es ist einer der verbleibenden und aber besonders innovativen Anlagen die diese Unternehmensgruppe vielleicht können Sie den Namen noch mal konkret benennen betreibt.
00:13:50: Aber eben man hat da offensichtlich verstanden dass Energie ein strategischer Hebel ist also ein wichtiger Teil der Unternehmenstrategie.
00:13:57: die Energieversorgung kann entweder ein großer Nachteil sein im Einkauf, in einem alten Kostenfaktor.
00:14:04: Oder es kann strategischer Vorteil sein auch gegenüber dem Wettbewerb wenn ich einerseits eben die Kosten im Griff behalte und andererseits ja auch eben als Marketingargument.
00:14:12: Ich kann das komplett nachvollziehen.
00:14:14: Ich gehe mit viel besserem Gefühl in gönne ich mir einen Tag In der Terme, in der Sauna-Landschaft Wenn ich weiß...ich bin da gerade CO²-Neutral Und dann wird nicht irgendwie nicht vorhanden dass Gas verpulvert.
00:14:26: Genau also die Energieverschwendung sollte man immer vermeiden.
00:14:31: Ganz wichtig ist natürlich, wenn ich die Energie selber produziert zum großen Teil dann bin ich viel unabhängiger von externen Zulieferungen.
00:14:41: Das ist auch ein ganz wichtiges Argument.
00:14:44: man muss ja gar nicht immer autark sein als Inselbetrieb sondern es ist einfach wichtig besser zu werden Die Abhängigkeiten zu reduzieren, dann habe ich mehr Betriebssicherheit und vor allen Dingen kann ich die Preise stabil halten.
00:14:58: Weil wenn so wie jetzt mit dem Iran-Krieg immer wieder die Preisen nach oben schnellen, dann fahre ich hier mit zum Betrieb relativ schnell wirtschaftlich ins Minus rein.
00:15:08: also man weiß auch viele Industriebetriebe aufgrund der hohen Energiekosten in Deutschland Die sagen, ich muss jetzt ins Ausland gehen zum Produzieren.
00:15:16: Ich kann es mir hier nicht mehr leisten.
00:15:17: im Ausland habe ich aber vielleicht die Fachkräfte gar nicht.
00:15:21: Darum ganz wichtig auch als Wettbewerbsvorteil habe ich günstige Energie, die zudem noch zuverlässig da ist jeden Tag.
00:15:31: dann habe ich natürlich viel mehr Sicherheit in meinem Betrieb und wir haben einen dreihundertfünfundsechzig Tagebetrieb.
00:15:38: Wir sind ein rein privates Unternehmen.
00:15:43: Gewinne erzielen, wir müssen auch wieder investieren.
00:15:45: Wir müssen auch das Angebot für den Gast attraktiv halten weil im Freitagbereich möchte man immer up to date sein.
00:15:54: Sie haben jetzt vorhin gesagt dass sie neuen Trafo dafür installieren mussten, vielleicht können Sie da noch mal ein bisschen erläutern für alle die das inspirieren finden wie man sich so aufstellen kann.
00:16:05: Was waren denn so die zentralen Punkte, die bei Ihnen es ermöglicht haben?
00:16:08: Also zum einen sie hatten die Flächen, die Sie jetzt dann noch zusätzlich nutzen konnten eben über die Parkplätze.
00:16:13: Sie hatten aber auch bisher schon ungenutzte Netzanschlusskapazität.
00:16:18: Das heißt also mit ihrem regionalen Netzbetreiber mussten sich einig werden, wie man so ans Netz kommt als mittlerweile größere Energieerzeuger.
00:16:28: Aber es war möglich und sie mussten auch das Thema Energiemanagement und Direktvermarktung wahrscheinlich angehen oder?
00:16:34: Richtig!
00:16:35: Es sind viele Komponenten die das Ganze kompliziert und aufwendig machen.
00:16:40: Es wird auch viel nicht verstanden von den genehmigten Gremien sei's vom Bau her, sei es vom Netzanbieter.
00:16:50: Man muss natürlich einen Netzanschluss haben Egal, ob man jetzt da großartig einspeist oder nicht.
00:16:55: Da geht es um viel leider um theoretische Werte.
00:16:58: die modernen Anlagen können ja alle gesteuert werden das ist eigentlich gar kein Problem.
00:17:02: dazu gibt's so Schlagwörter wie Redis Patch und auch ein zwei Drittel drei Drittel Regelung und Abschaltung usw.
00:17:10: und sofort aber tatsächlich dieser Prozess.
00:17:13: Wie komme ich ans Netz?
00:17:14: Die Flächen waren da Aber die Fläche war natürlich weiter weg vom Gebäude.
00:17:19: Gar nicht so weit weg, aber für Niederspannungsleitungen sprich dann doch schon eine Ecke weg.
00:17:25: Und auch ein Bach war dazwischen zu dem Parkplatz wo das die neue PV-Anlage jetzt steht.
00:17:30: dieser Carport und dadurch mussten wir natürlich einen eigenen Ring bauen ist gar nicht so kompliziert.
00:17:36: Wir hatten einen Trafo der hat er eins Komma zwei Megawatt den Neue hat zwei Komma fünf megawatt.
00:17:41: Der wurde uns anhand der theoretischen Werte so auferlegt.
00:17:45: Dann haben wir praktisch die zwei mit einer Hochspannungsleitung, Mittelspannungs- leitung muss man sagen, zwanzig KV verbunden.
00:17:52: Haben da auch ein neues Messsystem integriert.
00:17:55: deswegen war es gar nicht so schlecht weil wir natürlich auch Mieter haben.
00:17:58: unsere Gastronomien sind pechter und um das sauber abrechnen zu können ist natürlich ein vernünftiges Messsystem notwendig.
00:18:06: Das ist durch dieses neue System alles gegeben Und durch den neuen Anschluss können wir dann auch natürlich ins Strading gehen mit dem Strom Und auch nicht stabilisierend und ausgleichend was tun.
00:18:19: Das hilft uns, das hilft dem vorgelagerten Netzanbieter meiner Meinung nach.
00:18:24: Die Schwierigkeit war dann auch... Baulich, wir mussten einen Bebauungsplan erstellen tatsächlich.
00:18:29: Wir konnten also den Parkplatz damals aus einer landwirtschaftlichen Fläche innerhalb von sechs Monaten genehmigt kriegen und jetzt haben wir ja wirklich fast drei Jahre für die Genehmigung gebraucht.
00:18:40: für das bauliche, weil ein B-Plan notwendig war und weil immer wieder dieses Zwischenspiel zwischen Brandschutz, Bauplan- und Netzanschlusszusage im Raum standen, die haben sich immer gegenseitig gebremst.
00:18:55: Und das Schwierige ist natürlich sie können nicht mal eben um die Ernsthaftigkeit eines Projekts nachzuweisen für den Netzanbieter, mal eben für vier Millionen investieren und dann nicht wissen ob Sie zum Schluss überhaupt anschließen dürfen oder ob sie zum Schluss bauen dürfen.
00:19:10: Aber ja sagen wir es jetzt auch eine spezielle Voraussetzung in der Freizeitanlage wo man eben gesagt knapp achthunderttausend Besucher jährlich.
00:19:21: Das heißt, man braucht einfach große Parkplatzflächen.
00:19:24: aber ich stelle mir jetzt eben vor ein intensiv energieintensives Unternehmen hat ja sehr häufig auch große Parkplatzflächen die bisher wahrscheinlich in meisten Fällen noch ungenutzt sind für die Mitarbeiter.
00:19:34: also wenn wir mal darüber nachdenken wie ist es vielleicht übertragbar das Modell was hier im Bad Wirreshofen von einem Innovator umgesetzt wurde Dann wäre das sozusagen, also ich muss schauen habe ich ungefähr diese?
00:19:46: in ihrem Fall sind sechstausend Quadratmeter die da überdacht wurden mit PV Anlagen.
00:19:52: Habe ich sowas?
00:19:53: Habe netzanschlusskapazität und kriege ich so eine Direktleitung hin?
00:19:57: Ja!
00:19:57: Also dazu muss ich ja sagen im Erding hatten wir ein Parkhaus, ein Systemparkhaus.
00:20:02: Da gibt es verschiedene Hersteller in Europa eigentlich zwei Marktführer und dafür hab' ich das ganze auch gedacht und konstruiert.
00:20:10: Und natürlich Das sind die Flächen, die man benutzen sollte, die eh da sind.
00:20:14: Die schon versiegelt sind und nicht immer in die grüne Wiese bauen.
00:20:18: Und natürlich hat man da hinten angelagert einen Betrieb der die Energie direkt verbrauchen kann.
00:20:24: also ich dezentralisiere die Energieversorgung.
00:20:27: ganz wichtig weil es wesentlich zuverlässiger ist als wenn ich große Netze und den Strom von weit her bekomme.
00:20:34: tatsächlich ist es meines Wissens so dass in Frankreich die Pflicht besteht Ab einer gewissen Größe die Parkplätze mit solchen Anlagen zu überdachten.
00:20:43: Das sind meistens so Standardanlagen, die Fahrspuren nicht mit überdachen.
00:20:48: Auch eine gute Geschichte!
00:20:50: Natürlich gibt es viele, viele Parkhäuser, die das oberste Deck zum Beispiel nicht bedacht haben.
00:20:55: Da ist auch eine sehr gute Option und es gibt mindestens auf vier Bundesländern was schon Pflicht ist bei einem Firm Neubau.
00:21:02: Über zwei Hundert Parkplätzen meine ich, die müssen auch sowas machen.
00:21:07: Wie gesagt sinnvoll, weil die Fläche eh versiegelt ist.
00:21:10: und wenn man eher am Neue bauen ist dann hat man natürlich diese Infrastruktur Geschichte sowieso zu bewerkstelligen.
00:21:15: Und da kann man das auch gleich so planen dass die Transformatoren Station gleich dastehen wo sie am sinnvollsten sind.
00:21:22: Sie haben es jetzt ja auch schrittweise angegangen aber eben in großen Schritten Also seit dem Jahr zweitausend neunzehnt, da kam offensichtlich die Idee der Eigenversorgung auf.
00:21:32: Dann in zwei weiteren großen Schritten jetzt dann die Autakie an zumindest mal zwei Drittel der Betriebszeit geschafft.
00:21:40: Was würden Sie denn anderen Unternehmen empfehlen?
00:21:42: von vornherein großdenken oder ist dieses sich erst einmal Vortasten der richtige Ansatz?
00:21:47: Es ist Vortast und das haben wir auch aus strukturellen Problemen gemacht.
00:21:52: innerhalb vom Haus gab es nicht nur Befürworter, auch in der Formgruppe.
00:21:57: Das war das eine.
00:21:58: ich würde es generell schon relativ groß denken.
00:22:02: man muss sich natürlich noch ein bisschen was übrig behalten weil so ganz kalkulieren und in die Glaskugel gucken kann niemand.
00:22:10: Man muss dann auch draus lernen.
00:22:11: aus den Gegebenheiten ist aber gar nicht problematisch, bei ich hier zum Beispiel sind meistens Modular aufgebaut.
00:22:17: die kann man auch erweitern Auf jeden Fall von der Kapazität her also was die an Menge einlagern können Die Leistung muss man sich vorher schon gut überlegen weil da ja auch diese Leitung danach gebaut werden müssen.
00:22:31: Aber man sollte schon Ich würde mal sagen Der erste Schritt sollte Nach Möglichkeit sechzig bis siebzig Prozent des Endziels schon Anteilen an Größenordnung und dann kommt ja auch noch eine Komponente, die haben wir noch gar nicht erwähnt.
00:22:48: Wir haben natürlich auch ne sehr großfügige Ladeinfrastruktur für E-Autos da reingepackt.
00:22:54: Ich selber fahre seit acht Jahren eine E-Auto.
00:22:56: Das ist die dritte inzwischen und BMW hat es zum Beispiel um Schleichwerbung zu machen, ja das bidirektionale Laden jetzt mit eonmeinig zusammen auf den Weg gebracht.
00:23:08: Und das ist auch ne Riesenkomponente.
00:23:10: also gibt's zwei Schritte.
00:23:11: wir haben Achtundzwanzig A C Ladepunkte A Zweiundzwzig KW und haben einen schnellen Ladestation mit zweimal dreihundert KW Dieselladung Und das kann man natürlich auch benutzen in dem Ganzen.
00:23:22: Habe ich eine große Produktion, habe ich volle Speicher, kann nicht mehr in Zukunft ... Das kommt alles demnächst.
00:23:29: Dynamisches Laden vorstellen, das hatte ich eigentlich schon im Mund genommen vor vielen Jahren da war der Begriff noch gar nicht verbreitet weil die Regulatorik ja wieder am Weg war Dass man ins Netz einspeist und sagt, ich muss ja gar nicht.
00:23:42: Ich kann ja den Zwischenschritt gehen.
00:23:44: Wenn mein Netz das hergibt, dann lade ich die Autos schneller.
00:23:48: Diese Ladestationen sind ja regelbar.
00:23:51: Man kann ja vier Ladepunkte haben.
00:23:55: Zweiundzwanzig KW stelle ich zur Verfügung.
00:23:57: Und wenn halt vier dastehen, kriegt jeder noch fünf Komma.
00:23:59: fünf KW.
00:24:01: Diesen Hebel kann ich ja schon nutzen, wenn ich es mal rechne.
00:24:04: Achtundzwanzig Ladepunkte, zwanzig KW ist ja schon eine Hausnummer, rundabout sechshundert KW.
00:24:10: und wenn ich das halt runter reduzier auf einen Viertel dann reden wir hundertfünfzig KW bis sechshundert kW Beim Schnelllader, der ist noch gepuffert und auch mit einer Batterie.
00:24:21: Dann nochmal ein Riesenhebel, nochmal mit sixhundert KW.
00:24:25: Dann habe ich eine Range, die ich abdecken kann über tausend KW oder einen Megawatt.
00:24:32: Und da kann ich natürlich aussagen, dann kann ich Überschüsse abführen.
00:24:35: Da kann man natürlich auch ein bisschen reduzieren wenn ich den Strom selber brauche.
00:24:42: Das sollte man natürlich sowas auch mitdenken, so was ist... meiner Meinung nach auch später mal über dynamische Preise auch attraktiv zu machen.
00:24:52: Und wir haben natürlich einen riesen Vorteil als Terme Bart Wörershofen und auch die ehemaligen Termen in unserer Firmengruppe solche Betriebe wie oder Freitagpark, die auch im Sommer betrieben werden und der E-Autofahrer kommt, der bleibt ja nicht nur eine Stunde wie am Schnelllader sondern unser Gast bleibt im Durchschnitt tatsächlich acht Stunden.
00:25:11: Und da kann ich natürlich mit dieser Ladeinfrastruktur auch regulierend eingreifen, sprich in acht Stunden.
00:25:19: Wenn der jetzt vierzig-fünfzig KW braucht und er noch halb voll hatte, kann man sich vorstellen, in acht Stunden dann kann ich den zwischen fünf und zwanzig KW laden.
00:25:28: Und wenn ich einen ganz attraktiven Preis mache, kann ich zum Beispiel sagen naja ich verspreche dir nicht dass dein Auto voll ist, wenn du wieder kommst aber ich versprech dir die Menge X dazu.
00:25:37: Wenn wir den Schritt noch weiter geht und sagt diese Regulator gesetzlich ist es irgendwann so weit, dass man das auch wirklich ins Netz einspeisen kann.
00:25:46: Da fahren ja unendlich viele Speicher im Land umher und wenn ich die Infrastruktur E gebaut habe, dann kann ich da ja auch noch mal was tun.
00:25:55: fürs Netz und für mich selber kann ich auch etwas tun und mich betriebswirtschaftlich gesehen.
00:26:00: Und der fahrende Stange, wenn ich mir diese riesige Parkflächen hier anschaue und wenn der Markthof-Hochlauf so weitergeht mit den Elektrofahrzeugen.
00:26:09: Ich glaube auch dass da für sie noch mal ein großer Hebel drin steckt.
00:26:12: Ich würde gerne nochmal zurückkommen auf das Thema.
00:26:14: wie sollte ich das dann jetzt gedanklich oder eben strukturell angehen?
00:26:18: Was für Partner braucht man?
00:26:19: Wir können gerne auch ein paar Namen nennen.
00:26:20: also wir von Maestro sind ja auch mit solchen Projekten unterwegs.
00:26:25: Das heißt man braucht... Energieversorger für die Direktvermarktung, nämlich an.
00:26:30: Fenecon haben sie jetzt in dem Fall am Start für den Speicher, wenn ich es richtig zuordne und vor allem der Projektierer Timeless Planet, die hier ein regionaler Anbieter sind aber offensichtlich auch schon größere Projekte, die sind ja glaube ich auch am Flughafen in München unterwegs mit so einem großen sehr spannenden Projekt.
00:26:51: also das wären mal so die drei vier Partner, die man minimal für so einen Projekt braucht In ihrem Fall, Sie sind jetzt offensichtlich selbst sehr ambitioniert unterwegs.
00:27:01: Das gesamte Unternehmen haben mir vorhin erzählt sie handeln auch selber am Spotmarkt.
00:27:05: also da hat man offensicht die volle den vollen Hebel der Energie entdeckt was man damit auf der Kosten als auch auf der Verbrauchsite tun kann.
00:27:15: aber wenn ich jetzt vielleicht etwas weniger ambitioniert bin und trotzdem so ein Modell aufsetzen möchte habe ich da irgendeinen wichtigen Partner vergessen den ich brauche.
00:27:24: Also ich glaube ganz wichtig ist, wie Sie sagen die richtigen Partner zu haben.
00:27:28: Die das auch möchten und wollen.
00:27:31: Die auch die nötige Kompetenz und die Größe haben um sich da durchsetzen zu können.
00:27:37: Es ist tatsächlich viel Durchsetzungskraft nötig und auch Ausdauer muss man haben.
00:27:45: Das sind zum Beispiel die Energie in Südbayern, die wir schon lange als Partner haben den Order Desk stellen für das Gas, für den Strom und für die Regel Energie.
00:27:56: Die auch durchaus solche Modelle mit Farbplannen gesteuerten Anlagen erstellen.
00:28:02: EU-Unternehmer, der das mit uns gemacht hat und mich timeless plennet.
00:28:06: Die also wirklich viele Großprojekte schon gemacht haben die auch eigentlich nur in Großprojecten unterwegs sind.
00:28:11: Also sie machen jetzt keine Einfamilienhäuser aber dann halt so größere Anlagen, die halt ganzheitlich gedacht werden mitspeichern.
00:28:19: Das muss man alles zusammen bringen auf Software technisch Und es wird ja ein großes Forschungsprojekt das haben wir schon gestartet noch ein bisschen leise da kommt auch bald mehr Mit der Uni Kassel und mit Meteo Control Augsburg, die schon lange Weltmarktführer sind in dieser Steuerung von Solaranlagen.
00:28:37: Und diese Partner, die ich jetzt genannt habe ... In der Form, in der Qualität, die braucht man schon?
00:28:42: Das muss man auch zusammenführen, das muss man ja auch betriebswirtschaftlich zusammendenken.
00:28:47: Auch wenn sie heute Laufzeiten von Blockheizkraftwerken reduzieren dann muss man natürlich auch einen Partner haben der sagt naja wenn die es weniger Stunden laufen dann entstehen ja weniger Kosten.
00:28:58: da komme ich dir vielleicht ein Stück weit entgegen oder ich komm dir dann entgegene wenn die Verträge vielleicht ausgelaufen sind die Vollwartung und so weiter Nicht im Kontraktinglauf, sondern im normalen Betrieb.
00:29:12: Also diese ganze Thematik muss man sich zusammenholen und das sind die wichtigsten Partner in meiner Meinung nach Timeless Planet gewesen Hier der Anbieter, die wirklich bis Holland drauf überall solche Anlagen gebaut haben und dann der ganz große Marktteilnehmer ESB Energie Südbayern.
00:29:28: Da können ja Energienetze süd so Stromnetze und alles dazu.
00:29:33: Die haben natürlich da schon den nötigen Kontakte und die nötige Größe um da Netzbetreiber alle an einen Tisch zu holen.
00:29:42: Genau, also das sind dann letztlich die Energieversorgern.
00:29:44: Ich würde es eben auch von Maestro, die dann eben auch so was Bilanzkreis-Management, Energiemanagementsysteme... Also das ist einfach etwas der da einen Partner, der dann da diese Fäden in der Hand hält.
00:29:56: Wobei ich bei Ihnen verstanden habe dass auch das Thema Energiemanagement hier in Haus immer eine immer wichtigere Rolle spielt, dass sie da eben dieses Pilotprojekt was Sie gerade angesprochen haben, dass das auch noch mal dazu führen soll, Flexibilitäten noch stärker gerne ausnutzen möchte.
00:30:13: Ja genau, also wir kaufen schon seit geraumer Zeit oder ich kauf's halt geraumer zeit die energie über ein orderdesk ein.
00:30:22: Das OTC-Handel heißt das ganze und da kann man natürlich entscheiden wie kaufe ich Strom und Gas ein?
00:30:29: Ich kann die ganz sichere Variante wählen und sagen naja ich orte jetzt einfach die nächsten zwei jahre.
00:30:33: Das kotzt natürlich einen gewissen Aufschlag.
00:30:35: wenn nicht soweit voraus mir die energiemengen sicher dann muss ich natürlich auch einen Blick haben, wenn nicht die Energiemengen mir sicher.
00:30:43: Dann muss ich die auch verbrauchen.
00:30:46: Wenn ich die jetzt nicht brauche wie in einer Pandemie dann kriege ich sie ja auch nicht verkauft weil die anderen brauchen auch nichts.
00:30:51: und da kann man natürlich flexible Modelle haben.
00:30:54: Man kann eine gewisse Grundmenge kaufen zu gewissen saisonalen Zeiten.
00:30:59: Da muss man sich schon ein bisschen reinfuchsen.
00:31:01: das machen wir mit der ESB zusammen oder Ich order halt über die ESB Das muss man es sich zutrauen.
00:31:07: ganz ehrlich gesagt Das sind auch Entscheidungen, die in Minuten getroffen werden.
00:31:12: Der Preis ist gut!
00:31:13: Ich kaufe jetzt die und die Menge.
00:31:15: Da muss ich ja auch Bescheid wissen über meine Verbrauchsmengen zu jeden Tag.
00:31:19: Die schwanken natürlich ein Stück weit und darum lässt man da meistens einen gewissen Prozentsatz offen.
00:31:24: Dann ändern sich natürlich Gegebenheiten.
00:31:27: wenn man sich sehr langfristig bindet mit irgendwelchen Bezügen dann bin ich zwar sicher vielleicht.
00:31:32: Ich habe einen kalkulären Preis Aber es kann natürlich auch sein, dass sich gravierend was ändert in vier, fünf Jahren und nicht so weit voraus Order.
00:31:42: Also das kann ich nur jemandem empfehlen der da wirklich affin ist.
00:31:46: zum Thema... Da gibt's doch keine Beratung an dem Order Desk sondern das sind die eigenen Entscheidungen.
00:31:52: dann letztendlich.
00:31:53: Die Alternative wären PPA, die ich mir über die nicht mehr eben Konditionen langfristig sichere.
00:31:58: Also ein Power Purchase Agreement wo ich mir beispielsweise dann aus einer bestehenden PV Anlage nochmal was dazu kaufe.
00:32:06: aber in dem so sind sie jetzt gerade das haben Sie bisher nicht genutzt.
00:32:10: solche Optione oder?
00:32:11: Nein das habe ich tatsächlich nicht gemacht.
00:32:13: also bin da im Regelmarkt drin sehr gut in der Thematik drin und weiß, was da so ungefähr passiert.
00:32:21: Ich weiß auch wie groß die Ausschläge sind.
00:32:24: Und natürlich durch unsere Struktur, die wir jetzt haben mit Blockheizkraftwerken, die ich regeln kann, Strom geführt – mit Batteriespeichern.
00:32:32: Dass sich ja auch über den Tag gesehen unabhängig bin über die Batteriespeicher.
00:32:36: Ich kann immer zu Zeiten die Batteriespelcher entleeren, verbrauchen oder einspeisen wo der Preis hoch ist und kann natürlich zu anderen Zeiten, die ja jeden Tag im Zyklus kommen.
00:32:48: Mal mehr mal weniger aber der Unterschied ist immer da also das Delta zwischen günstigen und hohen preis beim Strom immer da weil ich halt natürlich in den nachts von vierundzwanzig bis sechs Uhr morgens da habe ich einfach wenig Verbräuche in Deutschland oder in Europa.
00:33:04: dann kann ich immer günstiger einkaufen und dadurch kann ich natürlich relativ entspannt dieses Modell fahren.
00:33:12: Das kann ich aber nicht jedem empfehlen.
00:33:13: Also da brauche ich die Struktur dazu, da braue ich das Nötige Wissen dazu.
00:33:17: Da brauche in Fahrplanen – das gibt es aber, das kann ich über Timeless Planet und ESB und auch über andere kann ich sowas bekommen.
00:33:24: Die nehmen mir das ab.
00:33:26: natürlich wenn das mehr abgenommen wird ist es immer so dass ich das abnehmen bezahle.
00:33:31: Ich würde hier
00:33:32: auch nochmal ein Meistern nennen diese was eben sehr gut und sehr kompetent können Andererseits genau in so, Sie haben es ja auch Partner genannt.
00:33:39: Ich glaube, so muss man so ein Projekt eben auch angehen, dass man eben was muss ich zukaufen?
00:33:44: Welche Kompetenz kann ich selbst intern nicht abdecken?
00:33:47: Das ist vielleicht auch nicht jeder Betrieb derart energieintensiv wie hier die Terme Bad Wehrshofen.
00:33:54: aber umso mehr macht das dann natürlich Sinn auch diese Wertschöpfungskette mit kompetenten Partnern auszustatten.
00:34:00: nochmal jetzt zu den ersten Erfahrungen.
00:34:04: An guten Tagen produzieren Sie einhundert-achtzig Prozent Ihres benötigten Energiestrombedarfs.
00:34:10: Muss man vielleicht auch nochmal, vielleicht können sie die Unterscheidung auch noch mal erklären selbst diese überschüssigen Achtzig Prozent speichern Sie dann komplett ein oder geben Sie die auch nach außen?
00:34:20: Also momentan ist es so dass wir den Überschuss also ich denke dann so wie jetzt gerade eben obwohl es heute gar nicht so schön ist denke ich trotzdem den Strombedarf zu hundert Prozent den wir brauchen.
00:34:33: Also alle erstes wird der Überschuss dann in die Batteriespeicher verbracht, soweit sie halt noch Platz haben für den Strom.
00:34:40: Solange die noch nicht ganz voll sind.
00:34:42: Für den Abend, da wissen wir ja was man brauchen.
00:34:45: Habe ich dann immer noch zu viel Strom?
00:34:47: Das ist lustig!
00:34:49: Wir haben tatsächlich soviel Strom aber nicht wirklich.
00:34:51: Hab ich auch noch zu viele?
00:34:52: Dann regeln wir die Blockheizkraftwerke runter.
00:34:55: Haben wir dann immer nur noch zuviele Strom?
00:34:58: Dann geht es natürlich dahin dass wir einspeisen und direkt vermarkten.
00:35:02: Und da ist aber noch eine Besonderheit dabei, muss man relativieren dieses Modell was ich jetzt gesagt habe.
00:35:09: Es kommt natürlich die betriebswirtschaftliche Komponente.
00:35:11: Ich habe die ganze Struktur, ich weiß mal eine Kosten.
00:35:14: Da gibt es eine schöne Formelsammlung von mir dazu Was kostet was im ganzen System und das wird immer mehr in Software optimiert, dass ich das nicht mehr händisch oder manuell machen muss.
00:35:27: Teil automatisiert ist es schon.
00:35:30: dann weiß ich natürlich habe ja meine Spitzen am Tag.
00:35:32: Wo der Strom viel kostet oder in unserem Fall jetzt viel wert ist.
00:35:36: und wenn ich natürlich am Abend zwischen sechzehnundzwanzig Uhr um so eine ungefähre Zeit zu nennen und eine Früh spitzen hab wo der Arbeitspreis wohlgemerkt nicht den gesamten Netto-Preis im Unternehmerischen sondern reine Arbeitspreise für den Strom dann bei zwei fünf und zwanzig Cent pro Kilowatt Stunde ist, dann weiß ich ja wie produziere ich mein Strom?
00:35:58: oder wie habe ich ihn bezogen.
00:36:00: Zu welchem Preis?
00:36:01: Und wenn da ein Delta von teilweise zwanziger Cent da ist, ja dann verkaufe ich den auch!
00:36:06: Also es ist schon wirklich beeindruckend, dass das dann nicht nur Kosten ersparen ist sondern tatsächlich dann ja eben auch Revenues.
00:36:13: Also Umsatzströme generiert werden sodass sie nicht nur kosten sparen sondern tatsächlich auch noch Geld reinkommt durch diese Anlage.
00:36:23: Sehen Sie denn jetzt sich bei achtzig-neinzig Prozent von der Endausbaustufe von Ihrem neuen nachhaltigen Energiesystem oder wo steht die Terme Badwürres hofen da gerade?
00:36:35: Also momentan würde ich sagen, stehen wir so bei dreißig bis vierzig Prozent von meinen persönlichen Zielen die ich erreichten möchte und die generieren sich immer aus Ökologie und Ökonomie zusammen.
00:36:48: Dieses dynamische Laden auch Vehicle to Greet will natürlich auf den Weg bringen das ist schon alles verkabelt es ist alles vernetzt mit Glasfaser.
00:36:58: Das kommt hoffentlich sehr schnell.
00:37:01: die ganze Geschichte und was halt noch ansteht, ist wirklich eine Wärmepumpe.
00:37:06: Dazu muss ich noch ein bisschen Daten sammeln für die Auslegung.
00:37:10: also ganz wichtig ist ja immer die Dimensionierung von Erzeugern, Erzeugeranlagen dass das wirklich effizient ist weil umso größer ich das Bau um so teurer sind die Anlage natürlich so eine Hochwärmelpumpe die liegt schon mal bei sechs, sieben hunderttausend Euro.
00:37:25: wenn ich die dann aber natürlich kaum brauche Weil ich den Strom nicht habe oder weil ich den Bedarf an Wärme nicht habe, dann hab' ich was falsch gemacht.
00:37:33: Also muss man erst mal ein gutes Monitoring haben und gut die Daten sammeln.
00:37:39: Und da hab' Ich ja Betriebszustände wo so eine Wärmenpumpe sehr effizient arbeitet bis zum Kopf also einen Hebesatz wenn man so will.
00:37:47: aus einer KW macht du sieben KW.
00:37:49: Zum Beispiel jetzt heute habe ich zwanzig Grad außen, hab trotzdem noch einen Wärmelbedarf Hab natürlich lustigerweise natürlich von der Physik her gegeben.
00:37:59: Wenn ich warm habe, hab' ich meistens auch viel Licht, hab auch viel Strom.
00:38:03: und dann lasse ich natürlich lieber einen Spitzenlastkessel und BHKW aus und benutze die Wärmepumpe an dieser Stelle weil er aus eins macht sieben.
00:38:11: das muss man glaube ich auch nicht nachrechnen dass es natürlich sehr leckerativ ist im Winter natürlich vielleicht in zwei drei Monaten wo die Temperatur unter fünf grad plus sinkt.
00:38:20: da sich die Wermepumpe dient Großwärmepumpe muss man immer sagen, lieber aus.
00:38:26: Beim Einfamilienhaus funktioniert das noch sehr gut.
00:38:29: aber wir brauchen hohe Vorlauftemperaturen und da brauche ich natürlich einen gewissen Hub und ich brauche natürlich die gewisse prime Energie zu gewissen Kosten.
00:38:36: dass das Ganze sich rechnet
00:38:38: Okay, aber insgesamt nochmal das Thema Wärmepumpe.
00:38:41: Ich hatte es gewundert dass das nicht jetzt schon in dieser Ausbaustufe mit dabei ist.
00:38:44: ich habe jetzt verstanden man muss jetzt erstmal auch lernen und die Dimension dann noch mal für sich klar kriegen.
00:38:50: Aber das müsste doch eigentlich für eine Anlage bei der eben Wärme bis zu Hitze sehr wichtig ist.
00:38:56: Müsste das doch eigentlich ein Selbstläufer sein oder?
00:38:59: Und da würde mich auch insgesamt nochmal ihre Sicht sagen wir für andere Unternehmen die eben mit Prozesswärme beispielsweise operieren müssen.
00:39:08: Glauben Sie, dass da die Wärmepumpe und gerade Großwärmelpumpen jetzt zukünftig der Schlüssel sein werden zu mehr Energieeffizienz?
00:39:15: Ja absolut!
00:39:17: Wärmelpumpen sind glaube ich ein bisschen verkannt heißt ja immer... Da kommen dann so Zeiten im Jahr wo halt natürlich die Bedingungen sehr schlecht sind und jetzt tiefem Sonnen runterzubringen das sind unglaubliche Kosten.
00:39:30: aber ich glaube so darf man es nicht mehr sehen.
00:39:33: Wichtig von Unternehmen ist ja, wie stellt sich dann meine Energiegeschichte übers Jahr die Kosten dar.
00:39:39: Und wenn da mal vier, fünf schlechte Tage dabei sind oder zehn schlechte Tage und ich habe dreihundertfünfzig gute Tage, dann mache ich einen Strich drunter und dann werde ich mit der Wärmepumpe in den allermeisten Fällen wesentlich günstiger dran sein als mit anderen Sachen, weil nicht so eine Wärmepumpe, Hauptgroßwärmelpumpe können ja auch höhere Temperaturen.
00:40:02: Die Technik hat sich wahnsinnig entwickelt die ist auch sehr zuverlässig.
00:40:06: das ist auch alles gar nichts Neues.
00:40:08: und gerade viele Unternehmen haben ja Lüftungen wo man dann relativ leicht so eine Heizung in die lüftung integrieren kann.
00:40:19: das heißt ich brauchte keine hohen Vorlauftemperatur sondern ich kann in der Zuluft natürlich mit.
00:40:26: Da kann ich natürlich eine Produktionshalle ohne Probleme heizen.
00:40:32: Und da kommt einfach ein Heizregister rein, das sind ja keine Heizkörper mehr wo ich vielleicht fünf und fünftig Grad haben will.
00:40:40: Da gibt es aber auch Alternatives.
00:40:41: Es gibt Niedertemperatur, Heizköpfe etc.. Für mich ist die Wärmepumpe absolut die Zukunft.
00:40:47: Man muss ja einsehen, die Primaenergie ist Strom, da kann ich auf jeden Fall einen Teil selber machen über meine PV Anlage.
00:40:55: Auch an Fassaden übrigens Da wird auch nie Schnee drauflegen und ich kann ja immer meinen Einkauf reduzieren an externer Energie.
00:41:03: Ich muss ja nicht immer autark sein, was ich halt auch einen riesen Vorteil an der Primärenergie Strom sehe ist die kann im Land selber produziert werden zu guten Teilen – ich sage sogar zu großen Teilen wenn ich es konsequent verfolge!
00:41:18: Und ich kann natürlich Strom kosteneffizienter eigentlich transportieren als irgendwelche fossilen Brennstoffe.
00:41:26: Wir sind ja unterwegs auch im Sinn der Energiewende.
00:41:30: Ich bin da auch fest von überzeugt, dass das der Schlüssel ist.
00:41:33: Es ist halt nur die Frage, ob wir von der Infrastruktur oder wie lange dauert es noch bis die Infrastruktur das auch hergibt?
00:41:39: Sie hatten jetzt ja das Glück, dass sie eben diese ungenutzte Netzanschlusskapazität hatten aber es gab ja sicherlich trotzdem auch nochmal zwei drei Steine, die sie erst mal aus dem Weg räumen mussten bevor das dann tatsächlich alles umgesetzt war.
00:41:51: also ohne jetzt in den Details zu gehen zwei, drei Punkte benennen auf die man sich einstellen muss.
00:41:57: Wo man erst mal kämpfen muss bevor es dann tatsächlich so weit kommt wie sie?
00:42:02: Der Kampf ist eigentlich nicht kampf sondern ist halt Überzeugungsarbeit.
00:42:06: wir haben natürlich bei unseren Stromnetzen ein Problem.
00:42:09: unsere Stromnetze sind von der Regulatorik also technisch gesehen auch alt.
00:42:17: Sie wissen ja oft nicht was zwischen einzelnen Netzabschnitten im Mittelspannungsnetz zum Beispiel in so einer kleinen Stadt wie Bad Wörershof mit knapp zwanzigtausend Einwohnern, sie wissen ja nicht was passiert denn zwischen der Eintrafostation von dem Discounter zu dem Industriebetrieb und zur Terme Bad Wöreshof.
00:42:36: Was passiert da dazwischen?
00:42:38: Und darum haben wir da einfach das Problem dass man die Netzanbieter davon überzeugen muss und vielleicht auch berechnen können muss, dass da eben keine Überlastung stattfindet.
00:42:48: Man muss ihn auch klarmachen, dass er da ja eingreifen kann über Reddispatch und so weiter.
00:42:53: Und diese Überzeugungsarbeit ist natürlich notwendig.
00:42:55: Man nimmt den örtlichen Betreibung ein gewisses Geschäftsmodell weg, das muss man sehen.
00:43:00: Aber generell was ganz wichtig wird, ist das Netzmanagement.
00:43:05: Da muss man sich durchsetzen.
00:43:06: Man muss dann darstellen, dass man über die Batteriespeicher etc.
00:43:10: puffert.
00:43:11: Man kann auf der Netzanbieter zukommen und sagen Ja ich kann ja regeln!
00:43:15: Ich habe ja Speicher Und ich habe vorher zum Beispiel in der Falle der Thermobatwürreshofen einen Anschluss gehabt mit einst Komma zwei Megawatt, hab siebenhundertfünfzig gebraucht und dann kann man ja den Netzanbieter z.B.
00:43:27: versichern auch vertraglich versicheren Ich werde nie mehr als sechshundert KW in dein Netz einspeichern.
00:43:34: Also hast du eine bessere Situation wie vorher.
00:43:37: oder mit Eins Komma Zwei Megawatte sprich tausend Zweihundert Kilowatt Du hast die gleiche Situation.
00:43:41: das ändert sich ja nichts.
00:43:43: Das ist vielleicht ne ganz gute Argumentation darauf hinzukommen.
00:43:47: Und dann würde ich mir aber immer vielleicht die Option sichern, soweit es geht vertraglich juristisch und sagen wenn wir aber sehen dass die Situation nie kommt das du Probleme hast dann möchte ich aber in ein zwei Betriebsjahren dann bitte diese Leistung etwas erhöht haben.
00:44:06: Das ist also der eine Teil, der Netzbetreiber.
00:44:10: Ich stelle es mir aber auch so vor dass man häufig auch im Unternehmen vermutlich erstmal gegen Widerstände zu kämpfen hat.
00:44:17: in ihrem Fall.
00:44:17: sie sind jetzt direkt als technischer Leiter direkt in der Unternehmensleitung mit angesiedelt und sitzen selbst mit Entscheidern.
00:44:28: Was würden Sie denn empfehlen?
00:44:29: Wo müssen denn solche Entscheidungen oder solche grundlegenden strategischen Energieentscheidungen stattfinden, ist das eine Sache die der Geschäftsführer verstehen muss.
00:44:40: Ist es immer der technische Leiter?
00:44:41: oder wo würden sie sowas ansiedeln?
00:44:45: Wer muss sich ins Geschirr packen damit man da auch wirklich vorwärts kommt mit so einem strategischen Anliegen?
00:44:50: Die finale Entscheidung liegt natürlich immer bei dem deres Geld gibt und dass es eigentlich nicht der In unserem Fall ja, weil er beides in einer Person ist.
00:45:00: Aber es ist der Inhaber und der Kapitalgesellschaft natürlich auch die Teilhaber.
00:45:04: Und das sind ja meistens energetisch gesehen Leinen.
00:45:08: Und dann ist natürlich der technische Leiter, unterkaufmannische Leite wenn man so will oder so bezeichnen möchte sehr stark gefragt das so gut vorzubereiten zu projektieren und dann auch mit so einfachen Mitteln darzustellen dass der Inharber sieht ich kriege mein Geld Auf jeden Fall zurück.
00:45:28: Das ist ja immer das Beste und dann finde ich es auch gar nicht so relevant, ob das jetzt vier oder acht Jahre sind.
00:45:35: also wenn ich langfristig denke als Mittelständler und sage Ja Ich will mein Geld halt zurück haben, safe zurückhaben Auch mit Unwegbarkeiten Mit einem gewissen Puffer drin Also auch nicht zu hoch bockern sondern wirklich sauber rechnen Und es muss halt nachvollziehbar sein.
00:45:51: Die zweite große Komponente ist ja Je nachdem wie man finanziell aufgestellt ist Das Kapital, was ich da binde in der Energieinfrastruktur, das fehlt mir ja vielleicht irgendwo im unserem Fall fürs Gästeangebot.
00:46:05: Bei uns war es Gott sei Dank nicht der Fall.
00:46:07: Wir haben dafür jetzt auch keine Fremdmittel gebraucht und waren natürlich eine glückliche Situation.
00:46:12: Aber man sollte natürlich auch seinen restlichen Kerntätigkeit nicht vergessen.
00:46:20: Man muss es halt gut gewichten und sagen, was sichert mit die Zukunft?
00:46:25: energetisch, dass ich hier produzieren kann.
00:46:27: Wenn ich ein Produktionsbetrieb habe oder einen Gästebetrieb und was brauche ich aber auf jeden Fall notwendigerweise für meine Gästchen, für meinen Kunden an Equipment, an Investitionen?
00:46:40: Das ist immer ein Abwägen zwischen Geldgeberinhaber oder auch externer Geldgebers.
00:46:45: Sowas kann man ja auch im Contracting machen.
00:46:47: sowas macht zum Beispiel die beiden Firmen die Partner sind.
00:46:50: bei uns machen die durchaus auch das Contracting.
00:46:53: ESB und Daimless Planet können die auch darstellen.
00:46:56: Dann ist man relativ leicht safe in der Überzeugungsarbeit, weil wenn die monatliche Einsparung die Summe mal dreißig tausend ist und das Contracting zwanzigtausend kostet dann ist es vielleicht nicht optimiert im Gewinn aber ich habe auf jeden Fall zehn Tausende Euro mehr eine Tasche jeden Monat.
00:47:14: Das ist ein Data über was ich die wenigsten beschweren werde, absolut.
00:47:18: Jetzt würde mich zum Abschluss nochmal Ihre Sicht auf die Energiewende und insbesondere die Rolle der Unternehmen für das gelingende Energiewend interessieren.
00:47:26: Sie sind ja jetzt jemand, der da vorausmarschiert, der auch gedanklich schon mal deutlich weiter ist.
00:47:32: aber welche Chancen sehen sie denn wenn die Energievände hier für den Standort funktionieren soll?
00:47:38: Welche Rolle müssen Unternehmen da spielen?
00:47:40: Müssten so Frontrunner sein wie Sie oder würde es schon ausreichen, wenn die meisten mal zumindest die ersten zehn Prozent Potenzial einspalten in der Effizienzpotenzial- oder Erzeugungspotenziale tatsächlich auch nutzen.
00:47:53: Also ich finde es wichtig dass jeder Unternehmer selber erstmal guckt und nicht nur von der Politik oder woanders her fordert sondern man kann ja einen kleinen Schritt anfangen.
00:48:03: Einfach mal eine Fassade zum Beispiel, einer Produktionshalle mit PV-Modulen behängen.
00:48:09: Das ist relativ günstig!
00:48:11: Das ist statisch meistens machbar.
00:48:13: Die meisten Unternehmen haben auch ein Zaun und das ist eine ganz günstige Methode.
00:48:18: Die meiste Unternehmen haben Parkplätze da gibt es auch günstigen Carports einfach für die Mitarbeiter.
00:48:22: Das rechnet sich auf jeden Fall... Ich würde mir empfehlen einfach mal anfangen und wenn man dann mal angefangen hat Dann würde ich mir vielleicht vornehmen, dass sich dieses Geld eine PV-Anlage verursacht, ja keine laufenden Kosten in dem Sinne.
00:48:36: Sie müssen natürlich nicht wie beim Blockheizkraftwerk Gas zu kaufen oder Wartung machen aufwendige.
00:48:41: Das ist ja ganz minimal.
00:48:42: die macht keinen Krach, die macht kein Lärm Die läuft bestenfalls eigentlich ohne irgendeinen Handgriff still vor sich hin und ein Batteriespeicher dazu Und da würde ich das ganze modular denken würde anfangen und dann kann man ja relativ leicht sehen, was habe ich selber verbraucht.
00:48:59: Und alles, was ich selber verbraucht habe an Strom, das ich gar nicht eingespeist hab, würde ich reinvestieren in diese Geschichte.
00:49:07: Dann dauert es vielleicht ein bisschen länger wie in unserem Fall aber ich muss mir nicht so viel Mut fassen zu der Geschichte sondern ich kann das relativ entspannt beobachten.
00:49:17: Ich kann da draus lernen.
00:49:20: Wir gingen es jedenfalls so.
00:49:21: Man findet dann relativ schnell Spaß dran Wenn das Ding mal gebaut ist, dann verursacht es wie gesagt keinen Aufwand keine Arbeit.
00:49:28: und wenn ich halt immer wieder reinvestiere so wie eigentlich jeder Unternehmer auch in seinem ganzen anderen Handeln unterwegs ist.
00:49:36: Reinvestitionen ist immer angesagt nur abschöpfen ist halt nicht unbedingt das was ein Unternehmer tun sollt.
00:49:45: man muss einfach mit den Dingen mal beginnen.
00:49:47: Wie ist es denn bei Ihnen?
00:49:48: Die Terme Badwäreshofen ist ja Teil der Unternehmensgruppe Wund.
00:49:52: Freut sich der Jörg Wund, der da eben der Inhaber und aber auch gleichzeitig Geschäftsführer der Terme ist.
00:49:59: Freuter Sie sich wenn sie damit neuen Ideen kommen oder rollt er erst mal die Augen?
00:50:02: So mittlerweile freut er sich nach vielen Jahren wo ich im Unternehmen bin.
00:50:07: Aber diese ganze Energiethematik Das waren, wie man so im Volksmund immer sagt hätte ich Gebretter zum Broren bei ihm.
00:50:16: Ich kann mich erinnern an eine Aussage von ihm ja muss ich mich jetzt mit Energie beschäftigen ich will doch ein Bad betreiben.
00:50:23: das war die erste Aussage und da war es natürlich so.
00:50:27: Mit jedem Projekt, was ich umgesetzt habe ist das Vertrauen gewachsen und mittlerweile weiß ich von seiner besseren Hälfte dass auch ein Freundeskreis ganz stolz erzählt wie toll es jetzt alles schon ist.
00:50:40: Obwohl man ja noch gar nicht so lange in dieser großen Zusammenstellung mit dem großen BV-Anlage am Start ist und mittlerweile hat auch bei ihm das Umdenken stattgefunden und er denkt diese neuen Technologien die neue Mobilität immer positiver drüber nach und manchmal kommt das sogar selber, ja machen wir nicht noch was.
00:51:04: Das war am Anfang ganz anders.
00:51:05: als am Anfang hat er gezögert und gezögern.
00:51:07: und weil es natürlich auch für ihn fremd war die ganze thematik und das muss halt ein technischer Leiter im Unternehmen dann schon können oder auch der Partner der muss halt wirklich nicht reiner Vertriebler sein sondern der muss gute Überzeugungsarbeit leisten was er auch ein guter Vertriebler kann.
00:51:25: einfach Und am besten hat man natürlich ein paar Referenzprojekte, wo man sich so was mal anschauen kann.
00:51:32: Ja Herr Rösler dann würde ich sagen also ganz herzlichen Dank für die super Einsichten und Erkenntnisse, die Sie heute ja weitergegeben haben.
00:51:38: Super wertvoll glaube ich auch für die, die das jetzt hören und sich hier eben vielleicht gerade überlegen ob sie sowas auch können?
00:51:45: Ich würde sagen wenn Sie mit Ihrem Inhaber mal wieder etwas zusammen, was Neues machen, dann sagen Sie uns unbedingt Bescheid, dann kommen wir vorbei in diesem Podcast mitbegleiten.
00:51:58: Also danke für die Einladung hier nach Bad Wehroshofen, ich bin echt beeindruckt was sie auf die Beine stellen und noch Stellen werden und viel Erfolg dabei!
00:52:05: Habe
00:52:05: ich ja gerne gemacht weil mir das Thema auch am Herzen liegt und bedanke mich ebenfalls.
00:52:10: Super
00:52:10: euch vielen Dank fürs Zuhören bis zum nächsten Mal.
00:52:13: macht's gut bei megawatt and friends.
00:52:15: Ciao ciao!
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